Skip to main content
Die Pille im Blister verursacht Nebenwirkungen.

Welche Nebenwirkungen hat die Pille?

Zu den häufigsten Risiken und Nebenwirkungen der Pille zählen Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, Zwischenblutungen, Stimmungsschwankungen, ein erhöhtes Thromboserisiko und ein erhöhtes Risiko hinsichtlich bestimmter Krebsarten sowie Herz- und Kreislaufkrankheiten.1 Allerdings stellen viele Frauen zahlreiche weitere Nebenwirkungen fest, welche nicht eindeutig mit dem Einnehmen der Pille in Verbindung gebracht werden können, aber in Verdacht stehen, dadurch ausgelöst worden zu sein.

Die Pilleneinnahme verursacht zahlreiche Nebenwirkungen.

Die Verhütungspille ist in den Industrienationen ein beliebtes Mittel zur Vermeidung einer Schwangerschaft.1 In der letzten Zeit gibt es vermehrt Nachrichten über Nebenwirkungen der Antibabypille, die neue Denkanstöße hinsichtlich dieser Verhütung geben und die Diskussion über sinnvolle Alternativen zur hormonellen Pille anregt.

Negative Nebenwirkungen der Pille

Ein Nachteil der Pille ist ihre eingeschränkte Wirksamkeit. Bei Krankheiten oder Medikamentengabe besteht ein verringerter Schutz. Dies dürfte jedem klar sein. Interessant wird es, wenn man sich die Nebenwirkungen der Pille anschaut. Immer mehr Risiken der Pille werden bekannt:

Thromboserisiko der Pille

Der Pillenreport 2015 der Universität Bremen hat deutlich darauf hingewiesen: Die Antibabypille erhöhe das persönliche Thromboserisiko. Insbesondere die Hormonpräparate der dritten und vierten Generation würden die Gefahr von Thrombosen signifikant erhöhen.

Das hohe Risiko einer Thrombose durch dieses Verhütungspräparat wird durch zahlreiche Studien belegt.3 Eine Arbeitsgruppe der Europäischen Arzneimittel-Agentur kalkuliert das Risiko einer venösen Thrombose bzw. der Thrombophilie pro 10.000 Frauen wie folgt:

  • 2 bei nicht schwangeren Frauen, die keine Pille zur Verhütung nehmen
  • 5–7 bei Frauen, die ein Präparat mit Levonorgestrel nehmen (Pille der zweiten Generation)
  • 6–12 bei Frauen, die ein Medikament der dritten oder vierten Generation nehmen (z. B. Gestoden, Desogestrel, Drospirenon)4

In Frankreich, den USA sowie zahlreichen anderen Ländern ist die Problematik über das höhere Risiko von Thrombosen schon länger in der Diskussion. In Frankreich werden bestimmte Pillensorten nicht mehr von den Krankenkassen bezahlt. Eine dieser Pillen wurde sogar gänzlich verboten, da sie die Gesundheit der Frauen gefährde. In den USA gibt es eine Klagewelle gegen Hersteller.5
Wer die Pille satt hat, sollte cyclotest myWay als Verhütungsalternative in Betracht ziehen.

Gewichtszunahme bei Pilleneinnahme

Bei einigen Frauen können die Östrogene des Pillenpräparats bewirken, dass Wasser ins Körpergewebe eingelagert wird. Dadurch könne eine Zunahme an Gewicht erfolgen.13 Forscher der Universitätsklinik Karolinska in Stockholm haben zudem herausgefunden, dass sich die Pille auch steigernd auf das Hungergefühl auswirken kann.19

Negative Auswirkung der Pille auf die Sexualität

In den Beipackzetteln verschiedener Pillensorten wird sexuelle Unlust teilweise unter den Nebenwirkungen aufgeführt, die gelegentlich auftreten. In einigen Fällen wird diese auch bei den häufig auftretenden Beschwerden angegeben. Es existieren einige Studien, die nachweisen, dass die Antibabypille zu einer sexuellen Lustlosigkeit führt.16, 17, 18

Viele Frauen bemerken dabei den Libidoverlust durch die Pille nicht, da das Schlucken der Pille oft bereits sehr früh im Teenageralter erfolgt. In diesem Alter ist die Libido noch nicht vollständig entwickelt. Viele kennen ihren Eisprung nicht und auch nicht die sexuelle Lust, die oftmals kurz vor dem Eisprung auftritt.18 Erst durch die Beendigung der Hormoneinnahme, wie z. B. Östrogen und Gestagene, könne sich die Konzentration des männlichen Sexualhormons Testosteron und damit der Hormonspiegel normalisieren. Testosteron sei dabei verantwortlich für die sexuelle Unlust.17 Allerdings wurde in dieser Studie mit 125 Frauen auch festgestellt, dass die Konzentration auch nach Beendigung der Pilleneinnahme erhöht war und dass dadurch die sexuelle Lust dauerhaft gestört sein könne.

Nachteile Pille: Migräne & Kopfschmerzen

Die Pille zum Empfängnisschutz soll Migräne auslösen und diese sogar verstärken. Ursache dieser hormonell bedingten Migräne ist der Abfall des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen im Blut während der einwöchigen Pillenpause. Diese hormonelle Schwankung kann Auslöser der menstruellen Migräne sowie starker Kopfschmerzen sein.20

Leidest Du unter Migräne mit Aura, so gilt die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation sowie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V., keine hormonellen Verhütungsmittel zu verwenden, da die Pille das Schlaganfallrisiko noch einmal erhöhen kann.21, 2

Nebenwirkung Depression, schlechtere Lebensqualität & Co.

Einer neuen Studie der Universität Aachen zufolge hat die Pille Auswirkungen auf die weibliche Psyche. Untersucht wurde das Empathieverhalten von 73 Frauen aus 3 unterschiedlichen Gruppen: Frauen, die gerade die Pille nahmen, solche, die sich gerade in der Pillenpause befanden, und Frauen ohne hormonelle Verhütungsmittel. Das Ergebnis war eindeutig: Frauen, die das Hormonpräparat nahmen, konnten die Emotionen anderer schwerer wahrnehmen und zeigten weniger Mitgefühl als Frauen mit einem natürlichen Zyklus. Zudem lässt die tägliche Pilleneinnahme Frauen die eigenen Gefühle schwerer deuten und ausdrücken. Die Studie macht deutlich, dass die psychischen Nebenwirkungen der Pille weiter erforscht werden müssen. Viele Frauen berichten nach Beendigung der Einnahme hormoneller Kontrazeptiva, dass sie sich wieder mehr wie sie selbst fühlen. Die Ergebnisse der Studie können dafür eine Erklärung liefern.7

Eine weitere, 2016 veröffentlichte wissenschaftliche Studie der Universität Kopenhagen hat aufgedeckt, dass die Pille das Risiko für Depressionen erhöhe. In dieser Studie haben Forscher die Gesundheitsdaten von mehr als einer Million dänischer Frauen zwischen 15 und 34 Jahren untersucht. Diejenigen, die eine Kombinationspille als Verhütungsmittel einnahmen, hatten eine um 23 % höhere Wahrscheinlichkeit, als depressiv diagnostiziert zu werden und Antidepressiva verschrieben zu bekommen. Die Wahrscheinlichkeit lag sogar deutlich höher, wenn es sich um die Minipille mit dem Pillenbestandteil Gestagen (Gelbkörperhormon) oder um Heranwachsende zwischen 15 und 19 Jahren handelte.Auch andere Verhütungsmittel wie die Hormonspirale, das Hormonpflaster oder der Vaginalring können das Risiko steigern, an einer Depression zu erkranken.8

Wissenschaftler des Karolinska-Instituts und der Stockholm School of Economics haben im März 2017 eine Studie über den Einfluss der Pille auf das Wohlbefinden der Frau veröffentlicht. An der Studie haben 340 junge, gesunde Frauen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren teilgenommen. Die Auswertung hat ergeben, dass die Gruppe, die kein Hormonpräparat, sondern Placebo-Pillen eingenommen hatte, ihre Lebensqualität deutlich besser einstufte als die Frauen, die Hormone zu sich nahmen.6

Veränderung der Krebsrisiken

Die Einnahme der Pille zur Verhütung begünstigt in vielen Fällen die Entstehung von Krebs. Hierzu gehören der Krebs am Gebärmutterhals, Brustkrebs und bestimmte Leberturmore.9

Gebärmutterhalskrebs

Die Cancer Research UK Epidemiology Unit in Oxford wertete 24 internationale Studien mit 52.000 Teilnehmerinnen aus und fand Hinweise darauf, dass die längerfristige Einnahme der Pille bei einer Frau das relative Risiko für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs erhöhe, und das unabhängig von anderen Risikofaktoren wie dem Rauchen. Das Risiko steige dabei mit der Dauer der Anwendung und sei erst 10 Jahre nach Beendigung der Pilleneinnahme gleich hoch wie bei einer Frau, die nie eine Antibabypille zur Verhütung eingenommen hat.10

Sonstige Krebsarten

Die Förderung weiterer Krebsarten gehört zu den Nebenwirkungen der Pille. Studien zufolge steigere die Pille das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.11, 12

Für bestimmte Lebertumore wird der Pille ein auslösender Effekt zugeschrieben. Da die Leber das „Lebensorgan“ ist, können negative Symptome und langfristige Folgen nicht ausgeschlossen werden, auch wenn die Pille zur Verhütung nicht mehr eingenommen wird.13

Die International Agency for Research and Cancer der Weltgesundheitsorganisation WHO bestätigte 2005 auf Grundlage der bisher veröffentlichten Forschungsergebnisse, dass die Antibabypille krebserregend für den Menschen sei.14

Weitere Nachteile der Pille

Bluthochdruck ist einer der Haupt-Risikofaktoren für die häufigste Todesursache in den Industrienationen, die Herz-Kreislauf-Krankheiten. Bluthochdruck kommt bei Frauen, die die Pille einnehmen, doppelt so häufig vor wie bei Frauen, die ihren Zyklus natürlich kontrollieren. Die Ursachen liegen in der hormonellen Beeinflussung des Adrenalin-Stoffwechsels.15

Eine Pillenpackung, deren Hormone zu Nebenwirkungen führen können.

Nebenwirkungen der Pille | Foto: © cyclotest

Wissenschaftler der University of California und der Harvard Medical School untersuchten in einem gemeinsamen Forschungsprojekt die Hypothese, dass die Einnahme der Pille zu Veränderungen der Gehirnstruktur führe. Dazu wurden Frauen, die die Pille zur Verhütung nutzen, mit Probandinnen verglichen, die eine natürliche Verhütungsweise praktizieren. Dabei wurde ein Zusammenhang zwischen dem Einnehmen der Pille und einer deutlich geringeren Dicke der Außenrinde verschiedener Gehirnregionen festgestellt.22

Das Projekt förderte Hinweise auf Nebenwirkungen zutage, denen zufolge die Einnahme solcher Kombipräparate die Dicke und das Volumen sowohl des seitlichen orbitofrontalen Kortex als auch des hinteren cingulären Kortex reduziere. Der orbitofrontale Kortex ist für die Emotionsregulierung zuständig. Bei Depressionen weise dieser ein geringeres Volumen auf – so das Fazit anderer Studien, die sich mit dieser Thematik bereits befasst haben.23

Zu den weiteren Nebenwirkungen der Mikropillen kommen Übelkeit, Erbrechen, Spannungsgefühle in den Brüsten, Stimmungsveränderungen, Schmierblutungen und Zwischenblutungen.13 Unerwünschte Beschwerden treten jedoch nicht nur bei den klassischen Antibabypillen, den sogenannten Kombinationspillen mit Östrogenen und Gestagenen, auf. Auch ein Präparat, das nur ein Gestagen enthält, wie die Minipille, könnte die oben genannten Nebenwirkungen verursachen.30

Nebenwirkungen der „Pille danach“

Auch die Auswirkungen der „Pille danach“ auf den weiblichen Hormonhaushalt sind nicht unerheblich, weshalb es häufig zu Beschwerden kommt. Die häufigsten Nebenwirkungen der „Pille danach“ sind Übelkeit und Kopfweh, die bei bis zu einem Viertel der Patientinnen auftreten können. Weitere Auswirkungen sind Schwindelgefühle, Bauchschmerzen, Müdigkeit, Spannungsgefühl in der Brust und Menstruationsstörungen. Auch Juckreiz kann durch die „Pille danach“ hervorgerufen werden.33 Die Wirkstoffe der „Pille danach“ werden über die Leber abgebaut. Dementsprechend ist diese bei Einnahme des Präparates belastet.

Positive Auswirkungen der Pille

Die Pille zur Verhütung hat ebenso Vorteile. Im Vordergrund steht dabei die mit der Einnahme verbundene Freiheit in Bezug auf den Empfängnisschutz. Spontaner Sex, wann man möchte. Einzige Voraussetzung ist das regelmäßige Einnehmen. In einer Studie anlässlich des Weltverhütungstages 2015 gaben 44 % der Teilnehmerinnen an, in den letzten 3 Monaten mindestens einmal vergessen zu haben, die Pille einzunehmen.32 Nicht zu vernachlässigen ist natürlich auch der Sicherheitsaspekt. Bei konsequenter Einnahme wird ihr eine hohe Sicherheit attestiert.2

Ein weiterer Vorteile der Pille ist beispielsweise, dass die Hormongabe Regelschmerzen dämpfen kann. Als „positive“ Nebenwirkung der Mikropille wird oft eine mögliche Verbesserung des Hautbildes genannt. Hautprobleme wie chronische Akne könnten mit der Einnahme von androgen-wirkenden Pillen oft gelindert werden.28 Die alleinige Einnahme der Pille reiche allerdings selten aus, um eine Abheilung der Akne zu bewirken. Zudem gebe es heutzutage zahlreiche weitere Behandlungsmethoden, die mit dem Arzt besprochen werden können, um unreine Haut zu bekämpfen.29

Die Antibabypille als Rundum-sorglos-Paket? Nicht so ganz! Wenn man sich mit der Verhütung mit der Pille beschäftigt, sollte man etwas tiefer graben und auch auf die Nachteile schauen – insbesondere wenn diese auch langfristig bestehen können.

Wann treten die Nebenwirkungen der Pille auf?

Ob, wann und in welchem Ausmaß Beschwerden durch eine Pillensorte eintreten, kann leider nicht vorhergesagt werden. Sie können jederzeit auftreten, sowohl innerhalb weniger Tage als auch erst nach Jahren problemloser Verwendung. Viele berichten davon, dass einige Probleme erst im Laufe der Zeit eintreten und sich kontinuierlich steigern. Da sie schleichend auftreten, besteht die Gefahr, dass man sie dann oftmals gar nicht mit dem Verhütungspräparat in Verbindung bringt.

Nebenwirkungen der Pille zu Beginn

Vor allem zu Beginn können gehäuft Nebenwirkungen auftreten. Hierbei handelt es sich vor allem um Zwischenblutungen, Brustspannen, Stimmungsschwankungen, Kopfweh und Übelkeit. Auch bei der Minipille, die nur ein Gestagen enthält, treten diese vermehrt am Anfang auf. Diese wird z. B. auch in der Stillzeit verschrieben.13

Außerdem ist die Gefahr einer Thrombose in den ersten Monaten am höchsten. Zu vermeiden ist bei eintretenden Nebenwirkungen dann ein sofortiger Wechsel des Präparats. Wenn Du Dich für die Pille entscheidest, muss der Körper sich erst an den veränderten Hormonspiegel gewöhnen.34 Anders als bei der Gefahr einer Thrombose treten andere Nebenwirkungen erst nach längerer Zeit ein. Manche Frauen berichten nach jahrelanger Einnahme von neu auftretenden Nebenwirkungen.

Nebenwirkungen der Pille aufgrund durchgängiger Einnahme

Die gängige Vorgehensweise ist 21 Tage Einnahme und 7 Tage Einnahmepause. Einige Frauen verzichten auf die Einnahmepause und beginnen direkt mit der nächsten Packung. Man spricht dann von einem Langzyklus oder Langzeitzyklus, der sogar über Jahre hinweg andauern kann und für die Frau keine Blutung mehr bedeutet. Allerdings handelt es sich bei der Blutung unter Einnahme des Hormonpräparats nicht um eine normale Blutung, sondern um eine Abbruchblutung, die lediglich durch den Entzug der künstlichen Hormone entsteht.24

In den USA gibt es spezielle Pillensorten für die durchgängige Einnahme über einen Zeitraum von mehr als 3 Monaten.25 In Deutschland ist bisher kein Präparat dafür zugelassen, da Studien fehlen, ob durch den Langzeitzyklus andere Nebenwirkungen auftreten als mit dem 21+7-Einnahmeschema. Fakt ist, dass die Gesamtdosis der Hormone, die während des Langzeitzyklus auf den weiblichen Körper wirken, höher ist als bei der gängigen Einnahme. Es gibt Studien zur Sicherheit im Langzeitzyklus, aber noch keine, wie sich dieser langfristig auswirkt.26 Viele Frauen geben als zusätzliche Nebenwirkung an, dass verstärkt Zwischenblutungen auftreten können.27

Nebenwirkungen der Pille: Was tun?

Stellst Du Nebenwirkungen bei Dir fest, die Du in Zusammenhang mit der Einnahme der Pille bringst, so empfiehlt sich der Besuch beim Arzt. Dieser sollte die Beschwerden ernst nehmen und eine gründliche Untersuchung vornehmen. Der Beipackzettel gibt zudem Hinweise darauf, ob die festgestellten Nebenwirkungen in Verbindung mit der Antibabypille gebracht werden können.

cyclotest myWay ist hormonfrei, natürlich und ohne Nebenwirkungen.Kann man die Auswirkungen der Pille reduzieren?

Das Auftreten störender Nebenwirkungen könnte durch Wechsel zu Kombinationspillen mit anderer Zusammensetzung von Östrogen und/oder Progesteron unterbunden oder reduziert werden. Hier sollte hinsichtlich der Medikamente die Beratung eines Facharztes in Anspruch genommen werden.13

Bei welchen Nebenwirkungen die Pille beenden?

Bestätigt sich der Verdacht, dass die Nebenwirkungen auf das hormonelle Verhütungspräparat zurückzuführen sind oder sein könnten, so gibt es zahlreiche Alternativen ohne Hormone für die natürliche Verhütung. Bei angehendem Babywunsch kann es von Vorteil sein, die Pilleneinnahme rechtzeitig zu beenden, bevor es mit der Planung einer Schwangerschaft losgeht.

Beispielsweise ist die symptothermale Methode laut DGGG mit einem Pearl-Index von 0,3 bei gleichzeitig richtiger Anwendung eine sichere Methode. Die Sicherheit der Antibabypille wird zum Vergleich mit 0,2 angegeben, ebenfalls bei richtiger Anwendung. Der Zykluscomputer cyclotest myWay unterstützt Dich bei der Erhebung und Deutung der Symptome und grenzt Deine fruchtbare Phase im Monat genau ein.

Learnings für den eigenen Alltag

Aus diesen Hinweisen können zwei wichtige Learnings für das eigene Leben gezogen werden:

Erstens: Bei der Wahl der richtigen Verhütungsmethoden ist Sorgfalt geboten; Recherchen oder Gespräche mit dem eigenen Frauenarzt sind sinnvoll. Vor- und Nachteile für die eigene Gesundheit sind in Ruhe abzuwägen. Was spricht für die eine, was für die andere Verhütung, und was davon ist mir besonders wichtig? Das Spektrum an möglichen Methoden zum Verhüten ist breit gefächert: neben hormonellen, chemischen oder mechanischen gibt es auch natürliche Ansätze, die mitberücksichtigt werden sollten. Ein Beispiel ist die Temperaturmethode, die keinen Eingriff in den natürlichen Zyklus vorsieht.

Zweitens: Entscheidet man sich für die hormonelle Verhütung, ist es ratsam, auf den eigenen Körper zu hören. Verändern sich Dinge im Laufe der Zeit, die ich nicht einordnen kann? Glaube ich, Symptome und Nebenwirkungen der Pille zu spüren, egal welcher Art? Gerade die Gefahr von Thrombosen sollte man nicht unterschätzen. Wenn Du Dich fragst, ob die Beendigung der Einnahme der Mikropille für Dich sinnvoll sein könnte, sprich mit Deinem Arzt. Gerne kannst Du Dich vorab oder zusätzlich in unserem Ratgeberbereich umschauen. Hier haben wir wichtige Hinweise und Tipps zum Absetzen der Pille zusammengestellt.

Wann verschwinden die Nebenwirkungen der Pille?

Wie aber sieht es nach Beendigung der Einnahme aus? Wie lange dauern die Nebenwirkungen der Pille an, wenn man sich dann im natürlichen Zyklus befindet?

Wie lange man unter den Nebenwirkungen der Pille leidet, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Bei manchen Frauen verschwinden die Nebenwirkungen sofort, andere Frauen haben noch länger damit zu kämpfen. Man hat festgestellt, dass die Umstellung des Körpers bis zu 9 Monate betragen kann.31 Dies bedeutet, dass viele Frauen noch langfristig unter den Nebenwirkungen leiden, obwohl sie ihren Körper nicht mehr den Hormonen aussetzen. Die Nebenwirkungen nach Absetzen der Pille, aber auch die positiven Begleiterscheinungen, haben wir in unserem Ratgeberbereich zusammengestellt.

Quellen:
1 Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Sichergehn – Verhütung für sie und ihn. Köln 2014.
2 Deut­sche Gesell­schaft für Gynä­ko­lo­gie und Geburts­hilfe e. V.: Leit­li­nien, Emp­feh­lun­gen, Stel­lung­nah­men. 2004.
3 Stegmann, B. H. et al.: Different combined oral contraceptives and the risk of venous thrombosis: Systematik review and network meta-analysis. BMJ. 2013.
4 European Medicines Agency: Assessment report for combined hormonal contraceptives containing medicinal products. London 2014.
5 Simons, S.: Antibabypille: Frauen zeigen Pharmakonzerne an. Abgerufen am 11.01.2016 auf www.spiegel.de.
6 Zethraeus, N. et al.: A first-choice combined oral contraceptive influences general well-being in healthy women: a double-blind, randomized, placebo-controlled trial. Fertility and Sterility. Vol. 107, Issue 5, p. 1238-1245. 2017.
7 Radke, S. and Derntl, B.: Affective responsiveness is influenced by intake of oral contraceptives. European Neuropsychopharmacology. Vol. 26, Issue 6, p. 1014-1019. 2016.
8 Skovlund, C. W.: Association of Hormonal Contraception With Depression. JAMA Psychiatry. 28. September 2016.
9 Burkman, R. et al: Safety concerns and health benefits associated with oral contraception. American Journal of Obstetrics and Gynecology 2004; 190(4 Suppl): 5–22.
10Appleby, P. et al.: Cervical cancer and hormonal contraceptives: collaborative reanalysis of individual data for 16,573 women with cervical cancer and 35,509 women without cervical cancer from 24 epidemiological studies. Lancet, Vol. 10. 2007.
11 Kumle, L. et al.: Use of oral contraceptives and breast cancer risk: The Norwegian-Swedisch Women’s Lifestyle and Health Cohort Study. Cancer Epidemiol Biomarkers Prev., Vol. 11, Issue 11. 2002.
12 Althuis, M. D. et al.: Hormonal content and potency of oral contraceptives and breast cancer risk among young women. Br J Cancer, Vol. 88, Issue 1. 2003.
13 Diedrich, K. et al.: Gynäkologie & Geburtshilfe. 2. Auflage. Heidelberg 2007.
14 International Agency for Research on Cancer: IARC Monographs on the Evaluation of Carcinogenic Risks to Humans, Vol. 91. 2007.
15 Koch, L.: Bluthochdruck bei Frauen – ein unterstütztes Risiko. 1. Auflage. Staufen 2014.
16 Battaglia, C. et al.: Sexual behavior and oral contraception: a pilot study. Journal of Sexual Medicine, Vol. 9, Issue 2. 2012.
17 Goldstein, I. and Panzer, C.: Can taking the pill dull a woman’s desire forever? New Scientist. 27 May 2005.
18 Wallwiener, C. W. et al.: Prevalence of Sexual Dysfunction and Impact of Contraception in Female German Medical Students. The Journal of Sexual Medicine. Vol. 7, Issue 6, 2010.
19 Hirschberg, A. L.: Sex Hormone, appetite and eating behaviour in women. Vol. 71, Issue 3, 2012.
20 Aegidius, K. et al.: Oral contraceptives and increased headache prevalence: the Head-HUNT Study. Neurology. Vol. 66, Issue 3, p. 349-353. 2006.
21 WHO: Medical eligibility criteria for contraceptive use. Fifth Edition. Geneva 2015.
22 Petersen, N. et al.: Oral contraceptive pill use is associated with localized decreases in cortical thickness. Hum. Brain Mapp. 2015.
23 Butcher, J. et al.: Klinische Psychologie. 13., aktualisierte Auflage. München 2009.
24  Kroll, R. et al.: The efficacy and safety of a low-dose, 91-day, extended-regimen oral contraceptive with continuous ethinyl estradiol. Contraception. 2010.
25  Pressemitteilung der U.S. Food and Drug Administration (FDA): „FDA approves contraceptive for continous use“. Abgerufen auf fda.gov am 27.04.2016.
26  Edelman, A. et al.: Continous versus cyclic use of combined oral contraceptives for contraception: systematic Cochrane review of randomized controlled trials. Hum. Reprod., Vol. 21 (3). 2006.
27  Melmed, S. et al.: Williams Textbook of Endocrinology. 13. Auflage. Philadelphia 2016.
28 Huber, J. and Walch, K.: Treating acne with oral contraceptives: use of lower doses. Contraception, Vol. 73, Issue 1. 2006.
29 Harms, M: Akne – Ein Ratgeber für Patienten. Basel 1997.
30 Schölmerich, J. (Hrsg.): Medizinische Therapie in Klinik und Praxis. Berlin 2003.
31 Frank-Hermann, P. et al.: Zyklusverhalten nach Absetzen von oralen Kontrazeptiva. J. Reproduktionsmed. Endokrinol, Vol. 3. 2006.
32 Kantar Health: Verhütungssituation Deutschland. 2014.
33 Trussell, J.: Emergency contraception: WHO Task Force study. Lancet. Vol. 352, Issue 9135. p. 1222-1223. 1998.
34 Boeschen, D. et al.: Pillenreport 2015 – Ein Statusbericht zu oralen Kontrazeptiva, Bremen 2015.

 


Ähnliche Beiträge

Wie wirkt die Hormonspirale?

Die Hormonspirale zur Vermeidung einer Schwangerschaft birgt auch Risiken.

Sie heißen Jaydess, Mirena oder Kyleena: Hormonspiralen (neuerdings auch verniedlichend Verhütungsschirmchen genannt) werden immer häufiger als Alternative zur Antibabypille empfohlen, auch und besonders bei abgeschlossener Familienplanung. Denn im Vergleich zu ihr kann man eine Spirale nicht vergessen oder ihre Wirksamkeit beeinträchtigen. Das enthaltene Hormon stellt übrigens auch den größten Unterschied im Vergleich zur Kupferspirale dar. […]

Wie funktioniert die Verhütung für junge Frauen?

Die Frage nach der Verhütung für Teenager stellt sich jede Mutter.

Interessierst Du Dich für eine moderne Verhütung für junge Frauen oder hast Du eine Tochter, die ihre ersten sexuellen Erfahrungen sammelt? Gerade für junge Frauen und Teenager gibt es geeignete und ungeeignete Mittel für den Empfängnisschutz. Was Du auf dieser Seite findest:Welche hormonfreien Verhütungsmethoden für Teenager?Sicherheit der Verhütungsmethode für junge FrauenWelche Verhütung für meine Teenager-Tochter?Gängige […]

Verhütung für den Mann: Neue Ansätze?

Super-Mann verhütet mit!

Wer sich mit Verhütung für den Mann beschäftigt, kommt mit seinem Latein schnell ans Ende: Zu den gängigen Verhütungsmittel für den Mann zählen das Kondom sowie die Sterilisation. Das Präservativ zählt dabei nach wie vor zu den beliebtesten Verhütungsmethoden.1 Die Sterilisation, fachsprachlich Vasektomie, ziehen immerhin 5 % der Männer in Betracht.1 Es gibt also Präservative […]

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*