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Pearl-Index

Um die Sicherheit von verschiedenen Verhütungsmethoden zu vergleichen, bietet sich klassischerweise ein Blick auf den Pearl-Index an. Die Vergleichszahl ist weltweit verbreitet und gibt an, wie viele Frauen in einem bestimmten Zeitraum, unter Anwendung einer bestimmten Verhütungsmethode, schwanger werden. Die Sicherheit steigt desto niedriger der Wert ist – dieses Beurteilungsmaß weist jedoch einige Schwächen auf.

Welche Verhütungsmethode passt zu mir?

Was ist der Pearl-Index?

Der Pearl-Index, kurz PI, ist eine Kennzahl für die Verhütungsmittelsicherheit und gibt an, wie viele Schwangerschaften in 100 Frauenjahren eintreten, wenn eine bestimmte Methode angewandt wurde. Ein Frauenjahr entspricht 12 Zyklen, somit sind 100 Frauenjahre, 1.200 Zyklen.1 In manchen Berechnungen des Pearl-Index werden 13 Zyklen angenommen. Benannt wurde diese Vergleichszahl nach dem amerikanischen Wissenschaftler Raymond Pearl.2

Laut einer repräsentativen Umfrage aus dem Jahr 2011, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Auftrag gegeben hat, ist der wichtigste Grund für die Verhütungswahl die Sicherheit.3

Wie wird die Sicherheit der Methoden durch den Pearl-Index ermittelt?

Der Pearl-Index berechnet, wie viele ungeplante Schwangerschaften in einem Jahr bei 100 Frauen unter Verwendung der untersuchten Methoden eingetreten sind. Er stellt somit die Versagerquote dar. Die Rechenmethode wurde mit den Jahren stark vereinfacht.4

Demnach lässt sich der Sicherheitsindex mithilfe der Formel in der Abbildung berechnen.

Formel zur Berechnung des Pearl-Index

Berechnung des Sicherheitsindex

Warum variiert der Wert des Pearl-Index bei manchen Verhütungsmethoden?

Um eine differenziertere Aussage über die Sicherheit einer Verhütungsmethode treffen zu können, betrachtet man den theoretischen und praktischen Pearl-Index getrennt voneinander. Der theoretische Pearl-Index beschreibt den perfect use, also die korrekte Anwendungssicherheit der Methode nach Herstellerangaben.1 Die Zuverlässigkeit von Verhütungsmethoden hängt aber ebenso von der Gewissenhaftigkeit der Anwender:innen ab, auch bekannt als typical use bzw. praktischer Pearl-Index. Beispielsweise bei der Pille wird betrachtet, ob die Pille täglich zum gleichen Zeitpunkt eingenommen wurde. Bei Anwendung von Methoden der natürlichen Familienplanung, ob während der fruchtbaren Tage Geschlechtsverkehr stattgefunden hat.

Bei den Angaben zum Pearl-Index hinterfrage also immer, ob es sich um den theoretischen oder praktischen Wert handelt, denn je nach Methode kann sich die Kennzahl stark unterscheiden.

Bei Verhütungsmitteln, welche in den Körper eingesetzt werden, unterscheidet sich der Wert hingegen kaum, da Du dort selbst wenig falsch machen kannst, z. B. bei der Hormonspirale.

Ebenso kannst Du Verhütungsmethoden kombinieren, um die Sicherheit zu erhöhen. Hast Du vielleicht schon mal von der symptothermalen Methode gehört? Sie gehört zu den Methoden der hormonfreien Verhütung. Bei der Symptothermalmethode werden die Temperaturmethode und die Zervixschleimmethode, auch bekannt als Billingsmethode, kombiniert.1 Durch die Auswertung zweier Eisprung-Symptome – das sind Körpersymptome, die Rückschlüsse auf den Eisprung zulassen – steigt die Sicherheit und der Pearl-Index wird kleiner.

Die Auswertung zweier Eisprung-Symptome klingt im ersten Moment nach viel Aufwand. Ein Basalthermometer mit Zyklus-App kann für Frauen aber eine große Erleichterung sein. Beispielsweise kannst Du mit der mySense-App alle Daten tracken und Deine Basaltemperatur per Bluetooth übertragen. Ein zweites Symptom wie den Zervixschleim oder das Ergebnis eines LH-Tests kann ebenfalls abgetragen werden. Den Rest übernimmt die App und Du musst nur noch Deinen tagesaktuellen Fruchtbarkeitsstatus ablesen.

cyclotest mySense wertet die Eisprung-Symptome aus.

Kritik am Pearl-Index

Der Pearl-Index ist zwar ein beliebte Vergleichskennzahl, steht jedoch häufig in der Kritik. Oft liegen den Berechnungen grobe Vereinfachungen zugrunde und werden in der Literatur unterschiedlich angegeben, da keine einheitlichen Grundlagen vorliegen. Anhand folgender Beispiele kannst Du erkennen, welche wichtigen Faktoren bei der Berechnung nicht berücksichtigt werden5:

  • Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs: Bei häufigerem Geschlechtsverkehr in einem Jahr steigt auch die Wahrscheinlichkeit einer ungeplanten Befruchtung.
  • Größe der Stichprobe: Auch hier ist keine feste Stichprobengröße vorgeschrieben. Je größer die Gruppe ist, desto exakter ist auch das Ergebnis.
  • Alter und Fruchtbarkeit der Frau
  • Dauer der Studie: Je länger eine Verhütungsmethode angewendet wird, desto sicherer werden die Verwender:innen und das Schwangerschaftsrisiko sinkt. Bei kurzen Studien kommt es aufgrund von häufigeren Anwendungsfehlern vermehrt zu ungeplanten Schwangerschaften.
  • Anwendungsfehler oder methodische Schwäche: Erst bei Eintritt einer ungeplanten Schwangerschaft wird unterschieden, wie diese zustande kam.
  • Keine Schwangerschaft: Kommt es nicht zu einer Schwangerschaft wird automatisch angenommen, dass die Methode richtig angewendet wurde.
  • Auswirkungen nach Beendigung von hormonellen Verhütungsmitteln: Wie bekannt ist, kann beispielsweise der Effekt nach Absetzen der Pille noch einen gewissen Zeitraum wirken
  • Körpergewicht: Das Körpergewicht verändert bei übergewichtigen Frauen den Hormonstoffwechsel.

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Pearl-Index: Kondom und Co. – Welche Verhütungsmethode ist die sicherste?

Verhütungsmethoden lassen sich in unterschiedliche Kategorien einteilen. So unterscheidet man im Allgemeinen zwischen hormonfreien, hormonellen und mechanischen Methoden. Im Folgenden sind alle Verhütungsmethoden aufgelistet und mit einem Pearl-Index versehen. Wie oben beschrieben, können sich die Werte von Literatur zu Literatur unterscheiden. Um eine Vergleichbarkeit zu schaffen, beschränken wir uns auf eine Quelle. 4

Natürliche Methoden

Verhütungsmethode Pearl-Index Implementation/
Benutzeraktion
Dauer des Verhütungsschutzes
Basaltemperaturmethode 1-3 Tägliches Messen Solange gemessen wird
Billings-Methode (Zervixschleimmethode) 15-32 Tägliches Auswerten Solange ausgewertet wird
Symptothermale Methode 0,3 Tägliches Auswerten Solange ausgewertet wird
Verhütung durch Stillen (Laktationsamenorrhö-Methode (LAM)) 26 Regelmäßiges Stillen Nur wenige Monate, wenn Voraussetzungen stimmen
Coitus Interruptus 8-38  – Unsicher
Kalendermethode (Knaus-Ogino-Methode) 15-40 Zykluslänge notieren Unsicher
Keine Verhütung > 80  – Nicht vorhanden

Barriereverhütungsmethoden – Mechanische und chemische Methoden

Verhütungsmethode Pearl-Index Implementation/
Benutzeraktion
Dauer des Verhütungsschutzes
Kupferhaltige Verhütung (Kupferspirale, -kette, -perlenball) 0,9-3 Implementation durch Facharzt Zwischen 3-5 Jahren
Kondom für den Mann 4-5 Beim Geschlechtsverkehr Bei Anwendung
Kondom für die Frau 5-10 Beim Geschlechtsverkehr Bei Anwendung
Diaphragma mit Spermizid 2-4 Beim Geschlechtsverkehr Bei Anwendung
Portiokappe 6 Beim Geschlechtsverkehr Bei Anwendung
FemCap (LEA contraceptivum) mit Spermizid 2,2-2,9 Beim Geschlechtsverkehr Bei Anwendung
Verhütungsgel (Spermizide) 3-21 Beim Geschlechtsverkehr Bei Anwendung

Hormonelle Methoden

Verhütungsmethode Pearl-Index Implementation/
Benutzeraktion
Dauer des Verhütungsschutzes
Mikropille (Gestagen-Östrogen-Pille bzw. Kombinationspille) 0,1-1,0 21-tägige Einnahme, 7 Tage Pause Während der Einnahme
Minipille (reine Gestagen-Pille) 0,5-3 21-tägige Einnahme, 7 Tage Pause Während der Einnahme
Hormonspirale (Levonorgestrelhaltiges Intrauterinsystem (IUS)) 0,16 Implementation durch Facharzt Zwischen 3 – 5 Jahren
Hormonimplantat (Hormonstäbchen) 0-0,08 Implementation durch Facharzt Bis zu 3 Jahre
Dreimonatsspritze (Depot-Gestagene) 0,3-1,4 Spritze durch Facharzt 3 Monate
Vaginalring (Verhütungsring) 0,65 Wechsel nach 3 Wochen Solange eingesetzt ist
Verhütungspflaster (Transdermale Kontrarezeption) 0,9 Wechsel nach 1 Woche Solange angewendet wird
Sterilisation Mann (Vasektomie) 0,1 Operativer Eingriff durch Facharzt dauerhaft
Sterilisation Frau (Laparoskopische Sterilisation) 0,06-0,4 Operativer Eingriff durch Facharzt dauerhaft

Alternative zum PI: Life-Table Analysis

Aufgrund der Kritik am Pearl-Index lohnt sich ein Blick auf andere Analysen oder Tests. Als Alternative zum Pearl-Index gibt es die sogenannte Life-Table-Analysis. Die 12-Monats-Werte dieser Analyse können mit den Werten des Pearl-Indexes verglichen werden. Für jeden einzelnen Anwendungsmonat werden alle Paare zusammengefasst, welche dieselbe Verhütungsmethode angewendet haben.2

Durch diese Analyse werden zeitabhängige Fehler ausgeschlossen. Liegt eine nachweisliche Unfruchtbarkeit der Paare vor, werden sie direkt von der Studie ausgeschlossen. Ebenso werden in der Studie Paare analysiert, die bereits Erfahrungen mit der jeweiligen Verhütungsmethode haben.7 Somit erhöht sich die Anwendersicherheit.

cyclotest myWay zur Verhütung oder bei Kinderwunsch

Was andere Frauen über den Pearl-Index wissen wollen

Wie sicher ist der Pearl-Index beim Kondom?

Wie sicher das Kondom im Vergleich zu anderen mechanischen Verhütungsmethoden ist, kannst Du in unserer Tabelle sehen. Wie bei den meisten Verhütungsmethoden unterscheidet sich der Pearl-Index im Blick auf Anwender- und Methodensicherheit.

Was sagt der Pearl-Index aus?

Der Pearl-Index gibt die Sicherheit einer Verhütungsmethode in Form einer Kennzahl an. Es wird dabei berechnet, wie viele Frauen in einem bestimmten Zeitraum, unter Anwendung einer bestimmten Verhütungsmethode, schwanger geworden sind. Warum diese Berechnung einige Schwächen aufzeigt, erfährst Du hier.

Wie berechnet man den Pearl-Index?

Der Pearl-Index berechnet, wie viele ungeplante Schwangerschaften in einem Jahr bei 100 Frauen unter Verwendung der untersuchten Methoden eingetreten sind. Er stellt somit die Versagerquote dar. Die genaue Formel zur Berechnung findest Du hier.

Quellen:

HILFE