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Die natürliche Verhütung stellt eine zuverlässige Alternative dar.
Hormonfreie Verhütung umfasst alle Verhütungsmethoden und Verhütungsmittel, die ohne Hormone oder Eingriffe in den Körper auskommen. Die Besonderheit der Verhütung ohne Hormone ist, dass sie frei von Nebenwirkungen ist.

Vielleicht suchst Du schon länger nach einem optimalen Empfängnisschutz für Dich und Deinen Partner und bist mit keiner Lösung so richtig zufrieden. Pille, Dreimonatsspritze, Hormonimplantat, Verhütungspflaster usw. bringen Deinen Hormonhaushalt durcheinander. Sterilisation kommt nicht infrage, da Du vielleicht später noch eine Schwangerschaft planst und Ihr eine Familie gründen möchtet.

In all diesen Fällen kann die hormonfreie Verhütung die Lösung für Euch sein.

Wie verhüten ohne Hormone?

Aber was heißt es, hormonfrei zu verhüten? Welche Methoden gibt es und was muss ich alles beachten? Wie sicher ist sie? Eindeutig ist: Der Trend geht klar in Richtung natürlich verhüten. Denn hier gibt es keine Eingriffe in die natürlichen Körpervorgänge und den Hormonhaushalt.

Die hormonfreie Verhütung ist eine gute Alternative zur Pille.

Hormonfreie Verhütung als Alternative zur Pille | Foto: © cyclotest

Natürliche Verhütung mit der Natürlichen Familienplanung

Der Vergleich der Verhütungsmethoden zeigt, dass neben Verhütungsmitteln mit Hormonen auch Methoden der natürlichen Verhütung zur Verfügung stehen. Hier findest Du einen guten Überblick über Verhütung ohne Hormone, die den Empfängnisschutz ohne Verwendung von Chemie oder Hormonen umfasst.

Die sicherste Methode ist dabei die symptothermale Methode. Bei dieser Methode kombinierst Du die Messung Deiner Basaltemperatur mit der Auswertung von Zervixschleim bzw. Muttermund. Die Körpertemperatur und die Flüssigkeit aus der Scheide. Diese sind Indikatoren für den Zeitpunkt Deines Eisprungs und Deiner Fruchtbarkeit. Je nach Fruchtbarkeitsstatus kannst Du entweder unbeschwerten Geschlechtsverkehr mit Deinem Partner haben oder beispielsweise Kondome anwenden.

Die Symptothermalmethode ist dabei eine Methode der Natürlichen Familienplanung, auch NFP genannt. Eine weitere Methode davon ist die Temperaturmethode, bei der nur die Temperatur und nicht beispielsweise zusätzlich der Schleim ausgewertet wird.1

cyclotest mySense ist die Alternative für die natürliche Verhütung.

Wie funktioniert natürlich Verhüten?

Zunächst einmal musst Du die Pille absetzen oder ein anderes hormonelles Verhütungsmittel. Denn nur ein natürlicher Monatszyklus weist einen natürlichen Hormonverlauf auf, der ausgewertet werden kann.

Grundlage der natürlichen Verhütung ist es, Deine fruchtbaren Tage festzustellen. Das ist gar nicht so schwierig, wenn man weiß, dass sich diese Phasen durch bestimmte Anzeichen erkennen lassen.

Wenn Du natürlich verhüten möchtest, reicht es aus, wenn Du weißt, an welchen Tagen ein Schwangerschaftsrisiko besteht – so kannst Du auf einen Blick erkennen, an welchen Tagen Du unbeschwerten Sex mit Deinem Partner haben kannst. Du erkennst ebenfalls, wann eine Schwangerschaft möglich ist und Du ggf. auf Barrieremethoden zurückgreifen musst.

Wichtig ist dabei, die empfängnisrelevanten Tage genau zu bestimmen. Das alles kann die natürliche Verhütung leisten! Dabei sind die unfruchtbaren Tage nach dem Eisprungtag sehr sicher zu bestimmen.

Diejenigen davor sollten idealerweise mit mehreren Körpersignalen bestimmt werden, damit man nicht zu jenen gehört, die denken: „Schwanger während der Periode – geht eh nicht!“ Denn das ist ein Irrtum.

Natürliche Verhütung – ist das nicht etwas, was man erst kompliziert und umständlich lernen muss? Nein. Du musst Dir zwar etwas Wissen aneignen, aber kompliziert und umständlich ist das natürliche Verhüten nicht – eher natürlich und zyklisch.

Mit cyclotest myWay ist eine hormonfreie Verhütung möglich.

Video: Hormonfreie Verhütung mit cyclotest

Hormonfreie Hilfsmittel

Die meisten Methoden der hormonfreien Verhütung erfordern nur wenige Hilfsmittel. Wichtig für die Erfassung der Aufwachtemperatur ist ein geeignetes Basalthermometer.

Für die Beobachtung und Analyse des Zervixschleims zur Anwendung der symptothermalen Methode sind keine Mittel notwendig.

Technische Geräte, wie eine effektive App oder ein Minicomputer, können die Auswertung und damit die Berechnung der monatlichen Fruchtbarkeitsphase erleichtern.

Hormonfrei verhüten mit Verhütungs-Apps

Für die natürliche Verhütung, genauer gesagt zum Messen der Basaltemperatur, ist ein entsprechend genaues analoges oder digitales Thermometermessgerät mit 2 Nachkommastellen erforderlich. Die gemessene Temperatur kann dann beispielsweise in ein Zyklusblatt eingetragen werden. Der ungefähre Zeitpunkt des Eisprungs kann dann mithilfe von bestimmten Regeln ausgewertet werden.

Einfacher und komfortabler funktioniert die natürliche Verhütung mit einer zertifizierten Verhütungs-App. Diese übernimmt die Auswertung der fruchtbaren Phase. Um die Sicherheit für die Verhütung zu erhöhen, sollten mindestens 2 Eisprungsignale in die Fruchtbarkeitsanalyse einbezogen werden.

cyclotest mySense ist ein Bluetooth-Basalthermometer der neuesten Generation. Es misst sehr schnell und überträgt die Temperaturwerte per Bluetooth an die gleichnamige App. Die cyclotest mySense App ist für die Verhütung zugelassen und wertet auf Basis der Regeln der symptothermalen Methode aus.

  • Mache cyclotest mySense zu Deinem Zyklusbegleiter!
  • Miss morgens vor dem Aufstehen Deine Temperatur – der Temperaturwert wird automatisch übertragen.
  • Schau, was die App Dir anzeigt: Heute fruchtbar oder unfruchtbar?

Hormonfrei verhüten mit cyclotest mySense.

Hormonfrei verhüten mit cyclotest mySense | Grafik: © cyclotest

CYCLOTEST MYSENSE

Hormonfreie Verhütung mit Computer

Auch Minicomputer können bei der natürlichen Verhütung unterstützen. Die kleinen praktischen Helfer nehmen Dir ebenfalls den Aufwand ab. Verhütungscomputer weisen ein integriertes Basalthermometer auf und übernehmen die Auswertung.

Kennst Du cyclotest myWay? Es ist ein Minicomputer, der Dich bei der Temperaturmessung und Auswertung der Daten unterstützt. Die Eingabe weiterer Zyklusmerkmale ist kinderleicht, selbst wenn Du kein Technikfreak bist.

Gerade für Frauen, die als Anfängerinnen bei der natürlichen Verhütung noch unsicher sind, ist ein Verhütungscomputer sehr gut geeignet, da er die wesentlichen Zyklusdaten über die morgendliche Temperaturmessung automatisch erfasst.

Natürlich Verhüten ist mit Computer oder Thermometer möglich.

Natürlich Verhüten mit Computer oder Thermometer | © cyclotest

Kupferspirale & Co. als Alternative zur Pille

Die Kupferspirale (eine hormonfreie Spirale bzw. Intrauterinpessar) oder auch der Kupferball (auch Kupferperlenball genannt) sind zwar unterschiedlich gebaut, aber in ihrem Wirkprinzip gleich:

Wirkung der Kupferspirale

Diese Spirale bzw. der Kupferball basiert auf der Wirkung der Kupferionen im Kupfer, welche Spermien und ihre Beweglichkeit hemmen und somit von der Gebärmutter und der Eizelle fernhalten. Sollte es trotz Spirale dennoch zu einer Befruchtung der Eizelle kommen, so wird die Einnistung in der Gebärmutter durch diese Verhütungsmethode extrem erschwert.

Das Risiko eines Anwendungsfehlers entfällt, da diese Produkte von einem Arzt oder Gynäkologen in der Gebärmutterwand eingesetzt werden müssen.

Kupferkette: Wirkweise & Kosten

Das geringe Risiko eines Anwendungsfehlers gilt natürlich auch für die Kupferkette. Sie besteht aus einem Nylonfaden, auf dem Kupferperlen aufgereiht sind. Die Kupferkette zählt gleichfalls zu den Intrauterinpessaren und wird vom Arzt im Gebärmuttermuskel der Gebärmutterwand verankert.

Zu den Nachteilen der Kupferkette zählt u. U. die Gefahr der Durchstoßung der Gebärmutter. Außerdem ist es möglich, dass es zu Ausstoßungen oder Blutungen kommt. Die Spirale wird auch nicht bei starken Menstruationsbeschwerden empfohlen.

Die Einlage selbst dauert auch keine Stunden, sondern ist in etwa 5 Minuten erledigt. Bei einer Unverträglichkeit oder Allergie gegenüber Kupfer kann die Kupferkette allerdings nicht verwendet werden.

Die Kosten einer Kupferkette und ihrer Einlage belaufen sich auf 180 €–420 €; diese Kosten sind dann allerdings nur ca. alle 5 Jahre fällig. Sie wirkt ab dem Einsetzen als Schutz.

Die Kupferspirale zählt zur hormonfreien Verhütung.

Kupferspirale als hormonfreie Verhütung | © cyclotest

Hormonfreie Verhütung: Barrieremittel

Zu den Barriereverhütungsmitteln fällt vielen vor allem das Kondom ein. Das Kondom dürfte auch das am weitesten verbreitete sein. Aber es gibt natürlich auch das Frauenkondom sowie das Diaphragma (mit Verhütungsgel/Spermizid) und die Portiokappe (mit Gel/Spermizid), die eine künstliche Barriere bilden.

Das Frauenkondom ist ähnlich einem Kondom und wird in der Scheide platziert. Damit verhindert dieses Kondom, dass Spermien in die Gebärmutter gelangen.

Das Diaphragma und die Portiokappe müssen vor bzw. auf dem Muttermund platziert und zusammen mit einem Spermizid verwendet werden. Das Spermizid ist ein Gel, das die Spermien hemmt, um eine ausreichende Sicherheit zu erhalten. Die Anwendung eines Diaphragmas bzw. der Kappe erfordert etwas Übung, Anleitungen bekommt man aber beim Frauenarzt.

Kondome für Männer haben den großen Vorteil, dass sie auch vor zahlreichen Krankheiten und Infektionen schützen. Ihr Schutz vor Geschlechtskrankheiten ist ein großer Vorteil. Ihre Anwendung ist einfach und fast jederzeit möglich, es gibt sie in allen Größen und sie funktionieren auch in Kombination mit anderen hormonfreien Verhütungsmitteln. Der Pearl-Index ist akzeptabel.

Kondom und Diaphragma zählen zur hormonfreien Verhütung.

Kondom und Diaphragma als hormonfreie Verhütung | © cyclotest

Hormonfrei Verhüten – Alternative zur Pille?

Die hormonfreie Verhütung hat viele Vorteile vor allem im Vergleich zu Pille & Co. Sie erfordert zwar etwas Disziplin von der Frau, kann dafür aber ohne gesundheitliche Nachteile (wie beispielsweise der Pillenreport zeigt) vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen.

Hormonfrei verhüten: Einfach und ohne Nebenwirkungen

Natürlich muss man sich bei den natürlichen Methoden zunächst einmal mit der Temperaturmethode, der Billings-Methode und der symtothermalen Methode auseinandersetzen (Kalendermethode und Coitus interruptus zählen wir nicht dazu). Bald hat man aber den Dreh raus – und dann macht es sogar Spaß!

Aber die Nebenwirkungen der Pille sind nicht zu verleugnen. Die hormonfreie Verhütung bietet dazu eine sichere und Alternative, die nicht viel mehr Aufwand bereitet. Gleichzeitig hat sie nicht die Nachteile, die hormonelle Substanzen mit sich bringen.

Aber auch Kondom, Diaphragma & Co. sollte man nicht ohne Übung anwenden, auch wenn die Handhabung einfacher möglich ist. Zudem haben sie den Vorteil, dass sie quasi überall erhältlich sind und man keinen Besuch beim Frauenarzt benötigt.

Wichtig ist, dass man sich mit der gewählten hormonfreien Verhütung wohlfühlt – das gilt auch für den Partner. Wir haben nachfolgend einige wichtige Punkte für Dich zusammengestellt. Denn letztlich handelt es sich um eine ganz persönliche Entscheidung, die mitunter durch die Sensibilität für den eigenen Körper und die Beziehung zum Partner mitbestimmt wird.

Die Anforderungen sind individuell und ändern sich oftmals im Laufe der Jahre. In welchem Lebensabschnitt befinde ich mich? Wie intensiv möchte ich mich damit beschäftigen? Liegen bestimmte gesundheitliche Belastungen vor? Welcher Aufwand ist für mich möglich?

sicher, zuverlässig: 38 %


einfach, praktisch, bequem: 31 %


wenige Nebenwirkungen: 17 %

Gründe für die Wahl eines Verhütungsmittels. Basis: verhütende Bevölkerung von 18 bis 49 Jahren in Deutschland. Mehrfachnennungen möglich.2

Sicherheit der Verhütungsmittel ohne Hormone

Die natürliche Verhütung, vor allem die symptothermale Methode, erzielt gute Ergebnisse in puncto Sicherheit. Ihre Methodensicherheit liegt bei bis zu 99,7 % (Pearl-Index 0,3). Der Pearl-Index der Temperaturmethode liegt bei 1-3.5

Für wen ist die natürliche Verhütung?

Viele Frauen sind unsicher, wenn es um natürliche Verhütung geht: Ist beispielsweise die NFP-Verhütung für Frauen jedes Alters und in jeder Beziehungskonstellation geeignet? Wann kann ich unbeschwert Geschlechtsverkehr genießen?

Hormonfrei verhüten für Frauen, die auf ihre Gesundheit achten

Natürliche Verhütung ist in erster Linie sehr hilfreich für Frauen, die hormonfrei und ohne Eingriffe in ihren Körper Geschlechtsverkehr haben möchten, ohne Gefahr einer Schwangerschaft. Dazu zählen insbesondere Frauen, die mit der Pille oder mit anderen hormonellen Methoden wie dem Vaginalring, Hormonimplantat oder Hormonpflaster verhüten und erst während der Einnahme darauf stoßen, dass diese ungeeignet für sie ist. Sie können bedenkenlos zu natürlichen Empfängnisschutzmethoden wechseln.

Natürliche Verhütung ist aber auch für Frauen interessant, die eigentlich keine benötigen, da sie nicht in einer festen Partnerschaft leben. Dadurch lernen sie nicht nur ihren Zyklus und ihren Körper besser kennen, sondern sie entwickeln auch ein Bewusstsein für ihren Eisprung. Im Gegensatz zu hormonellen Alternativen kann auf diese Art und Weise bedarfsgerecht verhütet werden, ohne dass Nebenwirkungen wie beispielsweise Stimmungsschwankungen auftreten.

Auch für die Verhütung nach der Geburt kann die hormonfreie Variante ideal sein. Sie hat keine negativen Auswirkungen auf den Körper bzw. die Muttermilch.

Hormonfreie Verhütung für junge Frauen

Und wie sieht es bei Teenager und junge Frauen aus? Entgegen dem Vorurteil, dass Teenager zu jung und zu unerfahren für natürliche Verhütung seien, sollten diese selbstverständlich Erfahrungen mit dieser Methode sammeln – denn nur durch die Anwendung erlernt man diese Methode und erhält ein besseres Verständnis für das, was im eigenen Körper passiert.

Welche hormonfreien Verhütungsmethoden für Teenager?

Möglich sind natürlich Präservative. Schließlich noch die Spirale mit Kupfer oder die Kupferkette (bsp. Gynefix), die vom Arzt in die Gebärmutter eingelegt werden muss und verhindert, dass Spermien aufsteigen und sich befruchtete Eizellen einnisten.

Bei jungen Frauen, deren Zyklus bereits regelmäßig ist, kann sich auch die symptothermale Methode zum Verhüten bei Teenagern eignen. Allerdings muss man sich hier eine regelmäßige, sorgfältige und ausdauernde Beobachtung der eigenen Körpersignale zutrauen und durchführen. Zu beachten ist außerdem, dass sie nicht vor übertragbaren Krankheiten schützt.

Technische Hilfsmittel, beispielsweise Verhütungscomputer oder Verhütungs-Apps, können Anfängerinnen unterstützen. Diese übernehmen die automatische Speicherung und Auswertung der Daten.

Hormonfreie Verhütungssicherheit für junge Frauen

Die Symptothermalmethode liegt in puncto Pearl-Index ganz vorne. Aber was sagt eine „echte“ Mutter darüber? Wir haben Sanara Brooks gefragt, eine Bloggerin über die natürliche Verhütung. Sie hat eine Tochter und hat sich die Frage bereits gestellt:

„Viele Mütter streben für ihre heranwachsende Tochter eine sichere Verhütungsform an, in aller Regel die Antibabypille. In den meisten Fällen muss man das eigene Kind nicht dazu überreden. Schließlich möchten junge Mädchen in dem Alter selbst noch nicht Mami werden. Wird die Pille gut vertragen, ist damit auch alles gut.

Aber was tun, wenn das nicht der Fall ist? Obwohl sich so manches Mädchen mit der Verhütungspille körperlich schlecht und/oder seelisch durcheinander fühlt, wird sie aus Furcht vor einer Schwangerschaft weiterhin eingenommen. Ein Dilemma!

Viele Eltern bedenken auch nicht die Tatsache, dass ein hormoneller Eingriff in den Körper durchaus nicht harmlos ist. Was das Pillenmedikament den Mädchen außerdem nimmt, ist das Kennenlernen ihrer Weiblichkeit und der Sexualität. Für manche Mädchen mag es sinnvoller sein, ihnen beizubringen, die eigenen Körpersignale zu deuten und im Einklang mit ihrem Monatszyklus zu leben, anstatt mit Hormonen in einen wesentlichen Teil der Pubertät einzugreifen. Damit erzieht man sie auch zu mehr Selbstbestimmtheit.

Empfängnisschutz für junge Frauen – Gibt es eine Alternative?

Als Mutter komme ich nicht umhin, mir im Vorfeld so meine Gedanken zu machen. Probleme mit dem Empfängnisschutz hatte ich selbst bei weitem genug. Ich frage mich, was würde ich meinem Kind empfehlen?

Würde ich tatsächlich so weit gehen, ihr zur hormonfreien Verhütung raten? – „Ja, wenn Disziplin und Reife vorhanden ist.“

Die Frage nach der Verhütung für Teenager stellt sich jede Mutter.

Welche Verhütung für Teenager?

Vorteile der hormonfreien Verhütung

  • Hast Du Interesse daran, Deinen Körper besser kennenzulernen?
    Dies ist ein wichtiger Punkt, wenn Du Dich für den natürlichen Empfängnisschutz interessierst. Damit er funktioniert, musst Du lernen, die Signale Deines Körpers wahrzunehmen und richtig zu deuten. Mit etwas Übung ist das nicht schwer. Apps oder Minicomputer können Dich hierbei unterstützen, da sie die anfallenden Daten automatisch erfassen und auswerten.
  • Hast Du Probleme mit den Nebenwirkungen der Minipille oder Antibabypille?
    Trägst Du Dich aus gesundheitlichen Gründen mit dem Gedanken, die Pille oder eine andere hormonelle Methode abzusetzen? In diesem Fall solltest Du einmal ausprobieren, natürlich zu verhüten – es kann Dir helfen, wieder zu einem natürlichen Zyklus zurückzukehren.
  • Du möchtest ein Kind, aber nicht jetzt, sondern später?
    Die natürliche Verhütung beeinflusst weder Deine Fruchtbarkeit noch Deinen Zyklus. Du kannst sie ausüben, so lange Du möchtest – und wenn Du ein Kind möchtest, kannst Du mit dieser Methode einfach umswitchen und im nächsten Zyklus versuchen, eine Befruchtung der Eizelle zu erreichen. Die Chance auf eine Schwangerschaft lässt sich übrigens deutlich verbessern, wenn die empfängnisrelevanten Tage bekannt sind und genutzt werden.3 Und alle Informationen rund um Deinen Körper, die Du vorher schon gesammelt hast, können Dir bei Deinem Kinderwunsch zugute kommen.
  • Du sehnst Dich nach mehr Natürlichkeit?
    Wenn Euch Hormone, Kondome, Diaphragma, Kupferspirale und andere Methoden stören, kann die natürliche Verhütung ein Gewinn für Eure Partnerschaft sein.Du musst weder Hormone oder die Pille bzw. die Minipille einnehmen, noch musst Du Dir irgendeinen Fremdkörper wie beispielsweise die Hormonspirale oder die Kupferspirale einsetzen lassen.
  • Du möchtest mehr Freiheit?
    Wenn Du Dich in der Zyklusphase befindest, in der eine Empfängnis gar nicht möglich ist, musst Du Dich um nichts weiter kümmern – hier hast Du durch die Natur einen Schutz vor Befruchtung. Das eröffnet neue Freiheiten für Deine Sexualität: Ihr benötigt kein Kondom und Du kannst an den empfängnisunrelevanten Tagen spontan Sex haben – und Dir sicher sein, dass nichts passiert. Aber Achtung: Schütze Dich ggf. vor Geschlechtskrankheiten und Infektionen!
  • Du möchtest keine dauerhaften Kosten?
    Der große Vorteil: Durch einen Zykluscomputer oder eine App entstehen (oft) nur einmalige Kosten, aber dauerhafter Schutz. So erreicht der Pearl-Index der symptothermalen Methode, auf der cyclotest mySense basiert, einen Wert von 0,3.5
  • Soll auch Dein Partner Verantwortung übernehmen?
    Was sich wie eine Einschränkung anhört, kann den Sex aber durchaus bereichern und die Partnerschaft vertiefen. Die natürliche Verhütung kann auch geeignet sein, die Partnerschaft zu stärken und zu intensivieren, da dabei der Mann auch Verantwortung übernehmen kann, z. B. während der kurzen Phase im Monat mit Schwangerschaftswahrscheinlichkeit. Er kann außerdem mit eventuellen Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen oder sexueller Unlust viel besser umgehen als zuvor, wenn er sich mit den Ursachen beschäftigt.

Wann ist natürliche Verhütung nicht zu empfehlen?

  • Hohe Reisetätigkeit
    Wenn Du oft und viel auf Reisen bist, möglicherweise mit Zeitzonenwechseln und Jetlag, kann diese Methode nicht zuverlässig angewendet werden, da dies auch die Körpertemperatur beeinflusst. Eine gewisse Regelmäßigkeit und Disziplin, was das Schlafverhalten angeht, ist essentiell, um die Eisprungsignale richtig zu interpretieren.
  • Wechselnde Früh-/Spät-/Nachtschicht
    Wenn Du eine Arbeit mit wechselnder Früh-/Spät- und Nachtschicht hast, ist die natürliche Verhütung nicht zu empfehlen.
  • Sehr unregelmäßiger Zyklus
    Die wenigsten Frauen haben einen Zyklusverlauf in der Form, dass bestimmte Ereignisse immer zur exakt gleichen Zeit stattfinden. Wir sind ja schließlich keine Maschinen! Bei einem sehr unregelmäßigen Zyklus mit extremen Schwankungen in der fruchtbaren Phase könnte die Anwendung einer natürlichen Methode, selbst die der symptothermalen, nur bedingt möglich sein. Dann sollte zunächst auf eine andere Alternative zurückgegriffen und geklärt werden, ob die Möglichkeit besteht, dass bestimmte Krankheiten die Ursache sind.

Quellen:
1 Malteser Arbeitsgruppe Natürliche Familienplanung (Hrsg.): Natürlich und sicher. Das Praxisbuch. 18. Auflage. Stuttgart 2011.
2 Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.): Verhütungsverhalten Erwachsener. Ergebnisse der Repräsentativbefragung. Köln 2011.
3 Gnoth, C. et al.: Time to pregnancy: results of the German prospective study and impact on the management of infertility. Human Reproduction 18: 1959–66. 2003.
4 Raith-Paula, E. et al.: Natürliche Familienplanung heute. Modernes Zykluswissen für Beratung und Anwendung. 5. Auflage. Heidelberg 2013.
5 Diedrich, K. et al.: Gynäkologie und Geburtshilfe. 2. Auflage, S. 126. Heidelberg 2007.

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