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Auf dem Verhütungscomputer cyclotest myWay sind die Daten sicher.

Verhütungscomputer – Was ist das?


Verhütungscomputer sind Minicomputer, die zur Empfängnisverhütung eingesetzt werden. Der Verhütungscomputer ermittelt die fruchtbaren Tage – je nach Modell – anhand bestimmter Körperanzeichen. Wichtig ist bei einem Verhütungscomputer die Einfachheit der Anwendung sowie die Sicherheit vor einer ungewollten Schwangerschaft.

Der Verhütungscomputer von cyclotest.

Natürlich verhütet ein Verhütungscomputer nicht im eigentlichen Sinne, sondern er unterstützt bei der Verhütung. (Allein schon die Vorstellung wäre ulkig.) Es gibt hierbei verschiedene Verfahren: Manche Modelle messen nur den Hormonwert, andere die Basaltemperatur oder zusätzlich noch ein zweites Körperanzeichen. Die Daten werden automatisch aufgezeichnet und ausgewertet. Verhütungscomputer sind Zykluscomputer, deren primäres Ziel allerdings das Verhüten ist. Zykluscomputer können ebenfalls für den Babywunsch eingesetzt werden. Manche auf dem Markt erhältliche Computer dienen nur diesem Zweck.

Wie funktioniert ein Verhütungscomputer?

Verhütungscomputer sind ein praktisches Hilfsmittel für die natürliche Verhütung. Diese funktioniert ganz ohne Eingriff in den natürlichen Rhythmus der Frau. Im Vergleich zu hormonellen Verhütungsmitteln wie beispielsweise der Pille oder der Hormonspirale werden Zyklen durch einen Verhütungscomputer nicht beeinflusst. Zyklusspezifische Ereignisse, die eine Befruchtung ermöglichen, werden nicht unterdrückt oder verändert. Im Gegenteil: Die körpereigenen Vorgänge werden einfach nur mit dem Ziel beobachtet, den eigenen Fruchtbarkeitsstatus ermitteln zu können. Es wird Dir dann angezeigt, ob Du Dich gerade in der unfruchtbaren oder der fruchtbaren Phase befindest. Dadurch weißt Du, dass Du entweder ungeschützten Sex haben kannst oder ein weiteres Verhütungsmittel verwenden solltest, z. B. ein Kondom.1

Verhütungscomputer lassen sich in der Regel einfach und intuitiv bedienen. Es existieren verschiedene Modelle, bei denen alle Funktionen schnell und einfach zu erreichen sind. Es wird nichts weiter benötigt: kein Stift oder Papier, kein Handy, keine App – einfach nichts! Er speichert die gemessenen Werte automatisch, es ist also auch kein Problem, wenn man morgens während des Messvorgangs noch einmal einschläft.

Es gibt verschiedene Modelle an Verhütungscomputern. Sie unterscheiden sich dahingehend, dass unterschiedliche Körperanzeichen herangezogen werden, um die fruchtbaren Tage zu bestimmen.

Hormoncomputer

Hormoncomputer messen die Sexualhormone LH und E3G im Morgenurin. Sie machen sich zunutze, dass bestimmte Hormone über den Urin ausgeschieden werden. Steigt die Hormonkonzentration, dient dies dem Computer als Zeichen dafür, dass der Eisprung ansteht und man fruchtbar ist. Neben den Kosten für das Gerät entstehen Folgekosten für die Teststäbchen.1

Diese Computer greifen nicht in Körpervorgänge ein, da sie lediglich die Sexualhormone im Urin messen. Hier unterscheidet sich der Verhütungscomputer beispielsweise von der Kupferspirale, die zwar ohne Hormone auskommt, aber einen deutlichen Eingriff in den Körper darstellt.

Zu den Hormoncomputern gehören der Clearblue und der ADVANCED Fertilitätsmonitor sowie Persona.

Temperaturcomputer

Basaltemperaturcomputer basieren auf der Temperaturmethode. Diese Computer haben ein integriertes Thermometer und übernehmen für Dich die automatische Speicherung und Auswertung der Daten.1

Der einzige Kontakt eines temperaturbasierten Verhütungscomputers zur Körperoberfläche entsteht während des Messvorgangs. Morgens vor dem Start in den Tag wird noch im Liegen die Aufwachtemperatur gemessen. Das Messinstrument in Form eines Messfühlers ist an den Verhütungscomputer angeschlossen. Die Messung dauert nicht lange und die Schleimhäute der Anwenderin kommen nur kurzzeitig mit dem Messfühler in Berührung.

Zu diesen Computern zählen Lady-Comp, Daysy und pearly.

Symptothermalcomputer bzw. Kombinationscomputer

Bei Symptothermalcomputern bzw. Kombinationscomputern können 2 Eisprunganzeichen analysiert werden. Dies ist zum einen entweder Temperatur und Zervixschleimkonsistenz oder Temperatur und Hormonkonzentration.

cyclotest myWay ist weder reiner Temperaturcomputer noch reiner Hormoncomputer. Der symptothermale Verhütungscomputer ist quasi ein Kombiprodukt: Basis ist die Messung der Basaltemperatur, zu der zusätzlich wie oben beschrieben noch ein weiteres Körpersymptom ausgewertet werden kann. Entscheidet man sich für die zusätzliche Anwendung von Ovulationstests, werden entsprechende Teststäbchen benötigt. Möchte man zusätzlich den Zervixschleim auswerten, so gibt man die Schleimqualität in den Computer ein.

Zu den Symptothermalcomputern bzw. Kombinationscomputern zählen cyclotest myWay und cyclotest 2 plus.

Wie sicher ist ein Verhütungscomputer?

Computer, die zur Verhütung verwendet werden, müssen gemäß der Medizinprodukterichtlinie zur Verhütung zugelassen und damit der Klasse IIb zugeordnet sein. Falls Du bei einem Modell, das als „Verhütungscomputer“ beworben wird, nicht sicher bist, frage einfach beim Hersteller nach.

Die Sicherheit eines Computers richtet sich darüber hinaus nach der Methode, die das Computermodell nutzt. Die Sicherheit eines Verhütungsmittels wird dabei mit dem Pearl Index (PI) ausgedrückt. Je höher der Wert, desto unsicherer der Schutz. Nicht nur bei Verhütungscomputern ist ein niedriger Pearl Index unverzichtbar, um nicht ungewollt schwanger zu werden.

Da Hormoncomputer den Eisprung erst erkennen, wenn er kurz bevorsteht, gelten diese Modelle als unsicher für die Verhütung. Der Hormoncomputer Persona erreicht 94 %, was einen Pearl Index von 6 entspricht (Herstellerangabe). Die Methodensicherheit der Basaltemperaturmethode liegt laut DGGG bei gleichzeitig richtiger Anwendung bei 1 – 3.2 Der Temperaturcomputer Daysy erreicht 99,3 %, was einem Pearl Index von 0,7 entspricht (Herstellerangabe).

Bei einem symptothermalen Verhütungscomputer kann darüber hinaus ein zweites Symptom ausgewertet werden, z. B. der Zervixschleim. Dementsprechend nennt sich diese Vorgehensweise dann symptothermale Methode. Laut DGGG weist die symptothermale Methode bei gleichzeitig richtiger Anwendung eine Methodensicherheit bzw. Zuverlässigkeit von bis zu 99,7 % auf, was einem Pearl Index von 0,3 entspricht.2

Verhütungscomputer cyclotest myWay

Der cyclotest myWay greift im Gegensatz zu hormonellen und anderen Methoden nicht in die natürlichen Körpervorgänge ein. Dieser Zykluscomputer zur Verhütung gehört daher zu den natürlichen Verhütungsmethoden. Da sich mit ihm zwei Körpersymptome auswerten lassen, verfügt diese Methode auch über eine höhere Sicherheit als viele andere natürliche Methoden.

Dadurch, dass der Verhütungscomputer im Vergleich beispielsweise zu Apps ein in sich geschlossenes System ist, ist der Datenschutz gewährleistet. Zusätzlich ist er im Gegensatz zu vielen anderen Verhütungscomputern und Apps ein Medizinprodukt nach der Richtlinie 93/42/EWG. Wer also Wert auf Sicherheit, Datenschutz und Zuverlässigkeit legt, kommt an cyclotest myWay nicht vorbei.

Vorteile des Verhütungscomputers

Unser Verhütungscomputer – und auch hier gilt: er verhütet nicht selbst! – ist im Prinzip ein Zykluscomputer, der zusätzlich ein zweites Merkmal auswerten kann. Das kann das luteinisierende Hormon (LH), gemessen per Ovulationstest, oder alternativ die Zervixschleimkonsistenz sein.

Die Vorteile des Verhütungscomputers cyclotest myWay auf einem Blick:

  • integrierter, biegsamer Messfühler
  • schnelle Messung: zwischen 60 und 90 Sekunden
  • einfache Anwendung durch Touchdisplay
  • kein Eingriff in das Zyklusgeschehen und die Periode
  • sicher bei korrekter Verwendung
  • nach der Anschaffung entstehen keine weiteren Kosten, wenn nur die Temperaturmessung oder die Kombination mit der Schleimauswertung angewendet wird
  • längerfristig günstiger als viele anderen Mittel zum Empfängnisschutz

Zusätzlich handelt es sich bei cyclotest myWay um ein Medizinprodukt, und genau dies stellt den wesentlichen Unterschied im Vergleich beispielsweise zu Zyklus-Apps dar, die in aller Regel keine Medizinprodukte sind.Zudem kann man sich selbst jederzeit alle Zyklusdaten anschauen, um die Auswertung nachzuvollziehen.

Für wen ist der Verhütungscomputer geeignet?

cyclotest Verhütungscomputer sind für alle Frauen geeignet, die sich mit ihrem Zyklus und ihrer Fruchtbarkeit auseinandersetzen möchten. Auch wenn ein Kinderwunsch irgendwann im Raum stehen könnte, hilft es, sich vorab mit dem eigenen Zyklusgeschehen zu beschäftigen.

Anfängerinnen erleichtert es den Einstieg in den hormonfreien Empfängnisschutz, da cyclotest myWay die Temperatur automatisch speichert und auswertet. Gleichzeitig liefert der Verhütungscomputer für „Profis“ alle Daten, sodass jederzeit die Auswertung nachvollzogen werden kann. Schließlich stellen Verhütungscomputer eine hormonfreie, aber sichere Alternative zu Pille & Co. dar und können sofort nach dem Absetzen der Hormone angewendet werden.

Quellen:
1 Raith-Paula, E. et al.: Natürliche Familienplanung heute. Modernes Zykluswissen für Beratung und Anwendung. 5. Auflage. Heidelberg 2013.
2 Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V.: Leitlinien, Empfehlungen, Stellungnahmen. 2004.


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Kommentare


Sandra 12. Mai 2017 um 16:26

Hallo, ich würde gern wissen, ob die Beschaffenheit des Zervixschleims in die Auswertung der fruchtbaren/unfruchtbaren Tage mit einfliesst oder ob nur die Basaltemperatur ausgewertet wird. Ich hatte in einem Interview von 2008 gelesen, das die Schleimqualität zwar vermerkt aber nicht ausgewertet wird. Vielen Dank im voraus.

Antworten

Diana 16. Mai 2017 um 9:01

Liebe Sandra,
der Verhütungscomputer cyclotest myWay wertet bei Eingabe auch die Schleimqualität aus.
Viele Grüße vom cyclotest Team

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