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Die Häufigkeit der einzelnen Zykluslänge

Wie regelmäßig ist die Zykluslänge?

Als Zykluslänge bezeichnet man den Zeitraum vom ersten Tag der Menstruation bis zum Tag vor dem Einsetzen der monatlichen Regelblutung. Die am häufigsten vorkommende Zykluslänge bei Frauen zwischen 19 und 45 Jahren beträgt 27 Tage.1

Zyklusdauer: 28-Tage-Mythos

Wer Erfahrungen mit der Pille gemacht hat, weiß, dass bei der Einnahme ein 28-Tage-Rhythmus vorgegeben wird. Aus diesem Grund ist die Auffassung des 28-Tage-Zyklus wohl auch sehr verbreitet. Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine natürliche Zyklusdauer, sondern um einen künstlich herbeigeführten, willkürlich gewählten Zeitraum.

Normale Zykluslänge

Die tatsächliche Zykluslänge weicht allerdings oft von diesem „Ideal“ ab. Voraussetzung ist natürlich, dass kein hormonelles Verhütungsmittel benutzt wird. Im Rahmen einer NFP-Studie mit über 35.000 Zyklen von etwa 1.600 Frauen wurde aufgezeigt, dass nur 13 % all dieser Menstruationszyklen genau 28 Tage lang waren.1 In der oberen Grafik kannst Du erkennen, wie stark die Länge zwischen der Regelblutung von Frau zu Frau schwanken kann. Zykluslängen von 25 bis 32 Tagen sind dabei am häufigsten vertreten. Die Grafik zeigt deutlich, dass laut der Studie der 27-Tage-Zyklus am häufigsten vorkommt.

Allgemein gilt: Zykluslängen zwischen 23 und 35 Tagen gelten als normal. Längere Zyklen kommen dabei statistisch häufiger vor als kürzere. Die Studie hat aufgedeckt, dass jeder 6. Zyklus 33 Tage oder länger dauert. Dementsprechend schwankt bei jeder Frau der Eisprung und damit die Zeit, in der sie schwanger werden kann.

Normale Schwankungen in der Zykluslänge

Es ist zudem vollkommen normal, dass nicht jeder Zyklus gleich lang ist. Deine Zykluslänge kann von Monat zu Monat schwanken und ist nicht starr. Es ist eher selten, dass aufeinanderfolgende Monatszyklen stets die gleiche Zyklusdauer haben.

Laut einer NFP-Studie mit 210 Frauen schwankte die Zyklusdauer bei 58 % der Frauen um 8 oder mehr Tage im Jahr.1 In der Studie wiesen nur 3,3 % der Frauen Zykluslängen auf, die lediglich um 3 oder weniger Tage abwichen. Bei den meisten Frauen, hier beinahe 23 % der Teilnehmerinnen, schwankte die Zykluslänge um 6–7 Tage. Bei vielen Frauen kommt es zudem zu einem „Ausreißer-Zyklus“, das heißt einem besonders langen Zyklus, der nicht zum Menstruationsrhythmus passt. Es gilt daher als regelmäßig, wenn Du eine Zyklusdauer von 25 Tagen hast, aber im gleichen Jahr ebenfalls einen mit 32 Tagen.2

Die Grafik zeigt die Schwankungen in der Zykluslänge.

Zykluslänge Schwankungen | Grafik: © cyclotest

Du siehst: Schwankungen in der Zykluslänge gehören zu einem gesunden Zyklus dazu. Falls Deine Zyklen allerdings dauerhaft kürzer als 23 oder länger als 35 Tage sind sowie um 8 Tage von Zyklus zu Zyklus schwanken, dann spricht man von einem unregelmäßigen Zyklus.

Die gesunden Schwankungen in der Länge zwischen der Regelblutung geben Dir zudem eine Erklärung, warum eine starre Einteilung in fruchtbare und unfruchtbare Tage nach dem Kalender nicht sinnvoll ist. Diese Einteilung kann nur von Frau zu Frau vorgenommen werden. Ein Zykluscomputer wertet Deinen Zyklus individuell aus und kann Deinen individuellen Eisprung erkennen.

Lerne Deine Zykluslänge kennen mit cyclotest myWay

Gerade wenn Du einen Kinderwunsch hast – oder bei der natürlichen Verhütung –, ist es wichtig, die Länge zwischen der Menstruation und Deine fruchtbaren Tage zu kennen. Möchtest Du Deinen Eisprung mit einem Ovulationstest näher eingrenzen, so ist das Wissen um die Zykluslänge wichtig für die richtige Anwendung.

Wie berechnest Du Deine durchschnittliche Zykluslänge?

Um festzustellen, ob Du unter einem unregelmäßigen Zyklus leidest, solltest Du zunächst Deine durchschnittliche Zykluslänge berechnen. Dazu dokumentierst Du über einen Zeitraum von 6 Monaten Deine Zykluslänge, indem Du Dir jeden Monat den ersten Tag Deiner Regelblutung notierst. Einfacher geht es mit dem Zykluscomputer cyclotest myWay, der Dir eine Zyklushistorie mit Deiner Zyklusdauer auf Knopfdruck ausgibt.

Nach den 6 Perioden berechnest Du Deine durchschnittliche Zyklusdauer, indem Du die Summe Deiner monatlichen Zykluslängen durch 6 teilst. Sicherlich wirst Du erkennen, dass die Zykluslänge keine starre Maßeinheit ist. Der Zyklus der Frau funktioniert nicht wie ein Uhrwerk und ist so individuell wie jede einzelne Frau.

Quellen:
1 Malteser Arbeitsgruppe NFP (Hrsg.): Natürlich und sicher. Das Praxisbuch. 18. Auflage. Stuttgart 2011.
2 Raith-Paula, E. et al.: Natürliche Familienplanung heute. Modernes Zykluswissen für Beratung und Anwendung. 5. Auflage. Heidelberg 2013.


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