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Schmierblutung

Schmierblutungen können verschiedene Ursachen haben. Gründe für eine Zwischenblutung können unter anderem die Ovulation oder die Pilleneinnahme sein. Ebenso kann eine Schmierblutung auch bei Zyklusstörungen auftreten. Charakteristisch für eine Zwischenblutung ist der meist bräunliche Ausfluss aus der Vagina. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um harmlose Zusatzblutungen vor und nach der eigentlichen Menstruation.

Unter Schmierblutung, auch Zwischenblutung oder Spotting genannt, leiden viele Frauen.

Wie erkenne ich Schmierblutungen?

So ziemlich jede Frau wird im Laufe ihres Lebens mit dem Thema Zwischenblutung konfrontiert. Eines vorweg: In den meisten Fällen ist diese harmlos. In welchen unterschiedlichen Ausprägungen Zwischenblutungen auftreten können, welche Ursachen dahinterstecken können und was Du bei Schmierblutungen tun kannst, erfährst Du in diesem Beitrag.

Schmierblutungen werden auch als „Spotting“ bezeichnet. Die Blutungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie über einen kürzeren Zeitraum als die Monatsblutung andauern. Üblich ist eine Dauer von 1 bis 3 Tagen im Menstruationszyklus. Die Farbe von Schmierblutungen ist meist bräunlich, kann aber auch rötlich oder rosa sein.

Die verschiedenen Arten von Schmierblutungen werden folgendermaßen differenziert:

  • Ovulationsblutung
    Die Schmierblutung tritt normalerweise für 1 bis 3 Tage in der Mitte des Zyklus auf. Sie tritt oftmals mit dem sogenannten Mittelschmerz auf. Die Farbe ist meist bräunlich. Diese Zwischenblutung ist allerdings sehr individuell und von Frau zu Frau verschieden.
  • Blutung vor der Periode
    Eine Schmierblutung in der Woche vor der Periode – am Ende der sogenannten Gelbkörper- oder Lutealphase – wird auch als prämenstruelles Spotting oder als Vorblutung bezeichnet. Sie gehört zu den häufigsten Blutungen außerhalb der Menstruation.
  • Blutung nach der Periode
    Schmierblutungen nach der Periode werden auch als postmenstruelle Blutungen oder Nachblutungen bezeichnet. Diese postmenstruellen Blutungen treten unmittelbar nach der Menstruation auf. Meist tritt die menstruelle Nachblutung 1 bis 3 Tage nach der Periode auf. Du erkennst sie, wenn das Blut leicht bräunlich ist.
  • Zwischenblutung während der Pilleneinnahme
    Zwischenblutungen können zu Beginn der Einnahme als eine der Nebenwirkungen der Pille auftreten. Diese sind in der Regel harmlos. Die meisten Frauen bemerken dabei nur eine leichte Schmierblutung. Meistens erscheinen Zwischenblutungen innerhalb der ersten drei Einnahmezyklen und sollten bei weiterer Anwendung wieder verschwinden.2 Sollten die Zwischenblutungen weiterhin andauern, sollte man einen Frauenarzt aufsuchen.
  • Schmierblutung während der Schwangerschaft
    Informationen zum Auftreten und den Ursachen von Blutungen in der Schwangerschaft haben wir Dir in einem extra Beitrag zusammengefasst. Dazu gehört beispielsweise die Einnistungsblutung, welche auftreten kann, wenn sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnistet.

Hinweis für alle cyclotest mySense- oder myWay-Anwenderinnen oder -Interessentinnen:

Die Periode sowie mögliche Schmierblutungen können mit cyclotest mySense und cyclotest myWay dokumentiert werden. Für den Arzt oder für Dich kann es hilfreich sein, wenn Du die Häufigkeit und Dauer dokumentierst.

Ist der Zyklus ein ewiges Rätsel?

Zwischenblutung: Ursachen und Diagnose

Die Ursachen einer Zwischenblutung können vielfältig sein.

Grundsätzlich werden die Gründe für eine Schmierblutung in 3 verschiedenen Kategorien aufgeteilt:

      • Hormonelle Ursachen
      • Organische Gründe
      • Mechanische Ursachen

Es muss jedoch beachtet werden, dass auch organische Ursachen aufgrund von Hormonstörungen auftreten können. Umgekehrt können hormonelle Gründe auch organische Ursachen haben. Somit ist es manchmal nicht eindeutig, in welche Kategorie einzelne Anzeichen einzuordnen sind.

Hormonelle Ursachen der Schmierblutung

In den meisten Fällen liegen hormonelle Gründe für die Zwischenblutung vor. Zu den hormonellen Ursachen gehören:

      • Gelbkörperschwäche
      • Geringe Östrogenkonzentration
      • Verzögerte Regeneration der Gebärmutterschleimhaut
      • Ovulationsblutung
      • Wechseljahre und Pubertät
      • Hormonelle Empfängnisverhütung
      • Hormonstörung

Liegen hormonelle Gründe für die Schmierblutung vor, kann der Arzt durch eine Blutanalyse den Hormonspiegel im Blut bestimmen und so zu einer Diagnose gelangen.

Ursache der Schmierblutung vor der Monatsblutung

Treten zyklusabhängige Schmierblutungen vor der Menstruation auf, kann dies auf eine Gelbkörperschwäche zurückzuführen sein.3 Diese Erkrankung als Ursache der Zwischenblutungen ist hormonell bedingt: Bist Du davon betroffen, kann das die Folge einer zu geringen Produktion des Gelbkörperhormons Progesteron während der zweiten Zyklushälfte sein.4

Typisch bei einer Gelbkörperschwäche sind eine verkürzte zweite Zyklushälfte und Zwischenblutungen in der zweiten Hälfte des Zyklus. Allerdings muss man hier beachten, dass diese Erkrankung auch organisch begründet sein kann. So kann der Auslöser auch eine Schilddrüsenerkrankung sein.

Zwischenblutung zum Zeitpunkt der Ovulation

Eine Zwischenblutung kann auch um den Eisprung herum auftreten. Hier spricht man dann von einer Ovulationsblutung oder auch Mittelblutung. Die Ursache der Ovulationsblutung ist nicht vollständig geklärt. Hierbei wird folgendes vermutet: Nach dem Eisprungtag kann es durch das Absinken des Östrogenspiegels bei gleichzeitiger Erhöhung der Konzentration des Progesteronspiegels zu einer Schmierblutung kommen.Bei der Ausstoßung der Eizelle während des Eisprungs können Blut oder andere Flüssigkeiten des Follikels abgesondert werden.

Es handelt sich bei der Mittelblutung also um eine leichte Hormonentzugsblutung. Falls Du auch von einer Ovulationsblutung betroffen bist, brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen. Die Blutung entsteht aufgrund des natürlichen Absinkens des Östrogens nach dem Eisprung.6

Mithilfe unseres Basalthermometers cyclotest mySense oder dem Zykluscomputer cyclotest myWay kann Dein Eisprung durch die minimale Veränderung der Temperatur festgestellt werden. Durch dieses Wissen lassen sich die Auslöser von Schmierblutungen leichter herausfinden.

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Wechseljahre & Pubertät als hormonelle Ursache

Der Hormonhaushalt während Pubertät und Wechseljahren ist enormen Umstellungen ausgesetzt. Das Ungleichgewicht an Hormonen kann zu Zwischenblutungen im Zyklus führen.Dabei ist zu differenzieren, dass Schmierblutungen in den Wechseljahren zyklusunabhängig sind.

Antibabypille als Ursache für Zwischenblutungen

Tritt eine Schmierblutung bei der Einnahme oraler Verhütungsmittel auf, spricht man auch von einer Durchbruchblutung. Beispielsweise kann eine Durchbruchblutung auftreten, wenn die Dosis des Östrogens der Pille zu niedrig eingestellt ist. Weiterhin kann sie auftreten, wenn ein reines Präparat mit Gestagenen verabreicht wird.

Nicht verwechseln sollte man Zwischenblutungen während der Pilleneinnahme mit der Abbruchblutung in der Einnahmepause. Die Abbruchblutung ist die Folge des Hormonentzugs von Östrogenen und/oder Progesteron. Von der normalen Regelblutung unterscheidet sich die Abbruchblutung durch einen schwächeren Blutungsverlauf.

Nach dem Absetzen der Pille & Co. kann es häufig zu Schmierblutungen kommen.7 Durch den abrupten Hormonentzug ist der körpereigene Hormonhaushalt noch unausgeglichen und benötigt Zeit, um sich zu regenerieren bzw. sich zu normalisieren.

Hierbei spielt das Östrogen eine ausschlaggebende Rolle, da die körpereigene Bildung dieses Hormons zum Zeitpunkt der Pilleneinnahme reduziert wird.7

Sollten sich Beschwerden einstellen oder die Blutungen nach langer Zeit nicht verschwinden, ist es zu empfehlen, dies ärztlich abklären zu lassen.

Auch nach dem Einsetzen der Kupferspirale kann eine leichte Schmierblutung einsetzen. Meistens verschwindet diese nach wenigen Tagen wieder. Ebenso kann es nach dem Entfernen der Hormonspirale zu Schmierblutungen kommen. Auch während der Einnahme treten, gerade zu Beginn, oft leicht Zwischenblutungen auf.

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Welche organischen Ursachen können Schmierblutungen haben?

Neben hormonelle Schwankungen existieren noch weitere Ursachen, die eine Zwischenblutung auslösen können. Beispielsweise können organische Erkrankungen wie Myome, Endometriose und Polypen dazu führen, dass es zu Schmierblutungen kommt.

Entzündungen der Eileiter und der Eierstöcke weisen neben Schmierblutungen auch starke Unterleibsschmerzen im Monatszyklus auf. Neben Entzündungen im Genitalbereich können noch Lebererkrankungen und Schilddrüsenprobleme zu Blutungen außerhalb der Menstruationsblutung führen.

Schmierblutung bei Myomen

Myome zählen zu den häufigsten organischen Ursachen der Zwischenblutungen.8 Myome verursachen bei 95 bis 98 Prozent Menstruationsbeschwerden, die insbesondere durch Zwischenblutungen gekennzeichnet sind. Die Wucherungen der Gebärmuttermuskelschicht führen bei Frauen im Alter zwischen 35 und 50 Jahren häufiger zu Zwischenblutungen.8

Zusatzblutungen und Endometriose

Liegt den Zwischenblutungen eine Endometriose zugrunde, ist die Ursache der Zwischenblutung ebenfalls organischer Natur. Sie geht oftmals mit Zyklusstörungen einher. Diese Krankheit ist eine der häufigsten Ursachen dysfunktioneller Blutungen im fertilen Alter einer Frau.9 Diese Blutungen werden als dysfunktional bezeichnet, weil sie in keinem Zusammenhang zur eigentlichen Regelblutung stehen.5 Die Gebärmutterschleimhaut wächst in diesem Fall außerhalb der Gebärmutter.

Mechanische Ursachen

Nicht nur hormonelle oder organische Ursachen können Zwischenblutungen auslösen. Verletzungen der Gebärmutterschleimhaut oder der Scheidenschleimhaut können zu Zwischenblutungen führen.

Zudem kann durch Geschlechtsverkehr die Schleimhaut gereizt werden, ein weiterer Auslöser für eine Schmierblutung. Man spricht in diesem Fall von einer Kontaktblutung.

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In der nachfolgenden Grafik haben wir Dir einen Steckbrief über die Zwischenblutung zusammengestellt, der kurz & knapp beantworten soll: Welche Ursachen haben die verschiedenen Arten von Schmierblutungen im weiblichen Zyklus?

Bei der Schmierblutung unterscheidet man zwischen verschiedenen Art aufgrund ihrer Ursache.

Art und Ursache einer Zwischenblutung

Was sollte ich bei Zwischenblutungen tun?

Bist Du von Schmierblutungen betroffen, ist das kein Grund, Panik zu bekommen. Mit gezielten Tipps wird es dir gelingen, besser damit umgehen zu können.

Was kannst Du selbst tun?

Hast Du das Gefühl, dass die Zwischenblutungen wiederholt in mehreren Zyklen auftreten oder kurz hintereinander auftauchen? Dann beobachte und notiere hierfür über einen längeren Zeitraum Deine Zwischenblutungen außerhalb Deiner Regelblutung. Danach solltest Du einen Arzt aufsuchen und Deine Beobachtungen mit ihm besprechen.

Bist Du von Schmierblutungen betroffen, die aufgrund mechanischer Reize aufgetreten sind, solltest Du diese im Auge behalten. Aber: Bei langanhaltenden oder häufig wiederkehrenden Blutungen einen Frauenarzt aufsuchen.

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Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Ob eine ärztliche Abklärung notwendig ist, richtet sich prinzipiell nach der Häufigkeit des Auftretens der Schmierblutungen.5 Treten Schmierblutungen einmalig auf, sind sie meistens nicht besorgniserregend. Treten kurzzeitige Zwischenblutungen auf, wird der Arzt – abhängig vom Alter – zunächst eine etwaige Schwangerschaft abklären. Danach sucht er nach organischen Ursachen im Bereich der Scheide, Gebärmutter und Eierstöcke sowie nach hormonellen Störungen, Stoffwechselstörungen oder psychosomatischen Faktoren.

Nachfolgend erfährst Du, wann ärztliche Konsultation ratsam ist:

      • die Zwischenblutungen treten hintereinander auf
      • die Zwischenblutung tritt nach Ende der Wechseljahre auf
      • die Blutungen sind außergewöhnlich stark oder langanhaltend
      • die Blutungen verursachen starke Schmerzen
      • die Schmierblutungen treten während der Schwangerschaft auf
      • die Zwischenblutungen führen ein Schwächegefühl oder Ohnmacht herbei

Neben harmlosen Ursachen können auch ernsthaften Krankheiten Zwischenblutungen begünstigen. Der Arzt wird meist eine Blutuntersuchung veranlassen. Im Labor wird die Blutprobe auf Entzündungsparameter, Tumormarker und Hormonwerte untersucht.5

Was andere Frauen zu diesem Thema interessiert

Eine Schmierblutung kann vor der eigentlichen Monatsblutung auftreten – wird auch als als Vorblutung bezeichnet. 🤓 Außerhalb des normalen Menstruationszyklus gehören Schmierblutungen vor der Periode zu den häufigsten Blutungen. Treten Schmierblutungen vor der Periode auf, ist dies meist auf eine Gelbkörperschwäche zurückzuführen. Diese Erkrankung als Ursache der Zwischenblutungen ist hormonell bedingt.
Schmierblutungen können als Folge eines hormonellen Ungleichgewichts während einer Schwangerschaft entstehen und sind häufig mit Hormonschwankungen verbunden. Ursache von Schmierblutungen können auch Zyklusstörungen sein. Charakteristisch für eine Zwischenblutung ist der meist bräunliche Ausfluss aus der Vagina.
Treten Schmierblutungen einmalig auf, sind sie meistens nicht besorgniserregend. ✅ Bei häufigerem Auftreten liegen in den meisten Fällen hormonelle Gründe für die Zwischenblutung vor. Dann solltest Du Dich beim Arzt durchchecken lassen.
Kann ich trotz Periode schwanger sein? Schwanger trotz Periode: Das ist möglich! ☝ In der Frühschwangerschaft können leichte Blutungen auftreten, die den Eindruck erwecken, als sei man schwanger trotz Blutung. Diese Blutung ist allerdings schwächer, unregelmäßiger und dauert nicht so lange wie die Periode.
➡ Kurz vor der Periode und damit nach dem Eisprung verschlechtert sich die Qualität Deines Ausflusses, oder auch bekannt als Zervixschleim. Somit ist er undurchsichtig, zäh und lässt sich nicht mehr spinnen. Der Ausfluss weist eine gelbliche Farbe auf.
Die Konsistenz Deines Ausflusses verändert sich im Laufe Deines Zyklus. Kurz vor Deiner Regelblutung ist der Ausfluss undurchsichtig, zäh und gelblich. 🤓 Wie er sich nach Deiner Periode verändert, erfährst Du hier.

Quellen:

  • 1 Kaufmann, M. et. al (Hrsg.): Die Gynäkologie. Berlin, Heidelberg 2003.
  • 2 Pedain, C. und Garcia, J., H. (Hrsg.): Fallbuch Gynäkologie und Geburtshilfe. Stuttgart 2003.
  • 3 Weyersthal, T. und Stauber, M. (Hrsg.): Duale Reihe Gynäkologie. 4. Auflage. Stuttgart 2013.
  • 4 Gitsch., E. (Hrsg.): Radioisotope in Geburtshilfe und Gynäkologie. Berlin, New York 1977.
  • 5 Breckwoldt M. et al.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme Verlag, 5. Auflage 2008.
  • 6 v. Wolf, M. und Stute P. (Hrsg.): Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin. Stuttgart 2013.
  • 7 Kleine-Gunk, B.: Das Frauen-Hormone-Buch. 2. Auflage. Stuttgart 2013.
  • 8 Kirschbaum, M. und Münstedt, K. (Hrsg.): Checkliste Gynäkologie und Geburtshilfe. 2. Auflage. Stuttgart, New York 2001.
  • 9 Becherer, E. und Schindler, A., E. (Hrsg.): Endometriose: Ganzheitlich verstehen und behandeln. 3. Auflage. Stuttgart 2017.


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