Unregelmäßiger Zyklus

Von einem unregelmäßigen Zyklus spricht man bei einem Menstruationszyklus unter 23 oder über 35 Tagen. Auch Zyklen mit Abweichungen um mehr als 8 Tage von Zyklus zu Zyklus gehören dazu.

Ein 28 Tage Zyklus gilt als idealtypischer Zyklus. Doch unregelmäßige Zyklus-Längen sind normal und der Zyklus kann von Monat zu Monat mehrere Tage schwanken.

Es herrscht immer noch weitläufig die Annahme, dass der weibliche Zyklus immer 28 Tage dauert. Aber anders als viele meinen, ist dies eher die Ausnahme. Wann spricht man von einer Zyklusunregelmäßigkeit? Was sind die Ursachen und was hilft mir, diese wieder zu regulieren? Welchen Herausforderungen muss ich mich bei Kinderwunsch oder bei der natürlichen Verhütung stellen?

Wann liegt ein unregelmäßiger Zyklus vor?

In der Regel dauert der Zyklus der Frau 23 bis 35 Tage. Das zeitliche Auftreten der Menstruation ist allerdings von Frau zu Frau unterschiedlich und kann von Monat zu Monat variieren. Doch wann kann man tatsächlich von einem unregelmäßigen Zyklusverlauf sprechen?

Durch die Variabilität der Monatszyklen kann die Frage „Liegt ein unregelmäßiger Zyklus vor?“ nicht so leicht beantwortet werden. Sollten diese aber dauerhaft kürzer als 23 Tage oder länger als 35 Tage sein oder des Öfteren um mehr als 8 Tage schwanken, gelten sie als auffällig.1 Schwankt Deine Zyklusdauer allerdings innerhalb dieser Grenzen, so handelt es sich um „natürliche“ Schwankungen innerhalb Deiner Zykluslänge.

Den Zyklus kennenlernen mit cyclotest mySense.

Symptome für einen unregelmäßigen Periodenverlauf

Es gibt verschiedene Symptome für eine Zyklusstörung:

  • extrem kurze Periodenzyklen
  • extrem lange Periodenzyklen
  • Zyklusverläufe ohne Follikelsprung
  • verkürzte Gelbkörperphasen
  • bestimmte Blutungen und Schmerzen

Sehr kurze Zyklusverläufe

Bei sehr kurzen Periodenlängen tritt der Eisprungtag oft sehr früh auf, meist schon am 8.–10. Zyklustag. Die erste Zyklusphase ist hierbei verkürzt, während die zweite Zyklusperiode oft „regelmäßig“ bei 12–16 Tagen bleibt. Mediziner sprechen von einer Polymenorrhoe, wenn die Zyklusdauer auf unter 21 Tage verkürzt ist.2

Die Grafik zeigt beispielhaft einen kurzen Zyklus von 21 Tagen. Die Temperaturhochlage beginnt bei Tag 10. Der Tag des Follikelsprungs war damit ungefähr an Tag 9. Interessant zu wissen: In diesem Beispiel überschneiden sich die Menstruation und die fruchtbare Phase. Innerhalb eines sehr kurzen Zyklus ist es also möglich, bereits während der Periode schwanger zu werden.

Die Grafik zeigt einen sehr kurzen unregelmäßigen Zyklus, bei dem sich deshalb die fruchtbare Phase und die Menstruation überschneiden.

Die fruchtbare Phase in einem kurzen unregelmäßigen Zyklus mit 21 Zyklustagen

Sehr lange Menstruationszyklen

Bei sehr langen Menstruationszyklen wiederum kann es viele Tage bis zum Eisprungtag dauern – oft bis zu dem Zeitpunkt, an dem Du bereits Deine nächste Periode erwartest. Der Eisprungzeitpunkt rückt hier im Menstruationszyklus nach hinten. Im Beispielzyklus in der untenstehenden Grafik ist der Zyklus über 40 Tage lang und die Hochlage beginnt erst an Tag 36, mit dem Eizellensprung einen Tag zuvor.

Die Grafik zeigt einen sehr langen unregelmäßigen Zyklus mit einer Länge von 43 Tagen. Der Eisprung befindet sich erst an Tag 35.

Sehr langer unregelmäßiger Zyklus am Beispiel eines 43-Tage-Zyklus

Bei der sogenannten Oligomenorrhoe kommt die Periode zu selten vor, und zwar in einem Abstand von über 35 Tagen und unter 3 Monaten.

Keine Temperaturhochlage – Zyklus ohne Follikelsprung

Es gibt außerdem Zyklusverläufe, in denen bis zur nächsten Regelblutung kein Eisprung stattfindet. Hier tritt durch das fehlende Progesteron keine Temperaturhochlage auf. Diese Menstruationszyklen nennt man monophasische Zyklen.

Wenn innerhalb eines Monatszyklus keine Ovulation stattfindet, die Zyklustagedauer mehr als 90 Tage beträgt und keine Periode eintritt, bezeichnet man dies als Amenorrhoe. Von einer primären Amenorrhoe spricht man, wenn nach Vollendung des 15. Lebensjahres noch keine Periodenblutung eingetreten ist. Ein anderes Thema ist eine sekundäre Amenorrhoe. Diese liegt vor, wenn die Regelblutung mehr als 3 Monate ausbleibt. Eine sekundäre Zyklusstörung dieser Art wird meist durch eine Erkrankung hervorgerufen, bei der meist eine Störung der Eierstöcke vorliegt.3 Bleibt die Periode nach Absetzen der Antibabypille aus, spricht man von der Post-pill-Amenorrhö.4

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Verkürzte Gelbkörperphase

Sinkt die Temperatur in der 2. Zyklusphase bereits nach weniger als 10 Tagen wieder und tritt Deine nächste Regel ein, so spricht man von einer verkürzten Gelbkörperphase. Tritt dies gehäuft auf, so könntest Du an einer Gelbkörperschwäche leiden. Diese Krankheit kann dazu führen, dass die Eizelle sich nicht richtig in der Gebärmutterschleimhaut einnistet oder danach wieder abgeht.

Schmerzhafte oder starke Regelblutung

Auch starke Regelschmerzen, die sogenannte Dysmenorrhoe, gehören zu den häufigen Zykluskrankheiten. Sie treten im Zusammenhang mit der Regel auf und können sehr vielfältig im Hinblick auf Stärke und Ort der Schmerzen sein.

Schließlich zählen auch Schmierblutungen (Metrorrhagie) oder eine starke Regelblutung (Hypermenorrhoe) zu den Symptomen. Ein Zeichen für die Letztgenannten ist es, wenn Tampons oder Binden stündlich gewechselt werden müssen. Häufig hat die Ursache mit der Gebärmutter zu tun. Im Gegensatz dazu bezeichnet eine Hypomenorrhoe, wenn die Regelblutung besonders schwach ausfällt.

Leidest Du unter einer Menorrhagie, dann fällt Deine Periode nicht nur stärker aus, sondern hält auch langer als 7 Tage an.3

Unregelmäßiger Zyklus: Welche Ursachen gibt es?

Eine unregelmäßige Regelblutung kann organische, funktionelle, also durch Krankheiten hervorgerufene, oder lebensbedingte Ursachen haben. Die Abbildung veranschaulicht Dir einige bekannte Ursachen eines unregelmäßigen Zyklus.

Für einen unregelmäßigen Zyklus gibt es zahlreiche Ursachen. Die Grafik zeigt die Ursachen unterteilt in lebensbedingte und krankheitsbedingte Ursachen.

Ursachen eines unregelmäßigen Zyklus

Die Gründe für Schwankungen bzw. Störungen solltest Du im Zweifelsfall bei von Deinem Frauenarzt untersuchen lassen, um mögliche Erkrankungen erkennen und behandeln zu können. Nachfolgend sind die Gründe für Störungen im Detail erklärt.

Monatsblutung abhängig vom Alter der Frau

Das Zyklusgeschehen ist von verschiedenen Faktoren abhängig, unter anderem vom Alter der Frau. Bei jungen Mädchen in der Pubertät, die bereits ihre erste Monatsblutung hatten, ist ein unregelmäßiger Zyklusverlauf völlig normal. Mit der Zeit stabilisiert sich der Zyklusablauf. Bei Frauen zwischen 30 und 39 Jahren ist dieser am regelmäßigsten und ein unregelmäßiger Zyklus kommt in dieser Lebensphase am seltensten vor. Ab dem 45. Lebensjahr wird die Monatsblutung als Vorbote der Wechseljahre wieder unregelmäßiger.5

Eine Studie unter der Leitung des University College London zeigt, dass sich die Zykluslänge ab einem Alter von 25 Jahren verkürzt. Es handelt sich dabei pro Jahr aber nur um 0,18 Tage, was in 20 Jahren ca. 3 Tage ausmacht.6

Verschiedene Lebenssituationen

Bestimmte Bedingungen im Leben können Ursache eines schwankenden Zyklus sein. Schwankungen treten vermehrt nach einer Geburt, in der Stillzeit oder nach einer Fehlgeburt auf.5 Das ist völlig normal, da sich der Hormonhaushalt erst wieder einpendeln muss. In einer Studie wurde außerdem festgestellt, dass etwa die Hälfte der 175 Teilnehmerinnen nach Absetzen der Pille bzw. hormoneller Verhütungsmittel Zyklusstörungen aufwies.7

Wie Du sicherlich schon bei Dir beobachtet hast, kann sich Dein Lebenswandel kurzfristig auf Körper und Periodenlänge auswirken. Ein Faktor, der oftmals eine Rolle spielt, ist Stress. Ob beruflicher oder privater Natur, Stresssituationen können dazu führen, dass der übliche Menstruationsrhythmus durcheinanderkommt und die Blutung ausbleibt. Auch ein längerer Urlaub und Klimaveränderungen können zur Folge haben, dass ein unregelmäßiger Zyklus auftritt.5 Darüber hinaus kann es auch zu Verschiebungen kommen, wenn Du gerade eine Diät machst, an einer Essstörung leidest oder Leistungssport treibst.7

Unregelmäßiger Zyklus durch Krankheiten

Zudem gibt es krankheitsbedingte Ursachen, die einen schwankenden Zyklusverlauf hervorrufen können:

  • Hyperprolaktinämie (Erhöhung des Prolaktinspiegels im Blut) oder auch Schilddrüsenfunktionsstörungen3, 5
  • Follikelreifungsstörung: 1. Zyklushälfte ist besonders lange und zeichnet sich durch niedrige Temperaturen aus
  • Endometriose
  • PCO-Syndrom (Polyzystisches Ovarialsyndrom): Symptome sind eine unregelmäßige oder ausbleibende Monatsblutung, männliche Behaarung und starkes Übergewicht und eine Fehlfunktion der Eierstöcke1
  • Adnexitis (Entzündung der Eileiter oder Eierstöcke): Starke Unterleibsschmerzen, Verstopfung sowie Fieber5
  • Fehlbildung der Geschlechtsorgane
  • Myome oder Polypen beeinträchtigen das Zusammenziehen der Gebärmutter
  • Tumore oder die Fehlbildung der Gebärmutter verursachen starke oder sehr schwache Regelblutungen8

Schwankungen aufgrund von Allergien

Norwegische Forscher haben herausgefunden, dass es bei Patientinnen mit Asthma und Heuschnupfen signifikant häufiger zu einem unregelmäßigen Zyklus kam als bei anderen Patientinnen. Dies ergab eine Untersuchung von 8.588 Frauen zwischen 25 und 54 Jahren – jede 4. Frau war von unregelmäßigen Menstruationen betroffen.9 Weibliche Hormone stehen bei den Forschern im Verdacht, eine Rolle bei allergischen Erkrankungen zu spielen; so sind z. B. auch seltene Fälle einer sog. Östrogen-Dermatitis bekannt.10
Wenn Du unter einer Allergie und unter einem unregelmäßigen Zyklus leidest, solltest Du einen möglichen Zusammenhang mit Deinem Arzt besprechen und Dich über potenzielle Behandlungsmöglichkeiten informieren.

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Zyklusbeobachtung bei unregelmäßigem Zyklus?

Durch die Messung der Basaltemperatur mit einem Basalthermometer sowie ggf. die Auswertung weiterer Eisprunganzeichen können unregelmäßige Zyklusverläufe identifiziert werden.5 In der Zyklus-App cyclotest mySense kannst Du neben der Basaltemperatur sämtliche weiteren Eingaben vornehmen, beispielsweise die Konsistenz Deines Zervixschleims. Die Grafik zeigt Dir einen Ausschnitt der Eingabemöglichkeiten. Diese Eingaben können Deinen Arzt bei der Diagnose unterstützen.

Mit cyclotest mySense kann auch ein unregelmäßiger Zyklus erfasst werden.

Unregelmäßige Zyklen mit cyclotest mySense erfassen

Die Auswertung Deiner Eisprung-Symptome ist besonders wichtig, wenn Du natürlich verhüten möchtest oder eine Schwangerschaft planst. Doch wie funktioniert diese natürliche Methode, wenn ein „normaler“ unregelmäßiger Zyklus vorliegt und Du Deinen Eisprung sicher berechnen möchtest?

Verhütung bei Zyklusschwankungen

Falls Du einen eher langen Zyklus hast, könnten Dich Ängste über eine ungewollte Schwangerschaft plagen, weil Du nie weißt, wann Deine nächste Periodenblutung eintritt. Durch die natürliche Verhütung kannst Du Dein Fruchtbarkeitsfenster genau eingrenzen.

Die Zyklus-App cyclotest mySense kann bei schwankenden Zyklusverläufen, die sich in einem gängigen Rahmen befinden, sicher auswerten. Bei sehr langen Zyklen (bis 45 Tage) wertet die cyclotest mySense-App ebenfalls verlässlich aus.

Hinweis: Sie zeigt in diesem Fall dann nicht so viele grüne, unfruchtbare Tage an, wie das der Fall bei Frauen mit regelmäßigem Zyklushergang wäre. Denn zugunsten einer hohen Sicherheit muss die Schwankungsbreite beim Eisprungtag natürlich berücksichtigt werden.

Wie wirkt sich ein unregelmäßiger Zyklus auf den Kinderwunsch aus?

Kann man trotz eines unregelmäßigen Zyklus schwanger werden? Wichtig ist dabei die Bestimmung der fruchtbaren Tage, insbesondere auch der hochfruchtbaren Zeit. Denn wenn Du eher sehr lange Zyklusverläufe hast, dann hast Du auch entsprechend weniger Eisprünge im Jahr.

Trotz wechselnder Zyklusverläufe gelingt dies meist durch das Beobachten und Aufzeichnen der Eisprunganzeichen. Es gelingt Dir besser, Deinen Babywunsch zu erfüllen, wenn Du weißt, wann man schwanger werden kann. Mit cyclotest mySense kannst Du all diese Anzeichen erfassen und dadurch von Zyklus zu Zyklus immer leichter Muster erkennen. Mit der Zeit weißt Du dann, welche Anzeichen welches Ereignis ankündigen.

Viele Frauen fragen sich, ob und wie ihnen ein Ovulationstest beim Baby bekommen helfen kann, wenn sie unter einer schwankenden Periodenblutung leiden. Dabei eignet sich dieser Test besonders für die Frauen, die sich ein Kind wünschen, aber einen wechselnden Menstruationszyklus oder langen Zyklusverlauf haben. Die Ergebnisse der LH-Tests kannst Du in die mySense-App eintragen. Somit können Deine hochfruchtbaren Tage noch genauer bestimmt werden.

Neben der Identifizierung Deines Fruchtbarkeitsfensters kann festgestellt werden, ob Du überhaupt einen Eisprung im jeweiligen Zyklus hast. Neben unserer smarten Zyklus-App cyclotest mySense kann Dir auch unser Zykluscomputer cyclotest myWay die Anwendung der Methode erleichtern.

Bei Frauen mit langen Zyklen kann bei einem Kinderwunsch die Frage auftreten: Tritt meine Periode erst später ein oder ist das Ausbleiben der Menstruation bereits ein Schwangerschaftsanzeichen? Um diese Frage zu klären, solltest Du einen Schwangerschaftstest durchführen. Diesen solltest Du frühestens an dem Tag anwenden, an dem Dein längster Zyklus der vergangenen Monate vorbei wäre.

Was sollten Frauen mit einem unregelmäßigem Zyklus tun?

Richtige Ernährung bei unregelmäßigen Zyklen

Um eine ausreichende Hormonproduktion zu gewährleisten, solltest Du Dich gesund und ausgewogen ernähren. Die weiblichen Geschlechtshormone werden durch die Aufnahme von Fetten und Cholesterin produziert, Prostaglandine (Gewebehormone) wiederum aus ungesättigten Fettsäuren, und die Hormone der Hirnanhangdrüse benötigen essenzielle Aminosäuren. Eine unregelmäßige Regelblutung tritt häufig bei Frauen mit  Untergewicht bzw. Magersucht auf. Der Körper erkennt hier, dass nicht genügend Reserven für eine Schwangerschaft vorhanden sind. Es werden nicht mehr ausreichend Hormone zur Eisprungstimulierung produziert. Der normale Zyklus und somit auch der Eisprung bleiben aus, denn eine Schwangerschaft würde die Gesundheit noch stärker beeinträchtigen.11

Wenn Du Deinen Monatszyklus stabilisieren möchtest, solltest Du darauf achten, dass vor allem Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren auf Deiner Einkaufsliste stehen. Vor allem Frauen, die sich ausgewogen ernähren, fördern dadurch eine Stabilisierung. Wenn Du vielleicht gerade im Prüfungsstress bist oder einfach momentan keine Zeit hast, ausgewogen zu essen, kann Dir die Einnahme von Kapseln, die Gamma-Linolensäure enthalten, helfen.

Auch Übergewicht kann zu den Ursachen eines unregelmäßigen Zyklus gezählt werden. Bei starkem Übergewicht kann es vorkommen, dass durch den hohen Insulinspiegel die Produktion des luteinisierenden Hormons (LH) durcheinandergebracht wird, und es kommt zu einer Follikelreifungsstörung. Eine gesunde Ernährung sowie regelmäßige Bewegung können den erhöhten Insulinspiegel oft wieder ins Gleichgewicht bringen.

Des Weiteren kann es bei einem schwankenden Menstruationszyklus nach Absetzen der Pille sein, dass Dir bestimmte Mikronährstoffe fehlen. Bei Frauen, die lange hormonelle Verhütungsmittel nehmen und dann absetzen, ist es wahrscheinlich, dass der Speicher an Folsäure und anderen B-Vitaminen sowie an Zink, Selen und Magnesium leer ist. Damit sich Dein Zyklus dann schnell wieder einpendelt, solltest Du gerade jetzt auf Deine Gesundheit, die richtige Ernährung und eine zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel achten.12

Heilpflanzen & natürliche Medikamente zur Bildung von Progesteron

Es gibt Heilpflanzen, beispielsweise Frauenmantel, die den unausgewogenen Hormonhaushalt bei Zyklusschwankungen wieder ausgleichen sollen. Mönchspfeffer, in Form von Tabletten, wird vor allem bei einer Gelbkörperschwäche empfohlen.13 Er soll die Produktion des Progesterons anregen.

Die Traubensilberkerze, auch Frauenwurzel genannt, soll die Östrogen- und Progesteronbildung anregen und vor allem gegen besonders kurze Zyklen wirken.12 Ein altbewährtes Mittel in der Frauenheilkunde ist außerdem die Yamswurzel, welche als Lieferant für natürliches Progesteron zählt.14

Ärztliche Untersuchungen bei auffälligem Zyklusgeschehen

Im Zweifelsfall solltest Du Dich von Deinem Arzt untersuchen lassen, wenn die Symptome dafürsprechen, dass hormonelle Ursachen vorliegen könnten. Gerade, wenn Du ein Baby planst, empfiehlt es sich, nicht zu lange mit dem Arztbesuch zu warten. Zur Feststellung möglicher Hormonstörungen können von Deinem Arzt sogenannte endokrinologische Untersuchungen durchgeführt werden. Dabei werden alle an der Hormonproduktion beteiligten Systeme wie Hypothalamus, Hirnanhangdrüse, Eierstöcke, Schilddrüse und Nebennieren überprüft. Auf dem Prüfstand stehen dabei u. a. folgende Hormone: Östradiol, Schilddrüsenhormone, Prolaktin, Androgene, LH, FSH, Progesteron. Bei den Untersuchungen wird geprüft, ob die Hormonproduktion und deren Zusammenspiel im Periodenzyklus funktioniert. Hat Dein Arzt hormonbedingte Gründe gefunden, so wird er diese mit den geeigneten Medikamenten therapieren.

cyclotest myWay und cyclotest mySense sind geeignet für Zykluslängen bis 45 Tage oder wenn Deine 1. Zyklusphase (Zeitraum zwischen dem 1. Tag der Menstruation bis zum Eisprungtag) nicht kürzer ist als 11 Tage.

Alle wichtigen Fragen für Dich im Überblick

Es kommt dabei ganz auf die Art Deines unregelmäßigen Zyklus an. Hast Du einen kurzen Zyklus, ist der Eisprung auch meist sehr früh. Dies kann dazu führen, dass sich die fruchtbare Phase mit der Menstruation überschneidet. Bei langen Zyklen dagegen verschiebt er sich nach hinten. Unsere Grafiken zeigen Dir beispielhafte Abläufe.
Auch mit einem unregelmäßigen Zyklus kannst Du schwanger werden. Um Deinen Kinderwunsch zu erfüllen, solltest Du Deine fruchtbaren Tage kennen. Trotz wechselnder Zyklusverläufe gelingt dies meist durch das Beobachten und Aufzeichnen der Eisprung-Anzeichen. Wie wir Dir dabei helfen können, zeigen wir Dir hier.
Es gibt sehr viele Ursachen für einen unregelmäßigen Zyklus, deshalb ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass jede Frau in ihrem Leben einmal von einem unregelmäßigen Zyklus betroffen ist. Lies hier hier, wann man von einem unregelmäßigen Zyklus spricht.
Von einem unregelmäßigen Zyklus spricht man bei einer Länge unter 23 oder über 35 Tagen. Auch Zyklusschwankungen von mehr als 8 Tagen zählen dazu. Die verschiedenen Symptome eines unregelmäßigen Zyklus findest Du hier.
Die fruchtbare Phase liegt rund um den Eisprung. Eine Methode zum Ermitteln der fruchtbaren Tage ist die symptothermale Methode. Vor allem bei unregelmäßigen Zyklen kann es hilfreich sein, seinen Zyklus zu beobachten. Hier findest Du Informationen, wie dies ganz einfach möglich ist.

Quellen:

  • 1 Malteser Arbeitsgruppe Natürliche Familienplanung (Hrsg.): Natürlich und sicher. Das Praxisbuch. 18. Auflage. Stuttgart 2011.
  • 2 Göretzlehner, G./Römer, T./Göretzlehner, U.: Blutungsstörungen: Neugeborenenperiode bis Postmenopause. 2. Auflage. Berlin/Boston 2014. Seite: 97.
  • 3 Diedrich, K. et al.: Gynäkologie und Geburtshilfe. 2. Auflage. Heidelberg 2007.
  • 4 Frank-Herrmann, P. et al.: Zyklusverhalten nach Absetzen von oralen Kontrazeptiva. J Reproduktionsmed Endokrinol. 1,54-57. 2006.
  • 5 Raith-Paula, E. et al.: Natürliche Familienplanung heute. Modernes Zykluswissen für Beratung und Anwendung. 5. Auflage. Heidelberg 2013.
  • 6 npj Digital Medicine: Real-world menstrual cycle characterictics of more than 600,000 menstrual cycles. London. 2019.
  • 7 Gnoth, C. et al.: Cycle characteristics after discontinuation of oral contraceptives. Gynecol Endocrinol Vol. 16 (4): 307-17. 2002.
  • 8 Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Regelschmerzen. Abgerufen auf gesundheitsinformationen.de am 14.07.2020.
  • 9 Svanes, C: Association of asthma and hay fever with irregular menstruation, Zeitschrift: THORAX, Ausgabe 60 (2005), Seiten: 445-450.
  • 10 Kumar A, Georgouras KEOestrogen dermatitis. Aust J Derm 1999;40: 96–8.
  • 11 äin-red: Magersucht: Ausbleiben der Regelblutung kann dauerhaft verbleiben. Abgerufen auf frauenaerzte-im-netz.de am 23.10.2020.
  • 12 Struck, D.: Verhüten ohne Hormone. 1. Auflage. Wiggensbach 2015.
  • 13 Bergmann, J. S.: Die Wirksamkeit des Komplexmittels Phyto Hypophyson L bei weiblicher, hormonell bedingter Sterilität – Eine randomisierte Doppelblindstudie. heiDOK. 2001.
  • 14 Madejsky, M.: Lexikon der Frauenkräuter. 5. Auflage. Baden und München 2008.
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