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Von einem unregelmäßigen Zyklus spricht man bei Zykluslängen unter 23 oder über 35 Tagen sowie bei Abweichungen der Zyklen um mehr als 8 Tage von Zyklus zu Zyklus.

Es herrscht immer noch weitläufig die Annahme, dass der weibliche Zyklus immer 28 Tage dauert. Aber anders als viele meinen, ist dies eher die Ausnahme. Habe ich eine normale Zykluslänge? Wann spricht man von einem unregelmäßigen Zyklus, was sind die Ursachen und was hilft mir, diesen wieder zu regulieren? Welchen Herausforderungen muss ich mich bei Kinderwunsch oder bei der natürlichen Verhütung stellen?

Wie regelmäßig ist die Zykluslänge?

Die Grafik zeigt die Häufigkeiten der Zykluslänge gemäß einer NFP-Studie.

Häufigkeiten der Zykluslänge | Grafik: © cyclotest

Es ist vollkommen normal, dass nicht jeder Zyklus gleich lang ist. Schwankungen von mehreren Tagen sind sehr häufig. Der Zyklus der Frau funktioniert nicht wie ein Uhrwerk.

Der 28-Tage-Mythos

Wer Erfahrungen mit der Pille gemacht hat, weiß, dass bei der Einnahme ein 28-Tage-Rhythmus vorgegeben wird. Aus diesem Grund ist die Auffassung des 28-Tage-Zyklus wohl auch sehr verbreitet. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen natürlichen Zyklus, sondern um einen künstlich herbeigeführten, willkürlich gewählten Zeitraum. Im Rahmen einer NFP-Studie mit über 35.000 Zyklen von etwa 1.600 Frauen wurde aufgezeigt, dass nur 13 % all dieser Menstruationszyklen genau 28 Tage lang waren.1

In der Grafik kannst Du erkennen, wie stark die Zykluslänge von Frau zu Frau schwanken kann. Zykluslängen von 25 bis 32 Tagen sind dabei am häufigsten vertreten. Die Grafik zeigt zudem, dass laut der Studie sogar der 27-Tage-Zyklus am häufigsten vorkommt.

Normale Schwankungen in der Zykluslänge

Allgemein gilt: Zykluslängen zwischen 23 und 35 Tagen gelten als normal. Hinzu kommt, dass Deine Zykluslänge von Monat zu Monat schwanken kann. Es ist eher selten, dass aufeinanderfolgende Monatszyklen stets die gleiche Länge haben.

Laut einer NFP-Studie mit 210 Frauen schwankten die Zyklen bei 58 % der Frauen um 8 oder mehr Tage im Jahr.1 In der Studie wiesen nur 3,3 % der Frauen Zykluslängen auf, die lediglich um 3 oder weniger Tage abwichen. Bei den meisten Frauen, hier beinahe 23 % der Teilnehmerinnen, schwankte die Zykluslänge um 6–7 Tage. Bei vielen Frauen kommt es zudem zu einem „Ausreißer-Zyklus“, das heißt einem besonders langen Zyklus, der nicht zu den restlichen Menstruationszyklen passt. Es gilt daher als regelmäßig, wenn Du einen Zyklus von 25 Tagen hast, aber im gleichen Jahr ebenfalls einen mit 32 Tagen.2

Wann spricht man von Zyklusstörungen?

Das Auftreten der Menstruation ist also von Frau zu Frau unterschiedlich und kann von Monat zu Monat variieren. Doch wann kann man tatsächlich von Zyklusstörungen sprechen?

Durch die Variabilität der Monatszyklen kann diese Frage nicht so leicht beantwortet werden. Sollten diese dauerhaft kürzer als 23 Tage oder länger als 35 Tage sein oder des Öfteren um mehr als 8 Tage schwanken, gelten sie als auffällig.1

Symptome für extreme Zyklusschwankungen

Es gibt verschiedene Symptome für eine Zyklusstörung. Hierzu gehören extrem kurze sowie extrem lange Zyklen. Weiterhin zählen Zyklusverläufe ohne Eisprung dazu.

Sehr kurze Zyklen

Bei sehr kurzen Zyklen tritt der Eisprung oft sehr früh auf, meist schon am 8.–10. Zyklustag. Die erste Zyklusphase ist hierbei verkürzt, während die zweite Zyklusperiode oft „regelmäßig“ bei 12–16 Tagen bleibt. Mediziner sprechen von einer Polymenorrhoe, wenn die Zyklusdauer auf unter 21 Tage verkürzt ist.

Die Grafik zeigt beispielhaft einen kurzen Zyklus von 22 Tagen. Die Temperaturhochlage beginnt bei Tag 11. Der Eisprung hat damit ca. an Tag 10 stattgefunden.

Die Grafik zeigt einen sehr kurzen unregelmäßigen Zyklus.

Sehr kurzer unregelmäßiger Zyklus | Grafik: © cyclotest

Sehr lange Zyklen

Die Grafik zeigt einen sehr langen unregelmäßigen Zyklus.

Sehr langer unregelmäßiger Zyklus | Grafik: © cyclotest


Bei sehr langen Menstruationszyklen wiederum kann es viele Tage bis zum Eisprungtag dauern; oft bis zu dem Zeitpunkt, an dem Du bereits Deine nächste Periode erwartest. Der Eisprung rückt hier im Menstruationszyklus nach hinten. Im Beispielzyklus beginnt die Hochlage erst an Tag 36 mit einem Eisprung an Tag 35.

Zyklen ohne Eisprung

Es gibt außerdem Zyklusverläufe, in denen bis zur nächsten Periode kein Eisprung stattfindet. Hier tritt durch das fehlende Progesteron keine Temperaturhochlage auf. Diese Menstruationszyklen nennt man monophasische Zyklen.

Wenn innerhalb eines Zyklus kein Eisprung stattfindet, die Zykluslänge mehr als 90 Tage beträgt und keine Periode eintritt, bezeichnet man dies als Amenorrhoe. Von einer primären Amenorrhoe spricht man, wenn nach Vollendung des 15. Lebensjahres noch keine Periode eingetreten ist. Auslöser hierfür können organischer Natur sein, z. B. eine Genitalfehlbildung. Eine sekundäre Amenorrhoe liegt vor, wenn die Regelblutung mehr als 3 Monate ausbleibt. Eine sekundäre Störung dieser Art wird meist durch eine Erkrankung hervorgerufen.6

Verkürzte Gelbkörperphase

Sinkt die Temperatur nach dem Eisprung bereits nach weniger als 10 Tagen wieder und tritt Deine nächste Menstruation ein, so spricht man von einer verkürzten Gelbkörperphase. Tritt dies gehäuft auf, so könntest Du an einer Gelbkörperschwäche leiden. Diese Krankheit kann dazu führen, dass die Eizelle sich nicht richtig in der Gebärmutterschleimhaut einnistet oder nach der Einnistung wieder abgeht.
cyclotest myWay wertet unregelmäßiger Zyklus aus.

Weitere Zyklusstörungen

Es gibt weitere Formen der Zyklusstörung, die häufig auftreten:

Bei der Oligomenorrhoe kommt die Periode zu selten vor, und zwar in einem Abstand von über 35 Tagen und unter 3 Monaten.

Eine Hypomenorrhoe liegt vor, wenn die Regelblutung besonders schwach ausfällt. Im Gegensatz dazu bezeichnet eine Hypermenorrhoe einen starken Blutverlust während der Menstruation.

Weiter wird die Menorrhagie zu den Regelstörungen gezählt, bei welcher die Blutung stärker ausfällt und länger als 7 Tage dauert. Bei der Metrorrhagie handelt es sich um eine Blutung, die unregelmäßig und zyklusunabhängig auftritt.6

Auch starke Regelschmerzen, die sogenannte Dysmenorrhoe, gehören zu den häufigen Zykluskrankheiten. Sie treten im Zusammenhang mit der Menstruation auf und können sehr vielfältig im Hinblick auf Stärke und Ort der Schmerzen sein.

Unregelmäßiger Zyklus: Welche Ursachen gibt es?

Ein unregelmäßiger Zyklus kann organische, funktionelle, also durch Krankheiten hervorgerufene, oder lebensbedingte Ursachen haben. Die Gründe für Schwankungen bzw. Störungen solltest Du im Zweifelsfall bei Deinem Frauenarzt untersuchen lassen, um mögliche Erkrankungen erkennen und behandeln zu können.

Alter der Frau

Das Zyklusgeschehen ist von verschiedenen Faktoren abhängig, unter anderem vom Alter der Frau. Bei jungen Mädchen, die bereits ihre erste Periode hatten, sind schwankende Zykluslängen völlig normal. Mit der Zeit stabilisiert sich der Zyklusablauf. Bei Frauen zwischen 30 und 39 Jahren ist dieser am regelmäßigsten und ein unregelmäßiger Zyklus kommt in dieser Lebensphase am seltensten vor. Ab dem 45. Lebensjahr werden die Zyklen als Vorbote der Wechseljahre wieder unregelmäßiger.2

Verschiedene Lebenssituationen

Bestimmte Bedingungen im Leben können Ursache von Zyklusstörungen sein. Schwankungen treten vermehrt nach einer Schwangerschaft, in der Stillzeit oder nach einem Abort auf.2 In einer Studie des Forschungsprojekts NFP wurde außerdem festgestellt, dass etwa die Hälfte der 175 Teilnehmerinnen nach dem Absetzen der Pille bzw. hormoneller Verhütungsmittel Regelstörungen aufwies.3

Wie Du sicherlich schon bei Dir beobachtet hast, kann Dein Lebenswandel kurzfristig auf Körper und Monatszyklus einwirken. Ein Faktor, der oftmals eine Rolle spielt, ist Stress. Ob beruflicher oder privater Natur, Stresssituationen können dazu führen, dass der übliche Menstruationsrhythmus durcheinanderkommt und die Periode ausbleibt. Dazu kann eine geplante Hochzeit oder auch eine anstehende Prüfung zählen. Auch ein längerer Urlaub und Klimaveränderungen können zur Folge haben, dass ein unregelmäßiger Zyklus auftritt.2 Darüber hinaus kann es auch zu Verschiebungen kommen, wenn Du gerade eine Diät machst, an einer Essstörung leidest oder Leistungssport treibst.3

Krankheiten

Zudem gibt es krankheitsbedingte Ursachen, die einen schwankenden Zyklusverlauf hervorrufen können, z. B. Hyperprolaktinämie (Erhöhung des Prolaktinspiegels im Blut) oder Schilddrüsenfunktionsstörungen. Bei Kinderwunsch solltest Du bei einer Schilddrüsenfunktionsstörung rechtzeitig einen Arzt aufsuchen, um richtig mit den entsprechenden Präparaten eingestellt zu sein.2, 6

Eine besonders lange 1. Zyklushälfte, die durch niedrigere Temperaturwerte gekennzeichnet ist, könnte auf eine Follikelreifungsstörung hinweisen. Auch eine Endometriose kann Ursache von Problemen mit den Zyklusvorgängen sein und sich auf die Fruchtbarkeit auswirken. Sie äußert sich u. a. durch Schmerzen und Menstruationsstörungen und muss unter Umständen von einem Arzt behandelt werden.

Wenn die Periode ausbleibt, kann dies auch ein Hinweis auf das PCO-Syndrom (Polyzystische Ovarien) sein. Eine nicht regelmäßig auftretende Monatsblutung, männliche Behaarung und starkes Übergewicht deuten auf PCOS, einer Fehlfunktion der Eierstöcke, hin. Frauen, die unter dem PCO-Syndrom leiden, haben meist Schwierigkeiten, ihren Kinderwunsch zu erfüllen.1

Eine Entzündung der Eileiter oder der Eierstöcke könnte eine weitere Ursache darstellen. Begleitet wird diese Erkrankung meist durch starke Schmerzen im Unterleib, Verstopfungen sowie Fieber.2

Auch wenn man den Zervixschleim beobachtet und dokumentiert, kann dies Hinweise auf eventuelle Zyklusstörungen liefern. Pathologischer Ausfluss kann beispielsweise schneller festgestellt werden. Da sich das Zervixschleimmuster entsprechend dem Östrogenspiegel verändert, können dadurch außerdem Östrogenschwankungen erkannt werden, die bei einer erwünschten Schwangerschaft ein Problem darstellen können. Geeignete Behandlungsmethoden können dann mit dem Frauenarzt besprochen werden.

Ein unregelmäßiger Zyklus kann unterschiedliche Ursachen haben. Sowohl Stress und Diäten als auch Erkrankungen wie Endometriose und das PCO-Syndrom können Auslöser sein.

Ursachen eines unregelmäßigen Zyklus | Foto: © cyclotest

Natürliche Familienplanung bei unregelmäßigem Zyklus

Der Zykluscomputer cyclotest myWay kann einen unregelmäßigen Zyklus, der im Normalbereich liegt, auswerten und zeigt alle Daten übersichtlich in einer Temperaturkurve an.

Einen unregelmäßigen Zyklus auswerten mit cyclotest myWay | Foto: © cyclotest

ZYKLUSCOMPUTER

Durch die Messung der Basaltemperatur sowie ggf. der Auswertung weiterer Eisprunganzeichen können unregelmäßige Zyklusverläufe identifiziert werden.2 Die Natürliche Familienplanung (NFP) kann somit bei der Diagnose möglicher Erkrankungen behilflich sein. Doch wie funktioniert diese natürliche Methode, wenn ein „normaler“ unregelmäßiger Zyklus vorliegt und Du Deine fruchtbaren Tage sicher bestimmen möchtest?

Verhütung bei Zyklusschwankungen

Falls Du einen eher langen Zyklus hast und beispielsweise mit Kondomen verhütest, könnten Dich Ängste über eine ungewollte Schwangerschaft plagen, weil Du nie weißt, wann Deine nächste Periode eintritt. Durch die Zyklusbeobachtung kannst Du Deine fruchtbare Zeit genau eingrenzen. Der Zykluscomputer cyclotest myWay kann bei schwankenden Zyklusverläufen, die in einem gängigen Rahmen liegen, sicher auswerten. Bei sehr langen Zyklen (bis 45 Tage) wertet der Computer ebenfalls verlässlich aus. Hinweis: Er zeigt in diesem Fall dann nicht so viele grüne, unfruchtbare Tage an, als das der Fall bei Frauen mit regelmäßigem Zyklushergang wäre. Denn zugunsten einer hoher Sicherheit muss die Schwankungsbreite natürlich berücksichtigt werden.

Generell gilt, dass die Zyklussymptome bei unregelmäßigem Zyklus genau beobachtet werden müssen, um Gewissheit zu bekommen, ob man sich in der fruchtbaren oder unfruchtbaren Phase des Zyklus befindet und somit Überraschungen zu vermeiden: So kann man während der Periode schwanger werden, wenn die erste Zyklushälfte sehr kurz ist.

Kinderwunsch und unregelmäßiger Zyklus

Kann man trotz eines unregelmäßigen Zyklus schwanger werden? Für Paare, die sich ein Baby wünschen, ist NFP eine wertvolle Unterstützung. Wichtig ist dabei das Beobachten und Aufzeichnen der Eisprung Anzeichen, um die fruchtbare und besonders die hochfruchtbare Zeit festzustellen. Denn wenn Du eher sehr lange Zyklusverläufe hast, dann hast Du auch entsprechend weniger Eisprünge im Jahr.

Außerdem kann festgestellt werden, ob Du überhaupt einen Eisprung im jeweiligen Zyklus hast. Der Zykluscomputer cyclotest myWay kann Dir die Anwendung der Methode erleichtern. Falls Du einen schwankenden Zyklus hast und ein Baby bekommen möchtest, ist es wichtig, dass Du Dich mit den Informationen und Tipps zum Schwanger werden auseinandersetzt.2

Tipps zur Harmonisierung unregelmäßiger Zyklen

Wenn ein unregelmäßiger Zyklus bei Dir schon mehrere Male stattgefunden hat und Du Deine Zyklusverläufe gerne stabilisieren möchtest, haben wir hier einige wertvolle Tipps für Dich zusammengestellt, die Dich dabei unterstützen können. Es gibt viele Möglichkeiten, die Hormonvorgänge in Deinem Körper aktiv selbst wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Richtige Ernährung

Um eine ausreichende Hormonproduktion zu gewährleisten, solltest Du Dich gesund und ausgewogen ernähren. Die weiblichen Geschlechtshormone werden durch die Aufnahme von Fetten und Cholesterin produziert, Prostaglandine (Gewebehormone) wiederum aus ungesättigten Fettsäuren und die Hormone der Hirnanhangdrüse benötigen essenzielle Aminosäuren.

Ein unregelmäßiger Zyklus tritt häufig bei Frauen mit zu wenig Körperfett auf. Der Körper erkennt hier, dass nicht genügend Reserven für eine Schwangerschaft vorhanden sind und reagiert mit einer Störung. Auch der Eisprung bleibt dann häufig aus.

Wenn Du Deinen Monatszyklus stabilisieren möchtest, solltest Du darauf achten, dass vor allem Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren auf Deiner Einkaufsliste stehen. Vor allem Frauen, die sich ausgewogen ernähren, fördern dadurch eine Stabilisierung. Wenn Du vielleicht gerade im Prüfungsstress bist oder einfach momentan keine Zeit hast, ausgewogen zu essen, kann Dir die Einnahme von Kapseln, die Gamma-Linolensäure enthalten, helfen.

Auch Übergewicht kann als eine der Ursachen eines unregelmäßigen Zyklus gezählt werden. Bei starkem Übergewicht kann es vorkommen, dass durch den hohen Insulinspiegel die Produktion des luteinisierenden Hormons (LH) durcheinandergebracht wird, und es kommt zu einer Follikelreifungsstörung. Eine gesunde Ernährung sowie regelmäßige Bewegung können den erhöhten Insulinspiegel oft wieder ins Gleichgewicht bringen.

Des Weiteren kann es bei einem unregelmäßigen Zyklus nach dem Absetzen der Pille sein, dass Dir bestimmte Mikronährstoffe fehlen. Wenn Du die Pille über mehrere Jahre eingenommen hast, so ist es wahrscheinlich, dass Dein Speicher an Folsäure und anderen B-Vitaminen sowie an Zink, Selen und Magnesium leer ist. Damit sich Dein Zyklus dann schnell wieder einpendelt, solltest Du gerade jetzt auf Deine Gesundheit und die richtige Ernährung achten.4

Heilpflanzen & Co.

Es gibt Heilpflanzen, die den unausgewogenen Hormonhaushalt bei Zyklusschwankungen wieder ausgleichen sollen. Dazu zählt Frauenmantel, eine Pflanze, die laut traditionellem Pflanzenwissen Frauen schon seit Jahrhunderten bei gesundheitlichen Problemen und unregelmäßigem Zyklus hilft. Frauenmantelkraut wird üblicherweise getrocknet und als Tee getrunken. Frauenmantel ist eine wichtige Zutat unseres Zykluszaubertees zur Zyklusregulierung.

Eine regulierende Wirkung auf den Zyklusverlauf soll außerdem Mönchspfeffer haben, der gerade bei einer Gelbkörperschwäche empfohlen wird.7 Die Pflanze ist auch unter dem Namen Keuschlamm bzw. Vitex agnus castus bekannt. Sie soll die Produktion des Hormons Progesteron anregen und das Zyklusgeschehen natürlich regulieren. Es wird empfohlen, Mönchspfeffer nicht als Tee, sondern in Form von Tabletten einzunehmen, da die Wirkstoffe überwiegend fettlöslich sind. Die Wirkung der Heilpflanze tritt allerdings erst nach 3 bis 6 Monaten ein.

Die Traubensilberkerze, auch Frauenwurzel genannt, soll die Östrogen- und Progesteronbildung anregen und vor allem gegen besonders kurze Zykluslängen wirken. Auch hier wird die Verwendung qualitativ hochwertiger Fertigpräparate empfohlen, und erst nach einigen Monaten können erste positive Resultate verzeichnet werden.4

Ein altbewährtes Mittel in der Frauenheilkunde ist außerdem die Yamswurzel, welche als Lieferant für natürliches Progesteron zählt und sich positiv auf den Hormonhaushalt auswirken soll.5

Die genannten Heilpflanzen werden auch bei PMS empfohlen. Wenn Du Dir ein Baby wünschst, könnten die genannten Pflanzen ebenfalls weiterhelfen. Wissenschaftlich kann die Wirkung der Kräuter derzeit leider nicht belegt werden, sie wird jedoch von vielen Heilpraktikern und Frauenärzten bestätigt.

Ärztliche Untersuchungen

Im Zweifelsfall solltest Du Dich von Deinem Arzt untersuchen lassen, wenn die Symptome dafürsprechen, dass hormonelle Ursachen vorliegen könnten. Zur Feststellung möglicher Hormonstörungen können von Deinem Arzt sogenannte endokrinologische Untersuchungen durchgeführt werden. Dabei werden alle an der Hormonproduktion beteiligten Systeme, wie Hypothalamus, Hirnanhangdrüse, Eierstöcke, Schilddrüse und Nebennieren überprüft. Auf dem Prüfstand stehen dabei u.a. folgende Hormone: Östradiol, Schilddrüsenhormone, Prolaktin, Androgene, LH, FSH, Progesteron. Es wird untersucht, ob die Hormonproduktion und das Zusammenspiel dieser Hormone im Monatszyklus funktioniert. Hat Dein Arzt hormonbedingte Gründe gefunden, so wird er dies therapieren.

Ein unregelmäßiger Zyklus kann durch Heilkräuter wie Mönchspfeffer natürlich harmonisiert werden.

Einen unregelmäßigen Zyklus mit Mönchspfeffer harmonisieren | Foto: © cyclotest

Erfahrungsbericht über Zyklusunregelmäßigkeiten

Sanara Brooks teilt ihre Erfahrungen zu Zyklusunregelmäßigkeiten und NFP.

Erfahrungen von Sanara Brooks

Bloggerin Sanara Brooks hatte ebenfalls jahrelang mit schwankenden Zyklen zu tun. Nachdem ihr der Frauenarzt zur Antibabypille riet, hatte sie das erst einmal nicht hinterfragt, obwohl sie sich nie richtig wohl damit fühlte.

Später entschloss sie sich dazu, die Ursache ihrer Schwankungen zu ergründen. In ihrem Erfahrungsbericht zu Zyklusunregelmäßigkeiten und NFP schildert sie ihre nun vergangenen Zyklusprobleme, wie sich diese auflösten und inwiefern die NFP-Methode sie dabei unterstützt hat.

Quellen:
1 Malteser Arbeitsgruppe NFP (Hrsg.): Natürlich und sicher. Das Praxisbuch. 18. Auflage. Stuttgart 2011.
2 Raith-Paula, E. et al.: Natürliche Familienplanung heute. Modernes Zykluswissen für Beratung und Anwendung. 5. Auflage. Heidelberg 2013.
3 Gnoth, C. et al.: Cycle characteristics after discontinuation of oral contraceptives. Gynecol Endocrinol Vol. 16 (4): 307-17. 2002.
4 Struck, D.: Verhüten ohne Hormone. 1. Auflage. Wiggensbach 2015.
5 Madejsky, M.: Lexikon der Frauenkräuter. 5. Auflage. Baden und München 2008.
6 Diedrich, K. et al.: Gynäkologie und Geburtshilfe. 2. Auflage. Heidelberg 2007.
7 Bergmann, J. S.: Die Wirksamkeit des Komplexmittels Phyto Hypophyson L bei weiblicher, hormonell bedingter Sterilität – Eine randomisierte Doppelblindstudie. heiDOK. 2001.

* cyclotest myWay ist geeignet für Zykluslängen bis 45 Tagen oder wenn Deine 1. Zyklusphase (Zeitraum zwischen dem 1. Tag der Menstruation bis zum Eisprung) nicht kürzer ist als 11 Tage.