Skip to main content
Bei vielen Frauen treten vor der Menstruation PMS Beschwerden auf.

PMS: Was ist das?

Wer kennt sie nicht, diese lästigen Tage im Zyklus. Der Unterleib schmerzt und die Brüste spannen. Wenn man sie doch einfach streichen könnte. Hast Du Dich schon mal gefragt, warum sie Dich so quälen? Zusammengefasst werden all diese Beschwerden unter Menstruationsbeschwerden. Dazu zählen unter anderem PMS (Prämenstruelles Syndrom), aber auch Regelschmerzen, auf die wir in einem anderen Beitrag näher eingehen. Wir wollen Dir nachfolgend erklären, was das Wort Prämenstruelles Syndrom bedeutet, was seine Ursachen sein können und welche Symptome damit verbunden sind. Wir gehen außerdem auf die Möglichkeiten zur Linderung des unerwünschten Leidens ein.1

Was bedeutet Prämenstruelles Syndrom eigentlich?

PMS – den Begriff hat wohl jeder schon einmal gehört. Was genau hat es mit prämenstruellen Problemen auf sich?

In den ersten 2 bis 3 Wochen des Menstruationszyklus fühlen sich die meisten Frauen wohl in ihrer Haut, sind positiv gestimmt und erfreuen sich über eine hohe Libido. PMS Symptome machen sich dann in der zweiten Zyklushälfte bemerkbar. Es ist davon auszugehen, dass jede zweite Frau im geschlechtsreifen Alter Veränderungen in der zweiten Monatshälfte wahrnimmt. Diese können unterschiedlich heftig ausfallen und körperlicher oder psychischer Natur sein. Bei Frauen über 35 erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, an PMS zu leiden. Eine Heilung gibt es leider nicht, aber es können verschiedene Maßnahmen zur Linderung angewendet werden.1,2

Prämenstruelles Syndrom – Was sind die Ursachen?

Bis heute gibt es keine genauen Ergebnisse, warum wir Frauen an den lästigen Beschwerden leiden müssen. Vermutet wird jedoch, dass die Ursache an der hormonellen Situation in der zweiten Zyklushälfte liegt. Da die Östrogenausschüttung ausfällt, steigt die Produktion von Progesteron. Auch der Serotoninspiegel sowie körpereigene Endorphine sinken. Besonders stark zeigen sich die Auswirkungen etwa fünf Tage nachdem der Progesteronspiegel seinen Peak erreicht hat. Das sind 4 bis 10 Tage vor Einsetzen der Monatsblutung. Mit dem Einsetzen der Regelblutung klingen die PMS Probleme wieder ab. Auch ein Mangel an Vitaminen oder Stress können das Prämenstruelle Syndrom herbeiführen oder zumindest begünstigen.1,2

Was sind typische PMS Symptome?

Da Frauen auf unterschiedliche Weise betroffen sind, möchten wir aufklären, welche Beschwerden auftreten können, da viele oft gar nicht wissen, dass ihre Leiden – wie beispielsweise Kopfschmerzen – vom Prämenstruellen Syndrom kommen können. Hierbei unterscheidet man zwischen körperlichen und psychischen Leiden. Diese können entweder einzeln oder zusammen auftreten.

Körperliche PMS Symptome

Zu den körperlichen Beeinträchtigungen gehören Wassereinlagerungen im Gewebe, die man auch Ödeme nennt. Diese lassen den Körper „aufgeschwemmt“ wirken, weshalb man sich dicker fühlt als zu Beginn des Monats. Zusätzlich kann auch ein Spannen in der Brust auftreten. Berührungen werden dann unangenehm.

Außerdem fühlen sich viele Frauen vor der Regel sehr müde oder angeschlagen, weshalb sie am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben möchten. Auch Übelkeit, Verdauungsstörungen, Kreislaufbeschwerden, Krämpfe im Unterbauch, Kopfschmerzen, Migräne oder Rückenschmerzen können auftreten. Auch erhöhte Sensibilität auf Reize, wie zum Beispiel Licht, Geruch, Lärm oder Berührung, kann verspürt werden. Die Zyklusphasen beeinflussen die Haut und so tendiert diese in der PMS-Zeit oft dazu, unrein zu sein.

Seelische Beschwerden

Nicht nur die Geschlechtshormone, sondern die geminderte Produktion von Serotonin können frau in eine düstere Stimmung versetzen. Psychische PMS Symptome sind Stimmungsschwankungen und Depressionen, Angstzustände, Reizbarkeit, innere Unruhe und Schlafstörungen. Auch ein vermindertes Selbstwertgefühl oder Aggressivität können Vorboten der Regelblutung sein. Wie intensiv die Probleme ausfallen, ist natürlich subjektiver Natur.1,2

Wann ist es kein PMS?

Wenn Du eine Verschlimmerung Deiner PMS Symptome beobachtest oder Du bereits in den ersten Wochen Deines Monatszyklus symptomatische Schmerzen hast, könnte gegebenenfalls mehr dahinterstecken als „nur PMS“ und Du solltest das bei einem Frauenarzt abklären. Die Beschwerden stellen in Einzelfällen Anzeichen für Krankheiten dar. Typische Unterbauchschmerzen könnten Endometriose Symptome sein, wenn diese nicht in der PMS-Zeit auftreten. Im Falle einer solchen Erkrankung, bei der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter wächst, treten meist weitere Symptome auf wie sehr starke Regelschmerzen oder Schmerzen beim Sex. Es könnte sich auch um den Beginn der Wechseljahre oder, in Ausnahmefällen, um eine Schilddrüsenstörung oder Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDS oder PMDD) handeln.2

Die Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDD)

Bei einer PMDD sind die Beschwerden besonders stark ausgeprägt und der Alltag, sowohl privat als auch beruflich, kann nicht mehr in geregelter Weise stattfinden. Frauen, die an dieser Störung leiden, müssen sich in der Zeit vor der Periode krankschreiben lassen. Das betrifft immerhin ungefähr 5 % der Frauen im fertilen Alter. Eine ärztliche Behandlung ist hier unabdingbar. Für den Arzt kann es hilfreich sein, wenn Du ein Zyklustagebuch führst, indem Du notierst, zu welchem Zeitpunkt im Monat die Probleme auftreten. Um einen direkten Zusammenhang zum Monatsgeschehen herzustellen, kannst Du zusätzlich Deine Aufwachtemperatur, auch Basaltemperatur genannt, messen. Ein Zykluscomputer wie cyclotest myWay kann Dir das Speichern und Auswerten der Daten erleichtern. Die Daten können außerdem bequem auf den PC gespielt und ausgedruckt werden, was die Diagnose einer möglichen PMDD vereinfachen kann.2

Der Zykluscomputer cyclotest myWay dient auch als Tagebuch warnt vor der PMS Zeit.

Die Prämenopause

In der Zeit vor den Wechseljahren findet die Menstruation nicht mehr regelmäßig statt. Diese Veränderung geht zudem mit Veränderungen des Hormonhaushaltest einher. Es wird weniger Östrogen produziert und es kann zu einem Abfall des Progesteronspiegels kommen. Dies kann PMS-ähnliche Symptome auslösen oder verschlimmern. Es kann jedoch auch vorkommen, dass sie gemindert oder sogar unterbunden werden.2

Das Prämenstruelle Syndrom – Was tun?

Gastbloggerin Maggie hat sich auch mit der Frage beschäftigt „Was tun an den Tagen vor den Tagen?“. Einige Frauen schwören darauf, in dieser Zeit Sport zu treiben. Du könntest zum Beispiel Yoga machen, da es Bewegung und Entspannung vereint. Der Körper wird so besser durchblutet und die Ursachen der Bauchkrämpfe werden bekämpft. In Maggies Beitrag erfährst Du mehr zu diesem Thema!

PMS Symptomen vorbeugen

Schlechter Laune vor der Regelblutung kann man durch die richtige Ernährung entgegenwirken. Salzhaltigen Lebensmitteln oder Schokolade solltest Du aus dem Weg gehen, da diese Produkte bei übermäßigem Verzehr nicht nur schlecht für Deine Gesundheit sind, sondern auch, da sie die Unpässlichkeit begünstigen können. Milchprodukte und rotes Fleisch können PMS Beschwerden ebenfalls fördern. Spezielle Rezepte gegen PMS mit den optimalen Lebensmitteln können zur Linderung beitragen.

PMS Symptome kann man durch die richtige Ernährung bekämpfen.

Die richtige Ernährung bei PMS | Foto: © cyclotest

Zudem sollten Alkohol und Kaffee vom Ernährungsplan gestrichen werden. Neben der richtigen Ernährung bei PMS solltest Du versuchen, so viel wie möglich zu schlafen und Stress zu vermeiden. Meditiere oder nimm entspannende Bäder, da diese die Muskulatur entkrampfen.3 Diese Maßnahmen helfen Dir generell dabei, Dich gesund und ausgeglichen zu fühlen.

Eine depressive Verstimmung vor der Menstruation ist nicht zu verwechseln mit einer Depression, die andere Ursachen hat wie Trauer, Stress, Krankheiten etc. Eine Umstellung der Ernährung reicht bei PMS-unabhängigen, ausgewachsenen Depressionen nicht aus. Bei einem langfristig gestörten Gleichgewicht der Neurotransmitter wie Serotonin oder Noradrenalin, welches dann meist vorliegt, ist eine Behandlung durch einen Arzt notwendig. Oftmals helfen hier nur Medikamente gegen Depressionen.2

PMS natürlich behandeln

Gegen die vielfältigen PMS Symptome können Pflanzenheilmittel Wunder wirken. Bei Stimmungsschwankungen und schlechter Laune kann Johanniskraut helfen. Ein Präparat aus dieser Pflanze kann nicht nur gegen depressive Verstimmungen sondern auch bei Kopfschmerzen, Verdauungsproblemen, innerer Unruhe und Schlafstörungen Linderung verschaffen. Mönchspfefferkapseln lindern vor allem Schmerzen in der Brust und können sich positiv auf das Zyklusgeschehen auswirken. Eine Tasse Ingwertee ist sehr wohltuend bei Kopfschmerzen. Weitere Heilpflanzen zur Behandlung von PMS, die meist als Teeaufguss getrunken werden können, sind Frauenmantel, Schafgarbe, Mexican Wild Yam (Jamswurzel) Lavendelblüten, Baldrian oder Hopfen. Damit Heilpflanzen ihre Wirkung entfalten können, müssen sie über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Du musst also ein wenig Geduld haben, wenn Du das prämenstruelle Syndrom sanft und auf natürliche Weise bekämpfen möchtest.2

Hormone gegen PMS

Es gibt keine Medikamente, die als Allheilmittel gegen prämenstruelle Probleme eingesetzt werden. Ovulationshemmer wie die Antibabypille können bei Beschwerden vor den Tagen helfen, da der Hormonspiegel im Zyklus der Frau künstlich auf einem konstanten Level gehalten wird. Die Einnahme der Pille oder die Verwendung anderer Hormonpräparate können wiederum Nebenwirkungen für Deine Gesundheit mit sich bringen und bedeuten einen Eingriff in die natürlichen Körpervorgänge.

Zykluscomputer für den natürlichen Weg

Unser cyclotest myWay wertet Deine Daten aus und identifiziert Deine fertilen Tage. Die intelligente Kalenderfunktion sagt außerdem voraussichtliche Zyklusgeschehnisse voraus und macht Dich darauf aufmerksam, an welchen Tagen PMS Beschwerden auftreten könnten. Auf diese Weise bist Du gewarnt, kannst rechtzeitig entsprechende Vorbeugungsmaßnahmen treffen und Deine Tagesplanung zumindest ein bisschen darauf abstimmen. Das Beobachten der Körpersymptome hilft Dir außerdem dabei, die Vorgänge besser verstehen zu lernen und mögliche Unregelmäßigkeiten oder Krankheiten zu identifizieren.

Quellen:
1 Kuhl, H. et al.: Sexualhormone und Psyche. Grundlagen, Symptomatik, Erkrankungen, Therapie. 1. Auflage. Stuttgart 2002.
2 Flemmer, A.: Das Prämenstruelle Syndrom (PMS) natürlich behandeln. Hannover 2012.
3 Gohlke, M. C.: PMS – die schlimmen Tage vor den Tagen. Abgerufen am 18.03.2016 auf www.rund-ums-baby.de.


Ähnliche Beiträge

Wie kann ich PCOS erkennen?

Das PCO-Syndrom kann einschränkend sein. Es besteht aber die Möglichkeit schwanger zu werden.

Die häufigste hormonelle Störung bei Frauen im gebärfähigen Alter ist das Polyzystische Ovarsyndrom, kurz PCOS. Die Krankheit ist veranlagt und kann durch Umwelteinflüsse unterschiedlich stark auftreten. Im Folgenden findest Du mehr darüber und über die Behandlungsmöglichkeiten dieser Krankheit. Was Du auf dieser Seite findest:Was verbirgt sich hinter der Abkürzung?Welche Symptome können ein Hinweis auf das […]

Was ist der Mittelschmerz?

Mittelschmerz als Symptom der Fruchtbarkeit im Zyklusverlauf.

Der weibliche Körper deutet durch verschiedene körperliche und psychische Symptome auf den Eisprung hin. Der Mittelschmerz ist dabei ein sekundäres Merkmal der Fruchtbarkeit, das die fruchtbaren Tage im Menstruationszyklus zusätzlich zur Basaltemperatur und dem Zervixschleim bestätigen kann.1 Er tritt normalerweise um den Eisprungtag herum auf. Man nennt ihn daher auch Ovulationsschmerz. Da der Mittelschmerz bei […]

Was versteht man unter Basaltemperatur?

Unter Basaltemperatur versteht man die Körpertemperatur der Frau am Morgen nach dem Aufwachen und noch vor dem Aufstehen. Man nennt sie daher auch oft Aufwachtemperatur oder Morgentemperatur. Die Basaltemperatur verändert sich im Laufe des Menstruationszyklus, so dass durch die Auswertung der Basaltemperaturkurve die fruchtbaren Tage festgestellt werden können.1 Was Du auf dieser Seite findest:Basaltemperatur als […]

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*