PMS – Prämenstruelles Syndrom

PMS (Prämenstruelles Syndrom) umfasst verschiedene Beschwerden, die bei Frauen innerhalb eines Zyklus nach dem Eisprungtag bis zur Monatsblutung auftreten können. Zum Prämenstruellen Syndrom zählen Symptome wie Schmerzen, Übelkeit und schlechte Laune. Das Prämenstruelle Syndrom kann bei allen gebärfähigen Frauen auftreten.

PMS: psychische und körperliche Symptome bei Frauen

Was ist das Prämenstruelle Syndrom (PMS)?

PMS, Prämenstruelles Syndrom oder „premenstural tension“ bezeichnet durch den weiblichen Hormonhaushalt verursachte physische und psychische Beschwerden in der zweiten Zyklushälfte (Lutealphase).

Wer kennt sie nicht, diese lästigen Tage vor den Tagen: Der Unterleib schmerzt und die Brüste spannen. Hast Du Dich schon mal gefragt, warum die PMS-Beschwerden Dich so quälen? Zusammengefasst werden all diese Störungen unter Menstruationsbeschwerden.

Hier erfährst Du, was der Begriff Prämenstruelles Syndrom bedeutet, was seine Ursachen sein können und welche Symptome mit PMS damit verbunden sind. Kennst Du Dich damit schon aus? Dann kannst Du gleich mit dem PMS-Test starten und Dir die darauffolgenden Tipps holen.

Welche Ursachen hat das Prämenstruelle Syndrom?

Bis heute gibt es keine genauen Erkenntnisse, warum Frauen an den lästigen Beschwerden leiden müssen.

Die wahrscheinlichsten Ursachen von PMS im Überblick:

  • Hormonschwankungen in der zweiten Zyklushälfte (Lutealphase): Die hormonellen Veränderungen führen zu einem Ungleichgewicht von Östrogen und Progesteron. Konkret vermindert sich nämlich die Ausschüttung von Östrogen, während gleichzeitig die Progesteron-Produktion (ein Gelbkörperhormon) einsetzt.
  • Sinkender Serotoninspiegel in der zweiten Zyklusphase: Eine besondere Rolle scheint auch der Botenstoff Serotonin einzunehmen: Der Serotoninspiegel sowie die Menge körpereigener Endorphine sinken in der zweiten Zyklushälfte. Untersuchungen deuten darauf hin, dass ein Wechselspiel zwischen dem vegetativen Nervensystem, dem Hirnstoffwechsel und der Funktion der Eierstöcke die Beschwerden auslösen. Die genauen Stoffwechselfaktoren sind allerdings bis heute nicht bekannt.2
  • Ungünstiger Lebensstil: Auch der Lebensstil – falsche Ernährung, zu wenig Bewegung, Stress – soll den Schweregrad der Beschwerden verursachen. Diese können insbesondere durch einen Mangel an Vitaminen oder durch Stress herbeigeführt oder zumindest begünstigt werden.1, 3 Ungünstig können sich beispielsweise der Genuss von Kaffee bzw. Koffein oder Nikotin auswirken; gleiches gilt für Schlafstörungen und Mangel an Bewegung.
  • Psychosoziale Konflikte: Weitere mögliche Faktoren sind psychosoziale Konflikte wie Beziehungsprobleme und eine berufliche Überlastung sowie eine familiäre Vorbelastung mit psychischen Erkrankungen (zum Beispiel Depressionen). Diese Faktoren gelten als Risikofaktor für PMS.

Wer ist von PMS betroffen?

Es ist davon auszugehen, dass jede zweite Frau im geschlechtsreifen Alter prämenstruelle Beschwerden in der zweiten Monatshälfte wahrnimmt. Diese können unterschiedlich heftig ausfallen und körperlicher oder psychischer Natur sein. Bei Frauen über 35 erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, PMS-Anzeichen zu bemerken.1, 3 Etwa 25 Prozent der Betroffenen leiden darunter. Rund 5 Prozent fühlen sich dadurch in ihrem Alltag stark beeinträchtigt.

PMS erkennen und vorbeugen mit cyclotest mySense.

In der Zeit vor den Wechseljahren findet die Regelblutung nicht mehr regelmäßig statt. Diese Veränderung geht zudem mit Hormonschwankungen einher. Es wird weniger Östrogen produziert und es kann zu einem Abfall des Progesteron-Spiegels kommen. Dies kann PMS-ähnliche Symptome auslösen oder verschlimmern. Es kann jedoch auch vorkommen, dass sie in den Wechseljahren gemindert oder sogar unterbunden werden.3

Welche Symptome sind typisch für PMS?

Beim Prämenstruellen Syndrom unterscheidet man zwischen körperlichen und psychischen Leiden. Diese können entweder einzeln oder zusammen auftreten.

Die Grafik gibt Dir einen Überblick über die häufigsten Symptome bei PMS. Viele Frauen leiden am Prämenstruellen Syndrom, aber die Symptome können sich von Frau zu Frau unterscheiden.

PMS-Symptome werden in körperliche PMS-Symptome und psychische PMS-Symptome unterteilt

Körperliche und psychische PMS-Symptome

Körperliche PMS-Symptome

Viele PMS-Beschwerden sind die gleichen wie bei Regelschmerzen: Dazu zählen Krämpfe im Unterbauch, Unterleibsschmerzen, Übelkeit, Rückenschmerzen oder Gereiztheit.

Zu den weiteren körperlichen Beeinträchtigungen gehören Wassereinlagerungen im Gewebe, die man auch Ödeme nennt. Die Wassereinlagerungen lassen den Körper „aufgeschwemmt“ wirken, weshalb man sich dicker fühlt als zu Beginn des Monats.

Oft führen die Wassereinlagerungen und hormonellen Schwankungen zu einer Gewichtszunahme. Auch der auftretende Heißhunger kann zu der ungewünschten Gewichtszunahme beitragen. Zusätzlich können auch schmerzhafte Spannungen oder Schwellungen der Brüste (Mastodynie) auftreten. Berührungen werden dann unangenehm.

Außerdem fühlen viele Frauen vor der Regel eine große Müdigkeit oder Abgeschlagenheit. Durch die Müdigkeit möchten viele Betroffene am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben. Auch Übelkeit, Durchfall bzw. Verstopfung, Völlegefühl, Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen oder Migräne können auftreten. Auch erhöhte Sensibilität auf Reize, wie zum Beispiel Licht, Geruch, Lärm oder Berührung, kann verspürt werden. In der PMS-Zeit tritt oftmals unreine Haut auf.

Psychische PMS-Symptome

In den meisten Fällen geht PMS nicht nur mit körperlichen, sondern auch mit seelischen Beschwerden einher.

Zu den psychischen Symptomen des prämenstruellen Syndroms zählen:

  • Stimmungsschwankungen
  • Depressionen, depressive Verstimmungen
  • Antriebslosigkeit
  • Hyperaktivität, Ruhelosigkeit
  • Angstzustände
  • Gefühl von Überforderung und Kontrollverlust
  • Aggressivität, Reizbarkeit
  • Appetitlosigkeit, Heißhungerattacken
  • grundloses Weinen oder Lachen
  • vermindertes Selbstwertgefühl

Hinweis: Wenn Du von psychischen PMS-Symptomen betroffen bist, heißt das nicht, dass Du auch psychisch krank bist. Die seelischen Veränderungen werden – genauso wie die körperlichen – durch den veränderten Spiegel der Hormone hervorgerufen.

PMS-Symptome: Dauer und Beginn

In den ersten 2 bis 3 Wochen des Menstruationszyklus fühlen sich die meisten Frauen wohl in ihrer Haut, sind positiv gestimmt und erfreuen sich einer hohen Libido. PMS macht sich dann in der zweiten Hälfte des Zyklus bemerkbar.

Wann beginnt PMS?

PMS tritt fast ausschließlich bei Zyklen mit einem Eisprung auf. Es wird daher zu den körperlichen Eisprung-Symptomen gezählt. Die psychischen und physischen Beschwerlichkeiten beginnen meist bis zu 14 Tage vor der Menstruationsblutung.

Besonders stark zeigen sich die Auswirkungen etwa fünf Tage nachdem der Progesteronspiegel seinen Höhepunkt erreicht hat. Das sind 4 bis 10 Tage vor Einsetzen der Menstruation. Sobald die Menstruation einsetzt, lassen die Beschwerden meist wieder nach, da der Progesteron-Spiegel sinkt. Es kann allerdings auch vorkommen, dass sie darüber hinaus anhalten.2

Dauer der PMS-Phase

Die Dauer dieser Phase ist von Betroffener zu Betroffener unterschiedlich. Die Symptome können sich die ganze 2. Zyklushälfte über zeigen und sich sogar bis zum Beginn der Blutung verschlimmern. Sie können allerdings auch an einzelnen Tagen oder über einen kürzeren Zeitraum auftreten.

Tracking der PMS Symptome

Wenn Du vermutest, an PMS zu leiden, solltest Du Deine Beschwerden dokumentieren. Besser als ein Periodenkalender oder ein PMS-Tagebuch kann Dir hierbei eine Zyklus-App wie cyclotest mySense helfen. In dem Fruchtbarkeitstracker kannst Du neben allen Periodendetails über mehrere Zyklen hinweg auch notieren, wann welche Symptome auftreten und wie stark diese sind. Damit kannst Du prüfen, ob die Beeinträchtigungen tatsächlich mit dem Menstruationszyklus zusammenhängen.

Die Eintragung in Deine cyclotest mySense App sollte am besten über mindestens 2 bis 3 Monate erfolgen. Du kannst dann Deine Zykluskurve inklusive Zyklusdaten als PDF exportieren. Die Werte kannst Du dann bei Deinem nächsten Frauenarztbesuch mitnehmen. So hast Du Dein digitales PMS-Tagebuch immer dabei.

Wenn Du eine Verschlimmerung Deiner Symptome beobachtest oder Du bereits in den ersten Wochen Deines Monatszyklus symptomatische Schmerzen hast, könnte gegebenenfalls mehr dahinterstecken als „nur PMS“ und Du solltest das während einer gynäkologischen Untersuchung bei einem Frauenarzt abklären.

PMS, Schwangerschaft oder Endometriose? – Diagnostik und Abgrenzung

PMS ist eine sogenannte Ausschlussdiagnose, d. h., dass erst alle anderen Differenzialdiagnosen ausgeschlossen werden müssen. Bei einer PMS-Therapie sollte zudem immer auch eine mögliche Gelbkörperschwäche untersucht werden, da diese oftmals dem PMS zugrunde liegt, das sich häufig auch durch schmerzhafte Beschwerden äußert.

Die Beschwerden stellen in Einzelfällen Anzeichen für Krankheiten dar. Typische Unterbauchschmerzen könnten auf eine Endometriose hinweisen, wenn sie nicht in der PMS-Zeit auftreten. Im Falle einer solchen Erkrankung, bei der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter wächst, treten meist weitere Symptome auf wie sehr starke Regelbeschwerden oder Schmerzen beim Sex. Es könnte sich auch um den Beginn der Wechseljahre (z. B. wenn Hitzewallungen und Schweißausbrüche mit einhergehen) oder, in Ausnahmefällen, um eine Schilddrüsenstörung handeln.3

Bestimmte Anzeichen von PMS können auch mit den Symptomen einer Frühschwangerschaft verwechselt werden.1 Zu diesen ersten Schwangerschaftsanzeichen zählt beispielsweise Brustspannen, Ziehen im Unterbauch, Heißhungerattacken oder Stimmungsschwankungen. Es kann daher passieren, dass die Anzeichen einer Schwangerschaft mit denen des Prämenstruellen Syndroms verwechselt werden. Daher ist die Frage „PMS oder schwanger?“ durchaus berechtigt.

Klarheit schaffen kann hier aber nur die (nicht) ausbleibende Periodenblutung, ein Urintest zur Schwangerschaftsfeststellung und/oder ein Besuch beim Arzt. Viele Frauen geben an, dass sie eine Schwangerschaft sofort bemerkt hatten und von PMS abgrenzen konnten. Allerdings benötigt man dazu eine große Vertrautheit mit dem eigenen Körper und seinen Signalen, um sie richtig deuten zu können.

Typischerweise treten beim PMS insbesondere die psychischen Symptome auf. Zudem treten die Symptome nur in der zweiten Hälfte des Zyklus, der sogenannten Gelbkörperphase, auf. Wenn Du Deinen Zyklus also kennst, kannst Du somit PMS ausschließen, sollten die Symptome während der Deiner 1. Zyklushälfte auftreten.

Leidest Du unter PMS? Mach den PMS-Test!

Möchtest Du wissen, ob die Symptome, die Dich plagen, PMS sein können? Dann mach den Test! Bitte berücksichtige aber nur die Beschwerden, die bei Dir kurz nach dem Eisprungzeitpunkt bis zur Menstruationsblutung auftauchen.

PMS-Testfragen

  1. Leidest Du vor Deiner Periode unter Stimmungsschwankungen oder bist Du grundlos gereizt?
  2. Fühlst Du Dich vor Deiner Regel müde, k.o. und ohne Energie?
  3. Hast Du vor Deinen Tagen oft Heißhunger auf Süßes?
  4. Hast Du vor der Periode berührungsempfindlichere Brüste als sonst?
  5. Leidest Du vor Deiner Periode an Kopf-, Rücken- oder Bauchschmerzen?
  6. Bist Du vergesslicher oder unkonzentrierter als gewöhnlich?
  7. Fühlst Du Dich durch körperliche Beschwerden oder Schmerzen in Deiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt?
  8. Machst Du Dir öfter Sorgen und bist Du in Entscheidungen unsicherer als sonst?

PMS-Test: Auswertung

  • Du hast 1 Frage oder keine mit ja beantwortet – wahrscheinlich kein PMS
  • Du hast zwischen 2 – 5 Fragen mit ja beantwortet – leichte PMS-Neigung

Dir sind die beschriebenen Symptome nicht fremd, aber Du kannst damit leben, weil Du nicht dauernd damit zu kämpfen hast. Wenn Du unsere Tipps befolgst, kannst Du die Auswirkungen sicherlich noch weiter reduzieren.

  • Du hast mehr als 5 Fragen mit ja beantwortet – wahrscheinlich leidest Du unter PMS

Du erkennst Dich 1:1 wieder und denkst, dass genau Du hier beschrieben bist? Dann leidest Du offensichtlich unter PMS. Kleiner Trost: Das geht nicht nur Dir so. Und es gibt Hilfe – lies Dir unsere Tipps durch oder frag Deinen Gynäkologen. Kopf hoch – die Auswirkungen lassen sich lindern.

Was tun bei PMS? – Therapie & Behandlung

Wenn Du unter PMS leidest, gibt es verschiedene Möglichkeiten, um die Auswirkungen zu lindern und Dein Befinden zu bessern. Da nicht alle Betroffenen gleichermaßen unter den Symptomen leiden, muss jede Frau ausprobieren, welche Maßnahmen ihr am besten helfen.

Mit einer smarten App kannst Du einfach Deinen Zyklus auswerten und feststellen, wann die kritische Zykluszeit beginnt – lass Dir einfach die PMS-Zeit anzeigen. Auf diese Weise bist Du gewarnt, kannst rechtzeitig entsprechende Vorbeugemaßnahmen treffen und Deine Tagesplanung zumindest ein bisschen darauf abstimmen. Das Beobachten der Körpersymptome hilft Dir außerdem dabei, die Vorgänge besser zu verstehen und mögliche Unregelmäßigkeiten oder Krankheiten zu identifizieren.PMS erkennen und vorbeugen mit cyclotest mySense.

Gibst Du innerhalb Deiner PMS-Zeit unter Stimmung „sensibel“ oder „traurig“ ein, so wirst Du durch eine Wolke in Deinem Zyklusdreieck zusätzlich auf die kritische Phase aufmerksam gemacht.

Auch der smarte Minicomputer cyclotest myWay zeigt Dir die PMS-Zeit an. Betroffene Frauen können dadurch besser einschätzen, wann die kritische Zeit ansteht und Maßnahmen zur Vorbeugung treffen.

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Welche Medikamente helfen bei PMS?

Schmerzen können mit Schmerzmittel behandelt werden. Gegen Wassereinlagerungen helfen Patientinnen ausschwemmende Medikamente. Depressionen bzw. depressive Verstimmungen lassen sich mit stimmungsaufhellenden Präparaten wie Antidepressiva behandeln.

Es liegen schwache Hinweise darauf vor, dass eine Kombinationspille (enthält das Gestagen Drospirenon sowie das niedrig dosierte Hormon Östrogen) gegen PMS helfen kann. Ob der Einsatz dieser Hormone sinnvoll ist, sollte natürlich ein Arzt nach einer gründlichen Diagnose entscheiden. Aber wie alle Medikamente und wie jedes hormonelle Verhütungsmittel hat auch die Pille bzw. Minipille Nebenwirkungen.

Und wenn eine Schwangerschaft erwünscht ist, scheidet diese Methode sowieso aus; daher sind natürliche Präparate eine willkommene Alternative zu Antidepressiva, Schmerzmitteln oder weiteren Mitteln. Pflanzliche Medikamente können dann bei PMS eingesetzt werden.

Mönchspfeffer lindert vor allem Schmerzen in der Brust und kann sich positiv auf das Zyklusgeschehen auswirken. Er gehört zu den am besten erforschten Heilpflanzen und hat sich bei der Behandlung von PMS einen festen Platz erobert. In einer Studie wurde bei 79 – 85 % der Teilnehmerinnen nach drei Monaten Behandlung mit Mönchspfeffer Beschwerdefreiheit oder eine Besserung erreicht.6

Ernährung bei PMS

Schlechter Laune vor der Regelblutung kann man durch die richtige Ernährung bei PMS entgegenwirken. Salzhaltigen Lebensmitteln oder Schokolade solltest Du aus dem Weg gehen, da diese Produkte bei übermäßigem Verzehr nicht nur schlecht für Deine Gesundheit sind, sondern auch, da sie die Unpässlichkeit begünstigen können. Es wird außerdem vermutet, dass regelmäßige Mahlzeiten dazu beitragen, Heißhunger auf Süßes zu verringern.7

Milchprodukte, verarbeitete Lebensmittel sowie rotes und fetthaltiges Fleisch können diese Beschwerden ebenfalls fördern.

Persönliche Erfahrungen bei PMS

Maggie vom Blog We are the Ladies ist Expertin für Verhütung, Zykluswissen und viele Themen rund um Frauengesundheit. Hier hat sie für uns ein paar wertvolle Tipps gegen PMS zusammengestellt:

Maggie vom Blog We are the Ladies

  • Sich bewegen:
    Wenn Ihr insbesondere an Wassereinlagerungen leidet – auch ein weit verbreitetes Symptom vor den Tagen –, hilft körperliche Aktivität, das eingelagerte Wasser schneller abzutransportieren. Sport fördert außerdem die Durchblutung und kann Krämpfe in der Gebärmutter lindern.
  • Entspannen:
    Wer sich nicht so gern sportlich betätigt, kann auf Meditation und andere Entspannungstechniken zurückgreifen. Entspannung bedeutet für viele aber auch einfach nur, sich in die Badewanne zu legen, Musik zu hören, zu lesen oder einen guten Film zu schauen.
  • Gesund ernähren:
    Euer Körper benötigt nun viele Vitamine und Mineralien, also am besten viel Obst und Gemüse essen. Im Idealfall verzichtet Ihr in der Zeit vor Eurer Blutung auf (zu viel) Alkohol, Koffein und Zucker. Hilfreich können auch Kräutertees sein, zum Beispiel aus Frauenmantelkraut, Melissenblättern und Kamillenblüten.
  • Nahrung ergänzen:
    Es gibt leider keine wissenschaftlichen Studien, die belegen, welche Nahrungsergänzungsmittel tatsächlich gegen das prämenstruelle Syndrom helfen. Trotzdem hat sich ein Trend unter Frauen abgezeichnet: So schwören viele auf Magnesium, Johanniskraut, Yamswurzel und Folsäure. Auch Vitamin B6 und Kalzium können eventuell helfen. Am besten, Ihr sprecht mit Eurem Arzt oder fragt in der Apotheke nach.
  • Schlafen:
    Vielleicht geht es Euch so wie mir, und Ihr schlaft vor Eurer Regelblutung schlechter als sonst. Wenn möglich, solltet Ihr Euch dann nachmittags noch mal zum Schlafen hinlegen, und sei es nur, um kurz runterzukommen und abzuschalten.

Tipps gegen PMS

Einige Frauen schwören darauf, in der PMS-Zeit moderaten Sport zu treiben. Du könntest zum Beispiel Yoga machen, da es Bewegung und Entspannung vereint. Der Körper wird so besser durchblutet und die Ursachen der Bauchkrämpfe werden bekämpft.

Für die Stimmungsschwankungen, Verstimmungen und Reizbarkeit wird u. a. ein Mangel an Serotonin, dem sog. Glückshormon, verantwortlich gemacht. Dem lässt sich durch viel Tageslicht, Sport, Entspannungstechniken oder Massagen entgegenwirken. Über die Ernährung lässt es sich mit Nüssen, Omega-3-Fettsäuren und sogar dunkler Schokolade erhöhen.

Das Prämenstruelle Syndrom kann für eine Beziehung eine große Herausforderung sein. Manche Frauen spüren ihre Symptome sehr stark. Hier ist es wichtig, dass Dich Dein Partner körperlich, mental und emotional unterstützt damit ihr beide gut durch die Tage vor den Tagen kommt.

Was andere Frauen zu diesem Thema interessiert

Die Symptome bei PMS sind vielfältig. Neben körperlichen Beschwerden wie Spannungsgefühlen in den Brüsten, Kopf-, Rücken-, Unterleibsschmerzen und Wassereinlagerungen können auch psychische Beschwerden wie Stimmungsschwankungen und Konzentrationsstörungen auftreten.
Je nach Schweregrad der Symptome, können die Symptome mit hormonellen Mitteln, Antidepressiva oder pflanzlichen Alternativen gelindert werden. Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung der Beschwerden.
PMS tritt in der zweiten Zyklushälfte auf. Beschwerden können sich bis zu 14 Tage vor der Regelblutung beginnen. Mehr erfährst Du hier.
Die Beschwerden sind etwa fünf Tage nach Höhepunkt des Progesteronspiegels am stärksten. Dies sind meist 4 bis 10 Tage vor Einsetzen der Regelblutung. Was du tun kannst, um die Symptome zu lindern, zeigen wir Dir hier.

Quellen:

  • 1 Kuhl, H. et al.: Sexualhormone und Psyche. Grundlagen, Symptomatik, Erkrankungen, Therapie. 1. Auflage. Stuttgart 2002.
  • 2 Diedrich, K. et al.: Gynäkologie und Geburtshilfe. 2. Auflage. Heidelberg 2007.
  • 3 Flemmer, A.: Das Prämenstruelle Syndrom (PMS) natürlich behandeln. Hannover 2012.
  • 4 Schuster, N.: Gefühle außer Kontrolle. Pharmazeutische Zeitung 28/2015
  • 5 Rohde, A.: PMS und PMDS – Behandlungsmöglichkeiten in der Frauenarztpraxis, wenn die psychischen Symptome im Vordergrund stehen. Gyne 02/2019.
  • 6 Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Österreich (Hrsg.): Mönchspfeffer bei PMS und Zyklusstörungen: Auf ausrechend hohe Dosierung achten. o. O. 2019.
  • 7 Dean C, Steinberg SK, Sylvester WH. Medical management of premenstrual syndrome. Can Fam Physician. o.O. 1986.


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Kommentare

  1. Jane

    Ein wirklich interessanter Artikel. Eine Unklarheit bleibt…Wenn der Progesteronspiegel in der 2. Hälfte ansteigt und wesentlich für PMS verantwortlich sein soll, weshalb wird dann empfohlen mit bspw. Mönchspfeffer, Yamswurzel oder weniger Milch/Koffein entgegenzuwirken? Ist es nicht so, dass gerade Yamswurzel genutzt wird, um einer Östrogendominanz entgegenzuwirken und das Progesteron zu erhöhen…Ebenso enthält Milch Östrogen, wenn darauf verzichtet werden soll, führen doch all diese Maßnahmen eher noch zur Steigerung des eh schon hohen Progesteronspiegels, oder nicht?

    1. Martin

      Liebe Jane,
      die genauen Ursachen für PMS Beschwerden konnten bisher wissenschaftlich nicht belegt werden. Man geht davon aus, dass der Hormonumschwung mit verantwortlich ist und/oder ein Ungleichgewicht der Hormone (Östrogenüberschuss, Progesteronmangel). Yamswurzel soll einen harmonisierende Effekt haben sowie ausgleichend auf die die Hormone wirken. Auch Mönchspfeffer soll dabei unterstützen, den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen und vor allem bei Brustschmerzen helfen. Milch enthält sowohl Östrogene als auch Progesterone. Der Verzicht auf Milchprodukte soll bei manchen Frauen zu einer Verbesserung der PMS Symptome geführt haben. Welche Maßnahmen am besten helfen, ist sehr individuell und von Frau zu Frau verschieden.
      Ich hoffe, das hilft Dir weiter!
      Viele Grüße
      Dein cyclotest Team

  2. Thomas

    Hallo,
    Meine Freundin leidet auch unter PMS Beschwerden. Meistens dauert diese Phase 1 1/2 Wochen an. Sie ist in dieser Zeit sehr gereizt und wendet sich körperlich und gegen Berührungen komplett ab. Für mich war es erst schwer zu verstehen weil alle meine Ex Freundinnen mit der Pille verhütet haben und ich das deswegen nicht kannte zuvor. Das körperliche (GV) minimiert sich so auf eine Woche im Monat. Meine Frage ist nun wie ich ihr dabei helfen kann diese Phasen zu übrstehen. Bringt ein gemeinsames Gespräch beim Frauenarzt etwas oder wie kann ich vorgehen? Vielen Dank.

    1. Martin

      Hallo Thomas,
      Wenn bei Deiner Freundin PMS so stark auftritt, sollte Deine Freundin eine Selbstbehandlung mit Mönchspfeffer versuchen (gibt‘s inkl. Beratung in der Apotheke). Das ist ein gut wirksames Naturheilmittel, das auch nebenwirkungsfrei ist. Allerdings stellen sich Erfolge erst nach einiger Zeit ein. Wenn das nichts nützt , könnte der/die Frauenarzt/-ärztin, ein/e Heilpraktiker/in oder die gynäkologische Endokrinologie die erste Anlaufstelle sein, um gezielte Maßnahmen zu ergreifen. Du kannst bei einer solchen Behandlung natürlich unterstützend eingreifen: Da (moderater) Sport hilfreich ist, könntest Du versuchen, sie für gemeinsamen Sport in dieser Zeit zu motivieren. Außerdem kannst Du auch gegensteuern, wenn Du für Deine Freundin das richtige kochst – bestimmte Lebensmittel wirken sich PMS-lindernd aus, wir haben hier Rezeptbeispiele. Eine abgestimmte Kräuterteemischung speziell gegen PMS (zyklusharmonisierend) wirkt bei regelmäßiger Einnahme ebenfalls positiv aus.
      Viel Erfolg!

      Dein cyclotest Team

  3. Barbara

    Guten Tag!
    Hat das Pms auch etwas mit Eierstockzysten zu tun? Kann es da einen Zsammenhang geben?
    Eierstockzysten bilden Östrogen?
    Vielen Dank

    1. Martin

      Hallo Barbara,

      Eierstockzysten können dazu führen, dass (relativ) zuviel Östrogen produziert wird. Ein solcher Östrogenüberschuss stellt ein hormonelles Ungleichgewicht dar, welches wiederum auch zu PMS beitragen kann. Was jedoch im Einzelfall die Ursache für PMS ist, muss unbedingt vom Gynäkologen geklärt werden, da noch zahlreiche weitere mögliche Ursachen in Betracht kommen.

      Viele Grüße

      Dien cyclotest Team

  4. Lisa

    Hallo,
    Der Artikel war für mich super hilfreich.
    Beeinflusst das Syndrom den Kinderwunsch?
    Und weiß ich, sobald die Symptome eintreten, dass ich dann nicht schwanger geworden bin?

    1. Diana

      Hallo Lisa,
      aus biologischer Sicht sollte PMS den Schwangerschaftswunsch nicht beeinflussen. Die psychischen Symptome, die bei PMS manchmal zum Vorschein kommen, könnten sich allerdings negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken.
      Da die Symptome sehr individuell auftreten, also von Frau zu Frau unterschiedlich sind und meist auch von Monat zu Monat variieren, sind sie kein verlässliches Anzeichen für eine Nichtschwangerschaft.
      Wir hoffen, das hilft Dir weiter.
      Bitte beachte, dass wir Dir keinen ärztlichen Rat erteilen dürfen. Bei weiteren Fragen wendest Du Dich am besten an Deinen Arzt.
      Viele Grüße vom cyclotest Team

  5. Kati

    Hallo
    Seit ca 5 Jahren leide ich an PMS und es wird immer schlimmer mittlerweile wird es so schlimm das ich mich
    1-3 Tage übergebe
    Kreislaufprobleme
    Schwindel
    Eitrige Pickel
    Schwindel u. Übelkeit
    1-2 kg Zunahme
    Wasser in den Händen
    Und das ganze sobald der Eisprung vorbei ist
    Es ist mittlerweile jeden Monat eine Qual und es geht mir so schlecht bin jetzt schon 2x krankgeschrieben worden weil nichts mehr ging
    Ich habe jetzt die Frauenärztin gewechselt weil die Andere meinte in zehn Jahren ist ja alles vorbei da kommt der Wechsel
    Meine neue Ärztin hat mir jet Chlormadinon verschrieben 24 Tage jeden Tag eine dann 4 Tage Pause
    Nehme sie jetzt einen Monat aber keine Besserung in Sicht
    Ist das Normal?

    1. Diana

      Liebe Kati,
      das klingt wirklich schlimm und ich kann Deinen Frust und Deine Sorgen sehr gut verstehen. Hattest Du andere Möglichkeiten wie Mönchspfeffer, Nahrungsergänzungsmittel sowie eine optimale Ernährung und Sport bereits ausprobiert? Leider können wir Dir keinen ärztlichen Rat erteilen. Bezüglich der Wirkweise von Chlormadinon müsstest Du einen Termin bei Deiner Ärztin vereinbaren.
      Viele Grüße und alles Gute
      Dein cyclotest Team

  6. büsi

    hallo liebes cyclotest-team,
    danke für den ausführl. und gut geschriebenen artikel, das zu lesen tut soooo gut, ich finde mich wieder & mich verstanden!!! hab seit 1 Jahr schlimm pms (bzw. pmds!) und mein gyn unterstützt mich nicht. hab wiederholt gefragt wegen Hormonspiegel messen, aber er winkt nur ab, hat mir lediglich zoely verschrieben, aber das will ich auf keinen fall nehmen (brauch keine Verhütung, hab grosse vorbehalte ggü. dem Präparat!). ich bin 43 und hatte bereits mit 20 schon einen progesteronmangel. hab trotzdem ein kind (grad 6 geworden) und bin in meinem leben als alleinerz. mama inzw. gut organisiert und glücklich. aber die 14 tage vor „den tagen“ sind mein Horror, ich kann nicht arbeiten gehen und mein kind ist inzw. von seiner mutierenden „monstermamma“ schon halbtraumatisiert. das ist alles so belastend & zerstörerisch für mich. war gestern völlig verheult beim Arzt, mir johanniskraut & progesteron-gel (homöop.) & vit. D verschreiben lassen. ich bete dass es mir endlich hilft & ich wieder „normal“ werde! könnt ihr mir sagen inwiefern Vitamin D eine rolle dabei spielt? und „winterdepression? gibt es da zusammenhänge? spielt das Immunsystem bei pms/pmds eine rolle?
    danke im voraus & verzweifelte aber LG!
    büsi

    1. Diana

      Liebe Büsi,
      das klingt wirklich schlimm. Inwiefern Vitamin D und eine Winterdepression im Zusammenhang mit PMS stehen, können wir Dir leider nicht sagen. Das Immunsystem ist in der PMS-Phase ist oftmals schwächer, daher ist in jedem Fall ratsam, das Immunsystem vorbeugend zu stärken. Wahrscheinlich musst Du ein wenig Geduld bei der Behandlung mitbringen, da es einige Zeit dauern kann, bis eine Verbesserung der PMS-Symptome eintritt. Sollte Dein Frauenarzt Dich nicht unterstützen, solltest Du vielleicht in Erwägung ziehen, diesen zu wechseln oder auch mal einen Besuch bei einem/r Heilpraktiker/in planen.
      Einen ärztlichen Rat können wir Dir leider nicht erteilen. Ich hoffe, dass es Dir bald besser geht und Du einen Weg findest, Deine PMS Beschwerden zu lindern.
      Alles Gute Dir und liebe Grüße vom cyclotest Team

  7. Lisa Weber

    sehr gut, danke!

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