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PMS verursacht viele Beschwerden bei Frauen.

Was ist das Prämenstruelle Syndrom (PMS)?

PMS kann körperliche und psychische Symptome. verursachen.
PMS (Prämenstruelles Syndrom) umfasst bestimmte Beschwerden, die bei Frauen im Zeitraum nach dem Eisprungtag bis zur Periode auftreten können. Zum Prämenstruellen Syndrom zählen Symptome wie Schmerzen, Übelkeit und schlechte Laune. Das Prämenstruelle Syndrom kann bei allen gebärfähigen Frauen auftreten.

PMS oder Prämenstruelles Syndrom – den Begriff hat wohl jeder schon einmal gehört. Was genau hat es mit diesen Beschwerden auf sich? Erst Anfang des 20. Jahrhunderts hat man den Zusammenhang zwischen dem weiblichen Hormonhaushalt und PMS erkannt. 1931 wurden erstmals prämenstruelle Beschwerden von Robert T. Frank als eigenes Krankheitsbild identifiziert („premenstrual tension“). Darin wurde es als eine Kombination aus physischen und psychischen Symptomen beschrieben.

Wer kennt sie nicht, diese lästigen Tage in der zweiten Zyklushälfte: Der Unterleib schmerzt und die Brüste spannen. Wenn man sie doch einfach streichen könnte. Hast Du Dich schon mal gefragt, warum die PMS-Beschwerden Dich so quälen? Zusammengefasst werden all diese Beschwerden unter Menstruationsbeschwerden. Hier erfährst Du, was das Wort Prämenstruelles Syndrom bedeutet, was seine Ursachen sein können und welche Symptome mit PMS damit verbunden sind. Kennst Du Dich damit schon aus? Dann kannst Du gleich mit dem PMS-Test starten und Dir die anschließenden Tipps holen.

Prämenstruelles Syndrom: Ursachen?

Bis heute gibt es keine genauen Ergebnisse, warum Frauen an den lästigen Beschwerden leiden müssen. Vermutet wird jedoch, dass die Ursache an der hormonellen Situation in der zweiten Zyklushälfte des weiblichen Zyklus liegt. Hier vermindert sich nämlich die Ausschüttung von Östrogen, während gleichzeitig die Progesteron-Produktion (ein Gelbkörperhormon) einsetzt. Auch der Serotoninspiegel sowie die Menge körpereigener Endorphine sinken. Untersuchungen deuten darauf hin, dass ein Wechselspiel zwischen dem vegetativen Nervensystem, dem Hirnstoffwechsel und der Funktion der Eierstöcke die Beschwerden auslösen. Die genauen Stoffwechselfaktoren sind allerdings bis heute nicht bekannt.2

Gibt es noch weitere PMS-Ursachen? Auch der Lebensstil – Ernährung, Bewegung, Stress – soll den Schweregrad der Beschwerden verursachen. Diese können insbesondere durch einen Mangel an Vitaminen oder durch Stress herbeigeführt oder zumindest begünstigt werden.1, 3 Ungünstig kann sich beispielsweise der Genuss von Kaffee oder Nikotin auswirken; gleiches gilt für Schlafstörungen und Bewegungsmangel.

Wer leidet unter PMS?

Es ist davon auszugehen, dass jede zweite Frau im geschlechtsreifen Alter prämenstruelle Beschwerden in der zweiten Monatshälfte wahrnimmt. Diese können unterschiedlich heftig ausfallen und körperlicher oder psychischer Natur sein. Bei Frauen über 35 erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, PMS-Anzeichen zu bemerken.1, 3 Etwa 25 Prozent der Betroffenen leiden darunter. Rund 5 Prozent fühlen sich dadurch in ihrem Alltag stark beeinträchtigt.

In der Zeit vor den Wechseljahren findet die Menstruation nicht mehr regelmäßig statt. Diese Veränderung geht zudem mit Veränderungen des Hormonhaushalts einher. Es wird weniger Östrogen produziert und es kann zu einem Abfall des Progesteron-Spiegels kommen. Dies kann PMS-ähnliche Symptome auslösen oder verschlimmern. Es kann jedoch auch vorkommen, dass sie in den Wechseljahren gemindert oder sogar unterbunden werden.3

Als Unterart von PMS ist die Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDD/PMDS) zu nennen. Bei PMDD bzw. PMDS sind die Beschwerden besonders stark ausgeprägt und der Alltag kann, sowohl privat als auch beruflich, nicht mehr in geregelter Weise stattfinden. Frauen, die an dieser Störung leiden, müssen sich in der Zeit vor der Periode krankschreiben lassen. Das betrifft immerhin ungefähr 5 % der Frauen im fertilen Alter. Eine ärztliche Behandlung ist bei PMDD bzw. PMDS unabdingbar.3

Symptome des Prämenstruellen Syndroms

Da Frauen auf unterschiedliche Weise betroffen sind, möchten wir aufklären, welche Beschwerden auftreten können, da viele oft gar nicht wissen, dass ihre Leiden – wie beispielsweise Kopfschmerzen oder Stimmungsschwankungen – vom Prämenstruellen Syndrom kommen können. Hierbei unterscheidet man zwischen körperlichen und psychischen Leiden. Diese können entweder einzeln oder zusammen auftreten.

Wenn Du eine Verschlimmerung Deiner Symptome beobachtest oder Du bereits in den ersten Wochen Deines Monatszyklus symptomatische Schmerzen hast, könnte gegebenenfalls mehr dahinterstecken als „nur PMS“ und Du solltest das während einer gynäkologischen Untersuchung bei einem Frauenarzt abklären.

Körperliche PMS-Symptome

Viele PMS-Beschwerden sind die gleichen, wie bei Regelschmerzen: Dazu zählen Krämpfe im Unterbauch, Übelkeit, Rückenschmerzen oder Gereiztheit. Zu den weiteren körperlichen Beeinträchtigungen gehören Wassereinlagerungen im Gewebe, die man auch Ödeme nennt. Die Wassereinlagerungen lassen den Körper „aufgeschwemmt“ wirken, weshalb man sich dicker fühlt als zu Beginn des Monats. Zusätzlich kann auch ein Spannen in der Brust auftreten. Berührungen werden dann unangenehm.

Außerdem fühlen viele Frauen vor der Regel eine große Müdigkeit oder Abgeschlagenheit, weshalb sie am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben möchten. Auch Übelkeit, Verdauungsstörungen, Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, Migräne oder Rückenschmerzen können auftreten. Auch erhöhte Sensibilität auf Reize, wie zum Beispiel Licht, Geruch, Lärm oder Berührung, kann verspürt werden. In der PMS-Zeit tritt oftmals unreine Haut auf.

Die Beschwerden stellen in Einzelfällen Anzeichen für Krankheiten dar. Typische Unterbauchschmerzen könnten Endometriose Symptome sein, wenn diese nicht in der PMS-Zeit auftreten. Im Falle einer solchen Erkrankung, bei der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter wächst, treten meist weitere Symptome auf wie sehr starke Regelbeschwerden oder Schmerzen beim Sex. Es könnte sich auch um den Beginn der Wechseljahre oder, in Ausnahmefällen, um eine Schilddrüsenstörung handeln.3

Bestimmte Anzeichen von PMS können auch mit den Symptomen einer Frühschwangerschaft verwechselt werden.1 Zu diesen ersten Schwangerschaftsanzeichen zählt beispielsweise Brustspannen, Ziehen im Unterbauch, Heißhungerattacken oder Stimmungsschwankungen. Es kann daher passieren, dass die Anzeichen einer Schwangerschaft mit denen des Prämenstruellen Syndroms verwechselt werden. Daher ist die Frage „PMS oder schwanger?“ durchaus berechtigt. Klarheit schaffen kann hier aber nur die (nicht) ausbleibende Regelblutung, ein Urintest zur Schwangerschaftsfeststellung und/oder ein Frauenarztbesuch. Viele Frauen geben an, dass sie eine Schwangerschaft sofort bemerkt hatten und von PMS abgrenzen konnten. Allerdings benötigt man dazu eine große Vertrautheit mit dem eigenen Körper und seinen Signalen, um sie richtig deuten zu können.

Prämenstruelles Syndrom: Psychische Symptome

Zu den psychischen Symptomen des prämenstruellen Syndroms zählen:

  • Stimmungsschwankungen
  • Depressionen, depressive Verstimmungen
  • Antriebslosigkeit
  • Hyperaktivität, Ruhelosigkeit
  • Angstzustände
  • Gefühl von Überforderung und Kontrollverlust
  • Aggressivität, Reizbarkeit
  • Veränderungen des Appetits, Heißhungerattacken
  • grundloses Weinen oder Lachen
  • vermindertes Selbstwertgefühl

PMS-Symptome: Dauer und ab wann?

In den ersten 2 bis 3 Wochen des Menstruationszyklus fühlen sich die meisten Frauen wohl in ihrer Haut, sind positiv gestimmt und erfreuen sich einer hohen Libido. PMS macht sich dann in der zweiten Menstruationszyklushälfte bemerkbar.

PMS in der zweiten Zyklushälfte

PMS tritt fast ausschließlich bei Zyklen mit einem Eisprung auf. Es wird daher zu den körperlichen Eisprung Symptomen gezählt. Die psychischen und physischen Beschwerlichkeiten beginnen meist bis zu 14 Tage vor der Menstruationsblutung. Besonders stark zeigen sich die Auswirkungen etwa fünf Tage nachdem der Progesteronspiegel seinen Höhepunkt erreicht hat. Das sind 4 bis 10 Tage vor Einsetzen der Regelblutung. Sobald die Regelblutung einsetzt, lassen die Beschwerden meist wieder nach, da der Progesteron-Spiegel sinkt. Es kann allerdings auch vorkommen, dass sie auch darüber hinaus anhalten.2

Dauer der PMS-Phase

Die Dauer dieser Phase ist von Betroffener zu Betroffener unterschiedlich. Die Symptome können sich die ganze 2. Zyklusphase über zeigen und sich sogar bis zum Beginn der Blutung verschlimmern. Sie können allerdings auch an einzelnen Tagen oder über einen kürzeren Zeitraum auftreten.

PMS? Mach den PMS-Test!

Möchtest Du wissen, ob die Symptome, die Dich plagen, PMS sein können? Dann mach den Test! Bitte berücksichtige aber nur die Beschwerden, die bei Dir kurz nach dem Eisprungzeitpunkt bis zur Menstruation auftauchen.

  1. Leidest Du vor Deiner Periode unter Stimmungsschwankungen oder bist Du grundlos gereizt?
  2. Fühlst Du Dich vor Deiner Regel müde, k.o. und ohne Energie?
  3. Hast Du vor Deinen Tagen oft Heißhunger auf Süßes?
  4. Hast Du vor der Menstruation berührungsempfindlichere Brüste als sonst?
  5. Leidest Du vor Deiner Periode an Kopf-, Rücken- oder Bauchschmerzen?
  6. Bist Du vergesslicher oder unkonzentrierter als gewöhnlich?
  7. Fühlst Du Dich durch körperliche Beschwerden oder Schmerzen in Deiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt?
  8. Machst Du Dir öfter Sorgen und bist Du in Entscheidungen unsicherer als sonst?

Du hast 1 Frage oder keine mit ja beantwortet – Wahrscheinlich kein PMS

Das Prämenstruelle Syndrom ist für Dich ein Fremdwort. Vermutlich hast Du gerade überhaupt das erste Mal davon gehört und wirst Dir denken: Brauch ich wirklich nicht! Sei froh, dass Du PMS nur in der Theorie kennst.

Du hast zwischen 2 – 5 Fragen mit ja beantwortet – Leichte PMS-Neigung

Dir sind die beschriebenen Symptome nicht fremd, aber Du kannst damit leben, weil Du nicht dauernd damit zu kämpfen hast. Wenn Du unsere Tipps befolgst, kannst Du die Auswirkungen sicherlich noch weiter reduzieren.

Du hast mehr als 5 Fragen mit ja beantwortet – Wahrscheinlich leidest Du unter PMS

Du erkennst Dich 1:1 wieder und denkst, dass genau Du hier beschrieben bist? Dann leidest Du offensichtlich unter PMS. Kleiner Trost: Das geht nicht nur Dir so. Und es gibt Hilfe – lies Dir unsere Tipps durch oder frag Deinen Gynäkologen. Kopf hoch – die Auswirkungen lassen sich lindern, so dass Dir die Tage vor den Tagen nicht mehr wie der blanke Horror vorkommen müssen.

Was tun bei PMS?

Wenn Du unter PMS leidest, bist Du diesem lästigen Leiden nicht hilflos ausgeliefert. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Auswirkungen zu lindern und Dein Befinden zu bessern. Da nicht alle Betroffenen gleichermaßen unter den Symptomen leiden, muss jede Frau ausprobieren, welche Maßnahmen ihr am besten helfen.

Mit einem smarten Zykluscomputer kannst Du einfach Deinen Zyklus auswerten und feststellen, wann die kritische Zykluszeit beginnt. Lass Dir von cyclotest myWay die PMS-Zeit anzeigen. Auf diese Weise bist Du gewarnt, kannst rechtzeitig entsprechende Vorbeugemaßnahmen treffen und Deine Tagesplanung zumindest ein bisschen darauf abstimmen. Das Beobachten der Körpersymptome hilft Dir außerdem dabei, die Vorgänge besser verstehen zu lernen und mögliche Unregelmäßigkeiten oder Krankheiten zu identifizieren.

Lass Dich nicht von PMS überraschen - mit cyclotest myWay

Medikamente & Co. gegen PMS?

Es liegen schwache Hinweise darauf vor, dass eine Kombinationspille (enthält das Gestagen Drospirenon sowie das niedrig dosierte Hormon Östrogen) gegen PMS helfen kann. Ob der Einsatz dieser Hormone sinnvoll ist, sollte natürlich ein Arzt nach einer gründlichen Diagnose entscheiden. Aber wie alle Medikamente und wie jedes hormonelle Verhütungsmittel hat auch die Pille bzw. Minipille Nebenwirkungen. Und wenn eine Schwangerschaft erwünscht ist, scheidet diese Methode sowieso aus; daher sind natürlich Mittel eine willkommene Alternative. Bei einer PMS-Therapie sollte zudem immer auch eine mögliche Gelbkörperschwäche untersucht werden, da diese oftmals dem PMS zugrundeliegt, das sich häufig auch durch schmerzhafte Beschwerden äußert.

Mönchspfeffer lindert vor allem Schmerzen in der Brust und kann sich positiv auf das Zyklusgeschehen auswirken. Er gehört zu den am besten erforschten Heilpflanzen und hat sich bei der Behandlung von PMS einen festen Platz erobert. Eine Tasse Ingwertee ist sehr wohltuend bei Kopfschmerzen. Weitere Heilpflanzen zur PMS-Behandlung, die meist als Teeaufguss getrunken werden können, sind Frauenmantel, Schafgarbe, Mexican Wild Yam (Jamswurzel), Lavendelblüten, Baldrian oder Hopfen. Gerade Frauenmanteltee soll bei PMS spürbar lindernd wirken. Damit Heilpflanzen ihre Wirkung entfalten können, müssen sie über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Du musst also ein wenig Geduld haben, wenn Du das Prämenstruelle Syndrom sanft und auf natürliche Weise bekämpfen möchtest.3

Für die Stimmungsschwankungen, Verstimmungen und Reizbarkeit wird u. a. ein Mangel an Serotonin, das sog. Glückshormon, verantwortlich gemacht. Dem lässt sich durch viel Tageslicht, Sport oder Massagen entgegenwirken. Über die Ernährung lässt es sich mit Nüssen, Omega-3-Fettsäuren und sogar dunkler Schokolade erhöhen.

Prämenstruelles Syndrom: Ernährung & Co.

Schlechter Laune vor der Regelblutung kann man durch die richtige Ernährung bei PMS entgegenwirken. Salzhaltigen Lebensmitteln oder Schokolade solltest Du aus dem Weg gehen, da diese Produkte bei übermäßigem Verzehr nicht nur schlecht für Deine Gesundheit sind, sondern auch, da sie die Unpässlichkeit begünstigen können.

Milchprodukte und rotes Fleisch können diese Beschwerden ebenfalls fördern. Spezielle Rezepte gegen PMS mit den optimalen Lebensmitteln können zur Linderung beitragen.

Koch Dir gute-Laune-Gerichte bei PMS, die Deinen Verstimmungen natürlich entgegenwirken.

PMS Symptome kann man durch die richtige Ernährung bekämpfen.

Die richtige Ernährung bei PMS | Foto: © cyclotest

Tipps gegen PMS

Maggie von We Are The Ladies

Maggie von We Are The Ladies

Maggie vom Blog We are the Ladies ist Expertin für Verhütung, Zykluswissen und viele Themen rund um Frauengesundheit. Hier hat sie für uns ein paar wertvolle Tipps gegen PMS zusammengestellt:

  • Sich bewegen: Wenn Ihr insbesondere an Wassereinlagerungen leidet – auch ein weit verbreitetes Symptom vor den Tagen –, hilft körperliche Aktivität, das eingelagerte Wasser schneller abzutransportieren. Sport fördert außerdem die Durchblutung und kann Krämpfe in der Gebärmutter lindern.
  • Entspannen: Wer sich nicht so gern sportlich betätigt, kann auf Meditation und andere Entspannungsübungen zurückgreifen. Entspannung bedeutet für viele aber auch einfach nur, sich in die Badewanne zu legen, Musik zu hören, zu lesen oder einen guten Film zu schauen.
  • Gesund ernähren: Euer Körper benötigt nun viele Vitamine und Mineralien, also am besten viel Obst und Gemüse essen. Im Idealfall verzichtet Ihr in der Zeit vor Eurer Menstruation auf (zu viel) Alkohol, Koffein und Zucker. Hilfreich können auch Kräutertees sein, zum Beispiel aus Frauenmantelkraut, Melissenblättern und Kamillenblüten.
  • Nahrung ergänzen: Es gibt leider keine wissenschaftlichen Studien, die belegen, welche Nahrungsergänzungsmittel tatsächlich gegen das prämenstruelle Syndrom helfen. Trotzdem hat sich ein Trend unter Frauen abgezeichnet: So schwören viele auf Magnesium, Johanniskraut, Yamswurzel, Folsäure und Mönchspfeffer. Auch Vitamin B6 und Kalzium können eventuell helfen. Am besten, Ihr sprecht mit Eurem Arzt oder fragt in der Apotheke nach.
  • Schlafen: Vielleicht geht es Euch so wie mir, und Ihr schlaft vor Eurer Periode schlechter als sonst. Wenn möglich, solltet Ihr Euch dann nachmittags noch mal hinlegen, und sei es nur, um kurz runterzukommen und abzuschalten.

Einige Frauen schwören darauf, in der PMS-Zeit moderaten Sport zu treiben. Du könntest zum Beispiel Yoga machen, da es Bewegung und Entspannung vereint. Der Körper wird so besser durchblutet und die Ursachen der Bauchkrämpfe werden bekämpft.

Das Prämenstruelle Syndrom kann für eine Beziehung eine große Herausforderung darstellen. Manche Frauen spüren ihre Symptome sehr stark. Als Mann ist es sicherlich nicht leicht, immer damit umzugehen. Du könntest Deine Partnerin körperlich, mental und emotional unterstützen. Hilfe im Haushalt und bei anderen körperlich anstrengenden Tätigkeiten wird sicherlich gerne angenommen. Du könntest das Kochen übernehmen und dabei besonders auf krampflindernde Speisen und Getränke achten. Höre ihr zu, zeige Rücksicht und wende dich ihr zu. So kommt ihr beide gut durch die PMS-Phase.

Quellen:
1 Kuhl, H. et al.: Sexualhormone und Psyche. Grundlagen, Symptomatik, Erkrankungen, Therapie. 1. Auflage. Stuttgart 2002.
2 Diedrich, K. et al.: Gynäkologie und Geburtshilfe. 2. Auflage. Heidelberg 2007.
3 Flemmer, A.: Das Prämenstruelle Syndrom (PMS) natürlich behandeln. Hannover 2012.


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Kommentare


Jane 30. Juli 2017 um 13:46

Ein wirklich interessanter Artikel. Eine Unklarheit bleibt…Wenn der Progesteronspiegel in der 2. Hälfte ansteigt und wesentlich für PMS verantwortlich sein soll, weshalb wird dann empfohlen mit bspw. Mönchspfeffer, Yamswurzel oder weniger Milch/Koffein entgegenzuwirken? Ist es nicht so, dass gerade Yamswurzel genutzt wird, um einer Östrogendominanz entgegenzuwirken und das Progesteron zu erhöhen…Ebenso enthält Milch Östrogen, wenn darauf verzichtet werden soll, führen doch all diese Maßnahmen eher noch zur Steigerung des eh schon hohen Progesteronspiegels, oder nicht?

Antworten

Martin 31. Juli 2017 um 10:24

Liebe Jane,
die genauen Ursachen für PMS Beschwerden konnten bisher wissenschaftlich nicht belegt werden. Man geht davon aus, dass der Hormonumschwung mit verantwortlich ist und/oder ein Ungleichgewicht der Hormone (Östrogenüberschuss, Progesteronmangel). Yamswurzel soll einen harmonisierende Effekt haben sowie ausgleichend auf die die Hormone wirken. Auch Mönchspfeffer soll dabei unterstützen, den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen und vor allem bei Brustschmerzen helfen. Milch enthält sowohl Östrogene als auch Progesterone. Der Verzicht auf Milchprodukte soll bei manchen Frauen zu einer Verbesserung der PMS Symptome geführt haben. Welche Maßnahmen am besten helfen, ist sehr individuell und von Frau zu Frau verschieden.
Ich hoffe, das hilft Dir weiter!
Viele Grüße
Dein cyclotest Team

Antworten

Thomas 1. Februar 2018 um 19:12

Hallo,
Meine Freundin leidet auch unter PMS Beschwerden. Meistens dauert diese Phase 1 1/2 Wochen an. Sie ist in dieser Zeit sehr gereizt und wendet sich körperlich und gegen Berührungen komplett ab. Für mich war es erst schwer zu verstehen weil alle meine Ex Freundinnen mit der Pille verhütet haben und ich das deswegen nicht kannte zuvor. Das körperliche (GV) minimiert sich so auf eine Woche im Monat. Meine Frage ist nun wie ich ihr dabei helfen kann diese Phasen zu übrstehen. Bringt ein gemeinsames Gespräch beim Frauenarzt etwas oder wie kann ich vorgehen? Vielen Dank.

Antworten

Martin 2. Februar 2018 um 8:43

Hallo Thomas,
Wenn bei Deiner Freundin PMS so stark auftritt, sollte Deine Freundin eine Selbstbehandlung mit Mönchspfeffer versuchen (gibt‘s inkl. Beratung in der Apotheke). Das ist ein gut wirksames Naturheilmittel, das auch nebenwirkungsfrei ist. Allerdings stellen sich Erfolge erst nach einiger Zeit ein. Wenn das nichts nützt , könnte der/die Frauenarzt/-ärztin, ein/e Heilpraktiker/in oder die gynäkologische Endokrinologie die erste Anlaufstelle sein, um gezielte Maßnahmen zu ergreifen. Du kannst bei einer solchen Behandlung natürlich unterstützend eingreifen: Da (moderater) Sport hilfreich ist, könntest Du versuchen, sie für gemeinsamen Sport in dieser Zeit zu motivieren. Außerdem kannst Du auch gegensteuern, wenn Du für Deine Freundin das richtige kochst – bestimmte Lebensmittel wirken sich PMS-lindernd aus, wir haben hier Rezeptbeispiele. Eine abgestimmte Kräuterteemischung speziell gegen PMS (zyklusharmonisierend) wirkt bei regelmäßiger Einnahme ebenfalls positiv aus.
Viel Erfolg!

Dein cyclotest Team

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