Menstruation

Menstruation nennt sich der periodisch wiederkehrende Vorgang, bei dem eine unbefruchtete Eizelle samt abgebauter Gebärmutterschleimhaut und Blut aus der Gebärmutter „ausgespült“ wird. Der erste Tag der Menstruation markiert den Beginn des Menstruationszyklus. Die Menstruation wird umgangssprachlich Periode genannt und dauert durchschnittlich 4 bis 5 Tage.

Während der Menstruation helfen Tampon & Co.

Was Du über die Menstruation wissen solltest!

Das ganze Thema Menstruation ist komplex und in vielen Gesellschaften noch mit einem Tabu belegt, weswegen jede Menge Fragen dazu auftauchen. Da ist es gut, wenn man sich mit der Menstruation ein bisschen auskennt – oder sogar sehr gut.

Warum bekommen Frauen die Periode?

Die Grafik zeigt, wie sich sich die Gebärmutterschleimhaut im Laufe eines Zyklus verändert. Während der Menstruation wird aus der Gebärmutter Schleimhaut, Sekrete, Eizelle und Blut ausgeschieden.

Ursache der Menstruation: Ausscheidung der Gebärmuttermutterschleimhaut

Viele Frauen wünschen sich während ihrer Periode, sie hätten es so leicht wie die Männer – und fragen sich, warum sie regelmäßig ihre Menstruation ertragen müssen. Der weibliche Zyklus mag vielleicht gerade während dieser Zeit weit weggewünscht werden, aber er ist natürlich auch die Voraussetzung dafür, dass eines Tages ein Kinderwunsch erfüllt werden kann. Oder einfacher: Die Regelblutung ist ein Zeichen für die Fruchtbarkeit der Frau.1

Die Menstruation ist erforderlich, damit Dein Körper im neuen Zyklus auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet ist. Wie in der Grafik zu sehen, sorgt zunächst das Hormon Progesteron nach der Menstruation für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Bleibt die Eizelle aus dem Eierstock nach dem Eisprung aber unbefruchtet, wird die alte und nicht benötigte Gebärmutterschleimhaut abgebaut und aus der Gebärmutter ausgeschieden. Die Abstoßung der Schleimhaut geschieht, indem sich die Gebärmuttermuskulatur zusammenzieht und die Schleimhautreste zusammen mit Sekret, Eizelle und Blut „hinausspült“.

Das Abstoßen des Blutes und der Gebärmutterschleimhaut aus der Gebärmutter passiert Monat für Monat wieder, vom Eintritt der Regelblutung, der sog. Menarche, bis zu ihrem Ende, der sog. Menopause. Eine Unterbrechung ist von der Natur nur für den Fall einer Schwangerschaft vorgesehen.

Anzeichen der Periode

Wenn die Monatsblutung ansteht, spüren das viele Frauen leicht: Da sie mit einem kräftigen Umschwung der Hormone verbunden ist, kommt es oftmals zu PMS. Aber auch Unterleibsschmerzen, Krämpfe oder Übelkeit sind oftmals Vorboten und Begleiter der Menstruation.

Hilfreich und interessant ist es, wenn man seine Zykluslänge kennt. Dann lässt sich relativ leicht der Termin der nächsten Periode berechnen. Das klappt natürlich nur, wenn Deine Zyklustage ungefähr gleich sind.

Ein einfaches Hilfsmittel bei ungefähr gleichem Menstruationszyklus ist der Periodenkalender, mit dem Du auf einen Blick den wahrscheinlichen Termin Deiner nächsten Regelblutung sehen kannst.

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Hast Du einen unregelmäßigen Zyklus, klappt das natürlich nicht. Dann sollte der Menstruationsbeginn aufgrund individueller Zykluswerte bestimmt werden. Sowohl cyclotest mySense als auch cyclotest myWay geben Dir einen Überblick über Deinen persönlichen Menstruationszyklus und dessen Länge, so dass Du nicht von irgendwelchen allgemeinen Durchschnittswerten ausgehen musst, die Dir nichts nützen.

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Interessiert Dich der Beginn Deiner Periode, weil Du einen wichtigen Termin hast oder Du in Urlaub fahren möchtest? Dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, um die Periode zu verschieben.

Periodendauer

Die Menstruation ist so individuell wie Deine Stimme, Dein Aussehen oder Du selbst. Sie kann unregelmäßig sein, obwohl man sie auch „Regel“ nennt. Und es nützt nichts, wenn man weiß, dass die durchschnittliche Menstruationslänge zwischen 4 und 5 Tage ist, die eigene aber 3 Tage hat – denn dann können 3 Tage normal sein.

Die Periodendauer hängt von verschiedenen Körpervorgängen ab. Ist die Länge der Menstruation aber ständig unter 3 Tage oder über 6 Tage, solltest Du einen Frauenarzt aufsuchen. Dieser kann abklären, ob es sich um eine krankhafte Störung des Hormonhaushalts handelt.

Periodenstärke

Gleiches gilt für die Intensität der Blutung sowie das Empfinden derselben: Alles von Frau zu Frau unterschiedlich. Im Durchschnitt werden während der Menstruation 50 ml Menstruationsflüssigkeit ausgeschieden. Zu Beginn der Periode ist die Menstruationsblutung meist stärker. Gegen Ende werden weniger Blut und Gebärmutterschleimhaut aus der Gebärmutter ausgeschieden. Und: Die Stärke Deiner Periode verändert sich im Laufe des Lebens.1

Wissen über die Menstruation sammeln mit einer Zyklus-App, Basalthermometer und Menstruationstasse.

Stärke der Blutung tracken mit cyclotest mySense

Äußerlich zeigt sich die Periode durch die Monatsblutung, die mal stärker, mal schwächer ausfallen kann. Manche Frauen meinen, dass sie trotz Periode schwanger seien – dieser Fall kann ausgeschlossen werden. Während der Schwangerschaft können verschiedene Blutungen mit verschiedenen Ursachen auftreten, aber kein Menstruationsblut. Wiederum ist es aber möglich während der Periode schwanger zu werden.

Erste Monatsblutung

Die erste Monatsblutung, die sogenannte Menarche, stellt einen großen Einschnitt im Leben eines Mädchens dar. Sie findet meist zwischen dem 10. und 16. Lebensjahr statt und wird in vielen Kulturen als Übergang vom Mädchen zur Frau gesehen und gefeiert.

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Ab diesem Zeitpunkt sind ein Eisprung, eine Befruchtung und eine Schwangerschaft prinzipiell möglich. Es handelt sich um eine ohnehin aufregende Zeit, und die erste Monatsblutung trägt häufig zu noch mehr Verunsicherung bei. Allerdings ist das normal, schließlich handelt es sich um völlig neue Erfahrungen.

Hygieneprodukte für die Periode

Wie geht frau nun mit der Periode um? Es gibt einige Hygiene-Lösungen, um der Blutung Herr bzw. Frau zu werden – die bekanntesten sind Binden und Tampons.

Tampons saugen das Blut und die Gebärmutterschleimhaut, welche aus der Gebärmutter herausfließen, auf. Gerade bei Tampons muss aber darauf geachtet werden, sie regelmäßig zu wechseln. Wenn man solche Produkte nutzt, sollte man sich aber auch darüber informieren, welche Inhaltsstoffe sie enthalten und wie die Rohstoffe hergestellt werden, denn es gibt wenige Produkte, mit denen man einen so engen Kontakt am Körper hat.

Außer diesen bekannten Hygieneprodukten gibt es aber auch umweltfreundlichere Methoden, z. B. eine Menstruationstasse. Diese sind zwar anfangs etwas teuer als die herkömmlichen Hygieneprodukte, auf die Dauer gesehen aber um ein Vielfaches günstiger, da sie mehrere Jahre verwendbar sind.

Am günstigsten ist die sogenannte freie Menstruation, bei der man die eigene Menstruation so genau kennenlernt, dass man von ihr im Idealfall nicht mehr überrascht wird. Beherrscht man dies, benötigt man keine Hygieneprodukte mehr.

Welche Beschwerden können bei der Menstruation auftreten?

Da die Regel oft unregelmäßig sein kann, ist es gut zu  wissen, auf welche Probleme man sich einstellen sollte. Zum einen kann die Regel schmerzhaft verlaufen, sie kann zu häufig, zu selten, zu stark oder zu schwach sein. Und was natürlich auch sein kann: Dass überhaupt keine Menstruation eintritt. Für alle Beschwerden haben wir ein paar Tipps, um die Probleme möglichst gering zu halten. Übrigens lassen sich in die cyclotest mySense-App, der Zyklus-App zum dazugehörigen Basalthermometer cyclotest mySense, sämtliche körperliche Symptome eintragen, ebenso wie die Blutungsstärke, Deine Stimmung, die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und vieles mehr.

cyclotest mySense - Eingabemöglichkeiten

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Zu kurze oder zu lange Periode

Wenn Deine Periode zu kurz ist, spricht man von einer sog. Brachymenorrhoe (< 3 Tage). Da sie sich normalerweise von selbst wieder einpendelt, wird sie nur behandelt, wenn sie dauerhaft zu kurz ist oder wenn ein Kinderwunsch besteht. In diesem Fall erfolgen eine genaue Untersuchung und eine Hormontherapie.

Ist Deine Periode hingegen zu lang, handelt es sich um eine sog. Menorrhagie (7-10 Tage). Ursachen können Polypen oder Myome sein, die zu den gutartigen Gewebeveränderungen zählen, aber auch bösartige Gewebeveränderungen. Während letztere entfernt werden müssen, ist dies bei gutartigen Veränderungen vom Einzelfall und davon abhängig, ob sie Beschwerden verursachen. Ursache kann aber auch eine hormonelle Störung sein.2

Tipp: Ingwer oder Mönchspfeffer sollen die Abstoßung des Menstruationsbluts beschleunigen. Auch Sport und Wärme sollen für kürzere Blutungen sorgen.

Stärke der Menstruationsblutung

Wenn Du eine zu starke Regelblutung hast (>80 ml), ist das nicht zwangsläufig ein Problem. Wenn Du Dich von der sogenannten Hypermenorrhoe nicht beeinträchtigt fühlst (z. B. durch Blutarmut oder Eisenmangel), besteht normalerweise (bis zu einem gewissen Grad) auch keine Notwendigkeit, sie zu behandeln.2

Ab etwa 120 ml geht man davon aus, dass die Blutung zu stark ist; hier kann es sinnvoll sein, einen Arzt zu konsultieren. Bei Trägerinnen einer Kupferspirale kann es allerdings leichter zu einer stärkeren Regelblutung kommen.

Tipp: Bei einer Regelblutung mit hohem Blutverlust kannst Du probieren, ob Dir Sport hilft – oder das Gegenteil davon: Faulenzen.

Bei zu schwacher Monatsblutung spricht man von einer Hypomenorrhoe. Hier ist der Blutverlust unter 25 ml. Beschwerden sind in der Regel keine vorhanden. Eine Therapie ist in der Regel nicht erforderlich.2

Periode bleibt aus

Wenn Deine Periode gänzlich ausbleibt, spricht man von einer Amenorrhoe.2 Die ausbleibende Menstruation muss nicht notwendigerweise eine Krankheit oder einen fehlender Eisprung als Ursache haben – Du kannst auch schwanger sein! Hierbei handelt es sich um ein Schwangerschaftsanzeichen, wenn Du ansonsten gesund bist.

Tipp: Mache bei begründetem Verdacht einen Schwangerschaftstest. Ansonsten gedulde Dich noch, die Menstruation kann sich auch mal nach hinten verschieben. Bist Du schwanger, dann kannst Du den ersten Tag der Menstruation verwenden, um den ungefähren Geburtstermin berechnen zu können.

Wenn Du etwas älter bist, kann eine ausbleibende Periode auch auf die Wechseljahre hindeuten bzw. den Beginn der Menopause anzeigen. Aber auch nach Absetzen der Pille oder anderer hormoneller Verhütungsmittel kann es in einigen Fällen zu einem Ausbleiben der Blutung über 3 oder mehr Monate kommen (Post-Pill-Amenorrhoe). Auch während der Pilleneinnahme tritt aufgrund der zugeführten Hormone (Östrogen und Gestagen) keine Periode ein. Es findet lediglich eine Abbruchblutung statt, die in den Pillenpausen durch den Hormonentzug und den damit verbundenen Fall des Östrogenspiegels ausgelöst wird.

Zwischenblutungen

Zwischenblutungen kommen häufig vor, und sie sind auch in ihrer Intensität verschieden, genauso wie ihre Ursachen: Hierbei kann es sich um hormonelle Störungen handeln, aber auch um kleinste Verletzungen. Es sind auch Erkrankungen, Entzündungen und Stress als Ursache bekannt.

Daher sollte die Ursache immer abgeklärt werden, um sie ggf. zu behandeln. Der Arzt untersucht in der Regel, ob es sich um eine organische oder eine hormonelle Ursache handelt und leitet dann die entsprechende Behandlung ein, falls erforderlich. Mit cyclotest mySense und cyclotest myWay kannst Du auch auftretende Zwischenblutungen tracken.

Tipp: Beobachte Deinen Menstruationszyklus. Dann weißt Du, ob bestimmte Regelmäßigkeiten hinter Deinen Zwischenblutungen stecken.

Schmerzen während der Menstruation

Bei Problemen während der Menstruation können Medikamente Linderung verschaffen.

Medikamente können Linderung verschaffen

Regelschmerzen sind nicht ungewöhnlich – fast jede Frau ist oder war davon schon einmal betroffen. Meistens sind sie zwar lästig, aber medizinisch nicht bedenklich. Allerdings sollte man aktiv werden, wenn die Schmerzen den Tagesablauf so beeinflussen, dass man seinen gewöhnlichen Aufgaben nicht mehr nachkommen kann. Eine solche Beeinträchtigung des Körpers wird eigentlich jeder gern los.

Tipp: Als Erste-Hilfe-Maßnahme helfen vielen Frauen Wärme und Ruhe – also Wärmflasche aufgefüllt und ab auf die Couch. Auch Sex soll helfen, da er die Muskulatur des Körpers entspannt.

Helfen diese Maßnahmen nicht, so können Medikamente Linderung verschaffen. Befrage dazu Deinen Arzt.

Unregelmäßiger Zyklus

Häufig kommt auch ein unregelmäßiger Zyklus vor. Für viele Frauen ist diese Unregelmäßigkeit sogar normal, denn es gibt einfach keinen Standardzyklus. Erst bei Abweichungen in der Zyklusdauer, die dauerhaft unter 23 Tagen oder über 45 Tagen liegen oder die um 8 Tage von Zyklus zu Zyklus schwanken, nennt man einen Zyklus unregelmäßig. Kleinere Abweichungen sollten aber kein Grund zur Sorge sein. Ursachen für die Schwankungen können das Alter, Krankheiten, Stress, aber auch Diäten, ein längerer Urlaub oder Leistungssport sein.

Tipp: Mache ein Zyklusmonitoring. Dadurch lassen sich eventuelle Zusammenhänge zwischen Deinem Lebensstil und Deinem Zyklus erkennen.

Alle wichtigen Fragen zur Periode

Die erste Menstruation setzt bei Frauen meist zwischen dem 10. und 16. Lebensjahr ein. Ab diesem Zeitpunkt tritt die Monatsblutung, wie ihr Name bereits sagt, etwa einmal im Monat auf. Die Zykluslänge unterscheidet sich von Frau zu Frau. Mit Eintritt der Wechseljahre endet die Menstruation, durch Schwangerschaften kann sie zeitweise unterbrochen werden. Hier erfährst Du, wie lange im Durchschnitt eine Periode dauert.
Bei der Menstruationsblutung werden Schleimhautreste der Gebärmutter, Sekret, die unbefruchtete Eizelle und Blut hinausgespült. Wie es dazu kommt, kannst Du hier nachlesen.
Tritt die Periode nicht wie üblich ein, gibt es dafür verschieden Ursachen. Schwankungen können durch das Alter, Krankheiten, Stress, Ernährung oder Leistungssport hervorgerufen werden. Ebenso gibt es die Möglichkeit die Periode zu verschieben bzw. hinauszuzögern. Infos dazu findest Du hier.
Bei einer durchschnittlichen Periodenstärke verliert eine Frau ca. 50 ml Blut. Von starken Blutungen spricht man ab ca. 120 ml. Auslöser hierfür kann beispielsweise die Kupferspirale sein. Ließ hier mehr zur Periodenstärke.

Quellen:

  • 1 Diedrich, K. et al.: Gynäkologie und Geburtshilfe. 2. Auflage. Heidelberg 2007.
  • 2 Göretzlehner, G. et al.: Blutungsstörungen – Neugeborenenperiode bis Postmenopause. 2. Auflage. 2014.