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Starke Regelblutung

Man spricht von einer starken Regelblutung, wenn die Frau regelmäßig insgesamt mehr als 80 Milliliter Blut verliert. Hinweise auf eine starke Regelblutung sind:

  • Wechsel des Tampons/der Binde nach 1-2 Stunden
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit
  • Menstruationsblut enthält viele dicke Blutklumpen
Eine starke Regelblutung muss man nicht unbedingt mögen.

Starke Periode mit Blutklumpen: Wie viel Blutverlust ist zu viel?

Ab wann Menstruationsblutungen als „ungewöhnlich und ungesund“ bezeichnet werden können, ist individuell verschieden. Ein- und dieselbe Menge an Blut kann für eine Frau eine gefühlt starke Regelblutung darstellen, während eine andere Frau dieselbe Menge als „normal“ einordnet und fühlt – ähnlich wie bei Regelbeschwerden.

Es gibt natürlich einen Normbereich, innerhalb dessen sich die Blutungsmengen befinden sollten, aber „Ausreißer“ davon sind nicht notwendigerweise krankhaft. Die Blutungsstärke kann von Zyklus zu Zyklus variieren. Auch ist der Blutverlust an den ersten beiden Tagen Deiner Periode am stärksten, was vollkommen normal ist.

Starke Regelblutung: Welche Blutungsmenge ist zu viel?

Ab wann spricht man von einer starken Regelblutung?

Bei einer normalen Blutungsstärke während der Menstruation wird von etwa 50 Milliliter Blutverlust für den gesamten Zeitraum ausgegangen. Zur besseren Veranschaulichung: Das ist etwa der Inhalt einer normalen Packung Gesichtscreme (50 Milliliter). Als grobe Faustregel gilt hier, dass es bei dieser Stärke etwa vier Stunden dauert, bis ein normaler Tampon bzw. eine normale Binde voll ist.

Ab etwa 80 Milliliter Blutverlust spricht man von einer starken Regelblutung bzw. Hypermenorrhoe. Das Blut enthält dann oft auch viele größere Blutklumpen und Schleimhaut. Du solltest einen Arzt aufsuchen, wenn Deine Blutungsstärke über 120 Milliliter ist, dann ist Deine Blutung zu stark.

Ist die Menstruation verlängert, spricht man von einer Menorrhagie.1 Sie dauert zwischen 7 und 14 Tagen; bis zu 30 % aller Frauen im gebärfähigen Alter sind von einer Menorrhagie betroffen.2, 3 Beide Störungen – Hypermenorrhoe und Menorrhagie – kommen häufig zusammen vor.

Wenn Du während Deiner Monatsblutung eine Menstruationstasse verwendest, kannst Du Dir die oben genannte Faustregel natürlich sparen, da Du dann die genaue Blutmenge kennst. Du kannst auch besser feststellen, ob sich im Blut stärkere Blutklumpen und Schleimhaut befinden.

Unabhängig davon, wieviel Blut Du während Deiner Menstruation verlierst, ist es wichtig, Deinen Menstruationszyklus und die Blutungsdauer sowie Stärke zu beobachten und zu dokumentieren. Mit der cyclotest mySense-App kannst Du diese Symptome bequem und einfach dokumentieren.

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Welche Beschwerden treten bei extremer Blutungsstärke auf?

Bei einer starken Regelblutung treten meist bestimmte Menstruationsbeschwerden auf: oft starke Schmerzen, meist Unterleibsschmerzen. Abgesehen von den Regelschmerzen, die durch das natürliche Zusammenziehen der Muskeln der Gebärmutter entstehen, kann es bei zu starken Blutungen zu weiteren Beschwerden kommen.

Mögliche negative Symptome, die auftreten können:

  • Eisenmangel: Eisen ist notwendig, um rote Blutkörperchen zu bilden, und diese wiederum sind nötig, um den Körper mit Sauerstoff zu beliefern. Ist dies nicht der Fall, kann dies zu Antriebslosigkeit und Müdigkeit führen – fachsprachlich eine sekundäre Anämie, also Blutarmut.
  • Kalte Hände und Füße
  • Atemnot
  • Herzrasen

Die negativen Symptome zeigen sich vor allem, wenn Du Dich körperlich belastest.

Frauen mit einer starken Regelblutung leiden auch oft unter einem unregelmäßigen Zyklus. Vor allem verkürzte Zyklen mit hohem Blutverlust können mit negativen Folgen einhergehen. Hier empfiehlt sich der Gang zum Arzt oder Frauenarzt, der dies abklären kann.

Fühlst Du Dich im Alltag durch eine starke Regelblutung gestört?

Polypen, Myome & Co.: Ursachen für eine starke Regelblutung?

Häufige Ursachen für eine starke Regelblutung sind:

  • Verwachsungen
  • Myome (Muskelknoten)
  • Polypen (Schleimhautvorwölbungen)
  • gutartige Geschwulste an der Gebärmutter

Diese Ursachen führen dazu, dass sich die Gebärmutter während der Periode nicht mehr richtig zusammenziehen kann – ein Vorgang, der normalerweise die Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) unterstützt. Durch das Zusammenziehen wird außerdem die Dauer der Monatsblutung begrenzt.

Mögliche weitere Auslöser für eine starke Regelblutung:

  • Endometriose: Sind Endometrioseherde innerhalb der Gebärmutter, sind meist sehr starke Abblutungen die Folge.
  • Entzündungen der Gebärmutter oder der Eileiter
  • Kupferspirale: Eine stärkere Menstruationsblutung ist eine der häufigsten negativen Folgen dieser Verhütungsmethode. Zudem dauert die Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut meist auch länger als üblich.
  • Absetzen der Pille
  • Hormonelle Veränderung in den Wechseljahren
  • natürliche Geburt

Manche Frauen haben bereits ab der 1. Monatsblutung eine starke Periode. Bei den meisten Frauen wird allerdings die Blutungsmenge erst zu einem späteren Zeitpunkt stärker.

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Was tun gegen eine starke Menstruationsblutung?

Für Frauen mit einer starken Regelblutung gibt es verschiedene Behandlungen wie Medikamente, Hormone oder eine Operation. Eine Therapie ist nicht immer zwingend erforderlich und muss im Einzelfall geklärt werden. Manchmal helfen auch schon kleine Umstellungen im Alltag. Solange die starke Regelblutung keine Blutarmut und keinen Eisenmangel nach sich zieht, kann sich frau auch dafür entscheiden, die Blutungen unbehandelt zu lassen und die stärkeren Tage der Periode einfach als normale Beeinträchtigung „auszusitzen“. Tipps dazu findest Du weiter unten.

Wie behandelt der Arzt die starke Regelblutung?

Bei einer Behandlung richtet sich ihre Art immer nach den zugrunde liegenden Ursachen bzw. Auslösern der starken Monatsblutung und nach dem Grad der individuellen Betroffenheit. Bei den Behandlungsmethoden zu berücksichtigen ist auch, ob später noch eine Schwangerschaft angestrebt wird oder nicht.

Für den Arzt ist es hilfreich, wenn er anhand der Anzahl der verbrauchten Hygieneartikel wie Tampons oder Binden einen Überblick über das Ausmaß der Blutungsstärke gewinnen kann. Zusätzlich sollte man seinen Menstruationszyklus dokumentieren, der Aufschluss über mögliche Erkrankungen liefern kann. Bei jeder Art von Zyklusstörung ist es auch von Vorteil, wenn man eine Art Tagebuch über den Zyklus führt. Bei Verwendung einer Menstruationstasse ist es natürlich einfacher, genaue Angaben zur Blutmenge zu machen. Banner: Berechne Deine fruchtbaren Tage mit cyclotest myWay!

Liegt eine Erkrankung vor, beispielsweise eine Endometriose, so sollte natürlich nicht nur die starke Regelblutung als Symptom behandelt werden, sondern die Krankheit selbst. Sind Wucherungen wie Myome oder Polypen die Ursache für die starken Blutungen, können sie operativ entfernt werden.

Schwächere Hypermenorrhoe behandeln

Schwächere Hypermenorrhoen lassen sich oftmals durch niedrigdosierte Hormone vom Arzt behandeln. Hierbei kommen gestagenbetonte Östrogen-Gestagen-Hormon-Kombinationen wie die Antibabypille zum Einsatz.1 Zu beachten sind aber die Nebenwirkungen, die mit der Einnahme der Pille, der Hormonspirale oder anderen Hormonen einhergehen können.

Verschiedene weitere Medikamente können ebenfalls die Blutung abschwächen und Beschwerden lindern. Es können Tabletten eingenommen werden, die das Hormon Progesteron enthalten. Progesteron hemmt den Aufbau der Schleimhaut, was eine schwächeres Abbluten hervorruft.4

Auch nicht-hormonelle Mittel zur Abschwächung der Abblutung können zum Einsatz kommen. Bei Menstruationsbeschwerden wie Schmerzen und Krämpfe werden oft Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac eingesetzt. Ein anderes Medikament, das bei übermäßigen Abblutungen helfen kann, ist Tranexamsäure. Das Präparat greift in die Blutgerinnung ein und verringert die Blutungsneigung.

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Behandlung der stärkeren Monatsblutung

Bei starken Blutungen kann eine hochdosierte Therapie mit Hormonen vom Arzt oder Frauenarzt angewandt werden. Außerdem ist auch eine direkte Behandlung der Gebärmutterschleimhaut möglich. Bei abgeschlossener Familienplanung ist auch eine Gebärmutterentfernung denkbar.Dabei gibt es meist keine Veränderungen im Hormonhaushalt, da die Eierstöcke bei dem Eingriff fast immer erhalten bleiben.

Was kann ich gegen starke Menstruationsblutungen tun?

Viele Frauen leiden im Alltag von Monat zu Monat unter einer starken Regeblutung meist aufgrund der Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit. Dann können Arbeit, Haushalt, soziale Aktivitäten und Hobbies zur Last fallen, anstatt Freude zu bereiten.

Es gilt daher, im Alltag Strategien zu entwickeln, wie man mit dem großen Blutverlust und dessen Symptomen zurechtkommt. Welche Tipps und „Hausmittel“ können hier unterstützen?

Zum einen sind gerade Menstruationstassen eine große Entlastung für Frauen mit einer starken Regelblutung. Die Kapazität der Cups ist um einiges größer als die von Tampons oder Binden und Du kannst sie länger tragen.

Zum anderen muss individuell geschaut werden: Während eine Frau Sport und Bewegung während der Monatsblutung hilfreich für den Körper findet, kann es sein, dass einer anderen gerade das Gegenteil gut tut, nämlich Entspannung, Ruhe und Faulenzen.

Für die nächste Frau liegt die Lösung dazwischen, z. B. im Yoga, wo sich Bewegung und Ruhe vereinen. Die Vermeidung von Stress auf der Arbeit und in der Partnerschaft dürfte jedoch in jedem Fall zu einem besseren Wohlbefinden während der Regelblutung beitragen.

Frauen mit starker Regelblutung wird oft empfohlen, die Ernährung umzustellen. Bestimmte Fettsäuren, Vitamine oder Ballaststoffe sollen hier helfen. Dass eine Ernährungsumstellung eine starke Regelblutung abschwächen oder die Beschwerden lindern kann, ist jedoch nicht belegt.

Eisenreiche Nahrungsmittel wie Fleisch, grünes Blattgemüse, Vollkornbrot und Hülsenfrüchte können helfen, einer Blutarmut vorzubeugen.

Quellen:

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