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Die Bandbreite der Verhütungsmethoden und -mittel ist riesig: Pille, Spirale, hormonfreie Verhütung oder Kondom? Wichtig ist bei allen Verhütungsmitteln die Einfachheit der Anwendung und deren Sicherheit. Damit lässt sich die Verhütungsmethode auswählen, die am besten auf die persönliche Situation und Bedürfnisse abgestimmt ist.

Was also tun, wenn in nächster Zeit keine Schwangerschaft geplant ist? Meistens ist es die Frau, die sich über Verhütungsmittel informiert – schließlich wäre sie am unmittelbarsten von einer Schwangerschaft betroffen. Doch welche bieten den zuverlässigsten Schutz? Die Sicherheit der jeweiligen Verhütungsart wird dabei mit dem Pearl-Index angegeben.

Mit unserem Überblick über die Verhütungsmethoden und -mittel möchten wir Dir die Auswahl erleichtern: Welches ist für Dich das richtige Verhütungsmittel? Die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Verhütung sollte möglichst gemeinsam mit dem Partner getroffen werden.

Natürliche Verhütungsmethode

Wer ohne Hormone leben möchte, kann mittlerweile auf viele Verhütungsmittel zurückgreifen. Hormonfreie Verhütung verzichtet vollständig auf hormonelle Substanzen. Diese Verhütungsmethoden greifen nicht in die weiblichen Körperfunktionen und den Hormonhaushalt ein.

Wichtig ist die Wahl der richtigen Verhütungsmethode ohne Hormone. Aber auch die Kombination verschiedener hormonfreier Methoden ist möglich oder wird sogar empfohlen.

Zu dieser Verhütung zählt NFP sowie deren Ausprägungen (Basaltemperaturmethode, Zervixschleimmethode), verschiedene Barriereverhütungsmethoden sowie die Kupferkette bzw. -spirale.

Natürliche Verhütungsmethoden: Thermometer oder Computer

Natürliche Verhütungsmethoden

Basaltemperaturmethode

Die Basaltemperaturmethode gehört zu den NFP-Methoden. Bei der Temperaturmethode kannst Du Dir die Unterschiede Deiner Körpertemperatur beim Aufwachen zunutze machen. Während der fruchtbaren Tage sind ihre Werte unterschiedlich im Vergleich zu den unfruchtbaren Tagen.

Fällt die Entscheidung für diese Verhütung, so wird – neben dem Thermometer – nur ein Stift und ein Blatt Papier oder eine App benötigt.

cyclotest mySense ist die Alternative für die natürliche Verhütung.

Einen weiteren praktischen Helfer stellt dabei ein Verhütungsminicomputer dar, der die Auswertung der Eisprungdaten übernimmt.

Mit der Temperaturmethode ist eine Verhütung ohne hormonelle Substanzen einfach und sicher.

Warum?

Der Zykluszeitraum, in der eine Schwangerschaftswahrscheinlichkeit besteht, beträgt nur eine knappe Woche. Die Methoden der Verhütung dienen dazu, diesen Zeitraum zu bestimmen. Denn nur dann muss auf zusätzliche – natürlich hormonfreie – Verhütungsmittel zurückgegriffen werden.

Diese Verhütung ist für Dich geeignet, wenn Du keine Hormone einnehmen und auf die Nebenwirkungen der Pille verzichten möchtest. Auch empfiehlt sich eine solche Verhütung, wenn Du Dich näher mit Deinem Körper auseinandersetzen möchtest. Ein unregelmäßiger Zyklusverlauf ist normalerweise kein Problem, denn jeder Zyklus wird individuell analysiert. Allerdings solltest Du die Anwendung sowie ggf. Tücken der Methoden genau kennen.


Vorteile


  • Weist einen akzeptablen Pearl-Index auf
  • Keine Nebenwirkungen, da natürlich und ohne hormonelle Substanzen
  • Kennenlernen und Verstehen der eigenen Zyklusvorgänge


Nachteile


  • Zeitaufwand durch tägliches Bestimmen der Basaltemperatur
  • Verhütung erfordert Disziplin
  • Während der fruchtbaren Tage ist ein zusätzliches Verhütungsmittel erforderlich
  • Nicht geeignet bei unregelmäßigen Schlafenszeiten


Kosten


  • Initiale Anschaffung eines Basalthermometers, einer App oder eines Computers notwendig
  • Bei zusätzlichem Verhütungsschutz in der empfängnisrelevanten Phase können Kosten für Barriereverhütungsmittel (z. B. Kondom) anfallen

 

Symptothermale Methode

Die Symptothermale Methode gehört zum natürlichen Verhütungsschutz und kombiniert die Körpertemperatur mit einem weiteren Körperanzeichen: Zervixschleim oder Muttermund. Somit lassen sich die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage genauer bestimmen.

Wenn Du so verhüten möchtest, eignet sich die Symptothermalmethode, da sie zu den sichersten Methoden der natürlichen Empfängnisverhütung gehört. Der Grund liegt darin, dass diese Methode der Verhütung zwei Körpersignale miteinander kombiniert.

Die Werte werden in ein Zyklusblatt eingegeben und analysiert. Alternativ kannst Du Verhütungscomputer oder Apps verwenden. Diese erleichtern Dir die Auswertung der Fruchtbarkeitsmerkmale.

Auf dem Markt steht momentan nur ein Computer zur Verfügung, der diese kombinierte Fruchtbarkeitsauswertung für Dich übernehmen kann: cyclotest myWay. Er erlaubt die Einbeziehung der Zervixschleimkonsistenz in die Auswertung. Die Analyse zweier Eisprunganzeichen erhöht die Sicherheit der Auswertung und damit den Pearl-Index der Methode.

Das Video zeigt die Verhütungsmethode von cyclotest mit cyclotest myWay.

Video: Verhütungsmethoden von cyclotest

Ebenfalls gibt es bisher nur wenige Verhütungs-Apps auf dem Markt, die symptothermal auswerten können. cyclotest mySense ist ein zertifiziertes Medizinprodukt, welches für die Verhütung zugelassen ist.

cyclotest mySense Basalthermometer mit App - Anzeige unfruchtbar

UVP: 134,95  109,50  inkl. MwSt.

Enthält 19% MwSt.
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Lieferzeit: ca. 2-3 Werktage


Vorteile


  • Hohe Sicherheit ohne Hormone
  • Pearl-Index vergleichbar mit hormoneller Verhütung
  • Keine Nebenwirkungen und ebenfalls frei von hormonellen Substanzen
  • Intensives Auseinandersetzen mit den ureigenen Körpervorgängen
  • Verhütungsminicomputer oder Apps können dabei unterstützen


Nachteile


  • An empfängnisrelevanten Tagen muss zusätzlich ein weiterer Verhütungsschutz verwendet werden
  • Verhütung ist nicht geeignet bei unregelmäßigen Schlafenszeiten
  • Einbeziehung des Schleims der Gebärmutter benötigt eine Lernzeit


Kosten


  • Anschaffungskosten für ein Basalthermometer inkl. App oder einen Computer
  • Falls in fruchtbarer Phase zusätzlich verhütet wird, fallen auch hier Kosten für Barriereverhütungsmittel (z. B. Kondom) an

Barriereverhütungsmethoden

Unter Barrieremethoden versteht man Verhütungsmethoden, die eine mechanische Barriere zwischen Eizelle und Samen schaffen und so eine Schwangerschaft vermeiden. Die beliebteste Form dieser Verhütung ist das Kondom.

Kondom

In der Handhabung einfach, leicht erhältlich und ein praktikables Verhütungsmittel für den Mann: Kondome. Ihr großer Vorteil: Diese Barrieremethode schützt nicht nur vor ungewollten Schwangerschaften, sondern auch vor übertragbaren Geschlechtskrankheiten wie HIV, HPV, Chlamydien, Genitalwarzen und andere Krankheiten, die die Geschlechtsorgane betreffen.


Vorteile


  • Bei richtiger Anwendung akzeptabler Pearl-Index
  • Muss nur bei Bedarf angewendet werden
  • Barrieremethode kann in Kombination mit den NFP-Methoden verwendet werden
  • Kein Eingriff in die Körpervorgänge
  • Schützt vor Infektionen
  • Verhütung für den Mann


Nachteile


  • Allergische Reaktionen möglich
  • Schwangerschaftsrisiko durch falsche Verwendung
  • Möglicher Störfaktor beim Sex durch reduzierte Empfindsamkeit


Kosten


  • Wiederkehrende Kosten
  • 10er-Packung zwischen 5 und 12 Euro

Ebenfalls auf dem Markt ist ein spezielles Frauenkondom. Das sogenannte Femidom ist bei korrekter Verwendung genauso sicher wie das Kondom für den Mann und schützt ebenfalls vor sexuell übertragbare Krankheiten. Diese Art der Verhütung ist allerdings kompliziert in der Verwendung und nur über Apotheken bzw. das Internet bestellbar.

Diaphragma

Diaphragmen sind runde Kappen aus Silikon. Mit einem Diaphragma wird der Muttermund verschlossen, so dass keine Spermien mehr in die Gebärmutter gelangen können. Das Diaphragma sollte zusammen mit einem Verhütungsgel verwendet werden und kann bis zu 2 Stunden vor dem Geschlechtsverkehr eingeführt werden. Nach dem Sex sollte das Diaphragma mindestens 8 Stunden in der Vagina verbleiben.


Vorteile


  • Bei korrekter Anpassung und geübter Anwendung Verhütungsschutz mit akzeptabler Sicherheit
  • Diaphragma kann in Kombination mit den NFP-Methoden verwendet werden
  • Muss nur bei Bedarf angewendet werden
  • Keine Beeinflussung der natürlichen Körpervorgänge


Nachteile


  • Passende Größe muss u. U. durch Gynäkologen bestimmt werden
  • Richtige Anwendung erfordert Übung
  • Schwangerschaftsrisiko durch Verwendungsfehler
  • Verhütungsgel sollte zusätzlich zum Diaphragma verwendet werden
  • Muss nach spätestens 24 Stunden entnommen werden


Kosten


  • Kann mehrmals verwendet werden
  • Stückpreis zwischen 20 und 60 Euro
  • Zusatzkosten für Verhütungsgel ca. 10 Euro

Portiokappe bzw. FemCap

Die Verhütungskappe ist wie ein Verschluss, der über die Portio gestülpt wird – das ist der Teil des Gebärmutterhalses, der etwas in die Scheide ragt. Größe und Form der Verhütungskappe müssen individuell durch den Frauenarzt oder eine Beraterin bestimmt werden; die Anwendung dieses Verhütungsmittels kann jedoch jede Frau alleine vornehmen.

Eine Weiterentwicklung der Portiokappe ist das LEA contraceptivum bzw. die FemCap, welche aus medizinischem Silikon bestehen. Bei allen Methoden kommen zusätzliche Gels, sogenannte Spermizide, zum Einsatz, die Samenzellen inaktivieren können.


Vorteile


  • Muss nur bei Bedarf angewendet werden
  • Keinen Einfluss auf die Körpervorgänge
  • Kann Kombination mit den NFP-Methoden verwendet werden


Nachteile


  • Passende Größe muss u. U. durch Frauenarzt, Hebamme oder Fachfrau bestimmt werden
  • Richtige Anwendung erfordert Übung
  • Schwangerschaftsrisiko durch Anwendungsfehler
  • Zusätzlich Anwendung eines Verhütungsgels erforderlich
  • Keine ausreichende Sicherheit bei Frauen, die schon ein Kind geboren haben


Kosten


  • Kann mehrmals verwendet werden
  • Stückpreis zwischen 40 und 70 Euro
  • Zusatzkosten für Verhütungsgel ca. 10 Euro

Kupferspirale und Kupferkette

Die Kupferspirale und die Kupferkette sind sogenannte Intrauterinpessare, die eine Verhütung ohne hormonelle Präparate ermöglichen. Die Kupferspirale, aber auch die Kupferkette, wirkt durch das Kupfer, das sie abgibt, bewegungshemmend auf die Spermien. Das Kupfer stört außerdem den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, sodass sich dort keine Eizelle einnisten kann.


Vorteile


  • Akzeptable Sicherheit
  • Neue Formen wie Kupferkette (Gynefix) und Kupferball eignen sich mittlerweile auch für jüngere Frauen
  • Täglicher Schutz
  • Dauerhafte Verhütung über 3–5 Jahre


Nachteile


  • Kupferkette und -spirale müssen durch einen Frauenarzt eingesetzt werden
  • Mögliche Infektion nach dem Einsetzen
  • Störungen der Regelblutung und Beschwerden der Monatsblutung sind häufig, vor allem, wenn das Modell nicht zu Form und Größe der Gebärmutter passt


Kosten


  • 120 bis 200 Euro

Laktationsamenorrhö-Methode (LAM)

Die Laktationsamenorrhö-Methode trägt ihre Wirkweise schon im Namen: Durch Milchbildung (=Laktation) wird ein Ausbleiben der Regelblutung (=Amenorrhö) erreicht. Bereits seit der Antike ist bekannt, dass das Stillen eine kontrazeptive Wirkung hat. Neuere Forschungsergebnisse zeigten, dass nicht die Dauer des Saugens für die Prolaktinbildung entscheidend ist, sondern die Frequenz.2 Es ist jedoch vom Einzelfall abhängig, wie lange sich die erste Menstruation nach der Geburt durch das Stillen verschieben lässt; in der Regel handelt es sich um wenige Monate. Außerdem müssen bestimmte Voraussetzungen beachtet werden.


Vorteile


  • Keine Nebenwirkungen, da völlig natürlich


Nachteile


  • Kann erst ab dem 56. Tag nach der Geburt angewendet werden
  • Funktioniert nur wenige Monate
  • Kann nur von stillenden Müttern angewendet werden


Kosten


  • Kostenlos

Hormonelle Verhütungsmethoden

Hormonelle Verhütungsmittel für die Frau verhindern mit Hilfe von Hormonen eine Schwangerschaft. Je nach Hormonpräparat funktionieren die Verhütungsmittel unterschiedlich. Hormonelle Verhütungsmethoden bringen unterschiedliche Sicherheiten sowie Risiken mit sich.

Mikropille

Diese Sorte der Pille enthält die Wirkstoffe Gestagen und Östrogen und wird meist nur als “Pille” oder Antibabypille bezeichnet. Bei beiden Hormonen, Gestagen und Östrogen, handelt sich um künstlich hergestelltes Progesteron. Durch die Einnahme der Antibabypille bleibt der Hormonspiegel konstant und die natürlichen Hormonvorgänge im Menstruationszyklus werden unterdrückt. Durch die Hormone der Antibabypille wird eine Befruchtung und das Einnisten der Eizelle verhindert.

Es wird auch immer wieder an der Pille für den Mann geforscht. Allerdings wurden die Forschungen an diesen hormonellen Präparaten für den Mann meist abgebrochen, da die negativen Folgen nicht akzeptabel waren. Die Verhütungssicherheit war meist sehr gut.


Vorteile


  • Hohe Sicherheit der hormonellen Verhütung bei richtiger Einnahme
  • Geschlechtsverkehr jederzeit spontan möglich
  • Schutz vor Gebärmutter- und Eierstockkrebs


Nachteile


  • Strenge Einnahmezeiten: täglich in einem 12-stündigen Zeitfenster
  • Eingriff in natürliche Körpervorgänge durch Östrogene und Gestagene
  • Beschränkte Wirksamkeit bei Medikamenteneinnahme oder Erkrankungen (zum Beispiel Durchfall und Erbrechen)
  • Geringe Wirksamkeit bei vorzeitigem Erbrechen oder Magen-Darm-Problemen
  • Erhöhtes Risiko an Durchblutungsstörungen und Herz-Kreislaufstörungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.
  • Erhöhtes Thromboserisiko
  • Pillennebenwirkungen möglich wie Übelkeit mit Erbrechen, Gewichtszunahme, sexuelle Lustlosigkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, trockenen Scheide, Brustspannen
  • Nicht empfehlenswert bei Migräne mit Aura, Rauchern, Bluthochdruck, erhöhtem Blutfettspiegel


Kosten


  • Regelmäßig anfallende Kosten
  • Monatlich umgerechnet 6–15 Euro

Minipille

Diese Pille kann in zwei Arten unterteilt werden. Es gibt Minipillen mit Levonorgestrel oder Desogestrel. Beide Hormone verhindern das Eindringen der Spermien in die Gebärmutter und sorgen dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut nicht ausreichend entwickelt wird, was Voraussetzung für das Einnisten der Eizelle wäre.

Während bei der Levonorgestreleinnahme der Eisprung weiterhin stattfindet, wird er bei der desogestrelhaltigen Pille verhindert, wodurch eine höhere Verhütungssicherheit gegeben ist. Bei erstgenanntem Hormon muss zudem darauf geachtet werden, die Pille täglich zur selben Uhrzeit einzunehmen. Bei der zweitgenannten Pille steht Dir ein 12-stündiges Zeitfenster zur Verfügung, ähnlich wie bei der Kombinationspille. Üblicherweise wird die Minipille im 28-Tage-Zyklus täglich und ohne Pause eingenommen, was zur Folge hat, dass die Monatsblutung oftmals nur unregelmäßig auftritt oder sogar ganz ausbleibt.1


Vorteile


  • Hohe Sicherheit der hormonellen Verhütung bei korrekter Medikamenteneinnahme
  • Pille enthält nur Gestagen
  • Auch in der Stillzeit anwendbar
  • Geschlechtsverkehr jederzeit spontan möglich


Nachteile


  • Zykluskontrolle schlecht möglich (Zwischenblutungen)
  • Zeitfenster der täglichen Einnahme von nur 3 Stunden (beim Levonorgestrelwirkstoff), größeres Zeitfenster bei desogestrelhaltigen Pillen
  • Beschränkte Wirksamkeit bei Einnahme von Medikamenten oder Erkrankungen
  • Geringe Wirksamkeit bei vorzeitigem Erbrechen oder Magen-Darm-Problemen
  • Risiko von Krankheitsfolgen wie sexuelle Lustlosigkeit, Gewichtszunahme, Thrombose & weitere gegeben


Kosten


  • Regelmäßig anfallende Kosten
  • Monatlich umgerechnet ca. 8 Euro

Hormonspirale

Die Hormonspirale wird in die Gebärmutterhöhle eingesetzt. Die Spirale gibt dort den Wirkstoff Levonorgestrel zur Veränderung des Muttermundschleims ab, wodurch das Aufsteigen der Spermien verhindert wird. Außerdem wird bei dieser hormonellen Verhütung das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut so beeinflusst, dass sich ein befruchtetes Ei nicht festsetzen kann.


Vorteile


  • Hohe Verhütungssicherheit, da Einnahmefehler nicht möglich sind
  • Östrogenfreies Verhütungsmittel
  • Täglicher Schutz
  • Tabletteneinnahme nicht erforderlich
  • Wirkung hält 3 bis 5 Jahre an, je nach Produkt


Nachteile


  • Eingriff in natürliche Körpervorgänge
  • In den ersten 6 Monaten häufig Zwischenblutungen
  • Negative Folgen und erhöhtes Risiko durch die Verhütungsmethode möglich
  • Muss durch Arzt eingesetzt und entfernt werden


Kosten


  • Kosten variieren, ca. 250 bis 400 Euro
  • Spirale muss nach spätestens 3 bzw. 5 Jahren gewechselt werden

Hormonimplantat (Hormonstäbchen)

Das Hormonimplantat ist ein 4 cm langes und 2 mm dickes, flexibles Kunststoffstäbchen, das einen speziellen Hormon-Wirkstoff enthält. Das Verhütungsstäbchen wird im Oberarm direkt unter der Haut eingesetzt und gibt dort den Hormonwirkstoff gleichmäßig ab. Dies führt zu einer Zervixschleimveränderung und zur Verhinderung des Eisprungs.


Vorteile


  • Verhüten mit hoher Sicherheit
  • Keine Östrogenwirkung
  • Täglicher Schutz
  • Tabletteneinnahme nicht erforderlich
  • Wirkung hält ca. 3 Jahre an


Nachteile


  • Eingriff in natürliche Körpervorgänge
  • Unregelmäßige Blutungen und Zwischenblutungen möglich
  • Nebenwirkungen wie Abnahme der Libido, Stimmungsveränderungen, Kopfschmerzen, Akne oder Gewichtszunahme möglich
  • Muss durch Arzt eingesetzt und entfernt werden


Kosten


  • 300–350 Euro
  • Muss nach 3 Jahren gewechselt werden, Entfernung kostet bis zu 50 Euro

Dreimonatsspritze

Die Dreimonatsspritze, auch Depotspritze genannt, ist eine Methode der Langzeitverhütung. Sie enthält das Hormon Gestagen, das den Eisprung verhindert und den Schleim im Gebärmutterhals verdickt. Das Gestagen bewirkt zudem, dass sich die Gebärmutterschleimhaut nur unzureichend aufbaut.


Vorteile


  • Gute Sicherheit
  • Keine Östrogenwirkung
  • Längerer Schutz, ohne täglich daran denken zu müssen


Nachteile


  • Eingriff in den Körper der Frau durch Gestagene
  • Nebenwirkungen sehr wahrscheinlich
  • Kein spontanes Beenden möglich
  • Nicht über einen sehr langen Zeitraum zu empfehlen


Kosten


  • Ca. 30 Euro pro Spritze zzgl. Kosten für das Setzen der Spritze

Vaginalring

Der Vaginalring gehört in den Bereich der hormonellen Verhütung und ist ein hormonhaltiger, flexibler Kunststoffring, der in die Scheide eingeführt wird. Der Verhütungsring enthält Östrogen und Gestagen und ist in der Wirkweise mit der Pille vergleichbar.


Vorteile


  • Gute Sicherheit der Empfängnisverhütung
  • Einfacher Gebrauch
  • Täglicher Schutz


Nachteile


  • Eingriff in die Körperabläufe der Frau durch Gestagene
  • Nebenwirkungen möglich
  • Muss nach 3 Wochen entnommen werden und ein neuer Verhütungsring muss nach einer Pause wieder eingesetzt werden


Kosten


  • Beständig anfallende Kosten
  • Monatlich umgerechnet ca. 15 Euro

Verhütungspflaster

Das Verhütungspflaster ist transparent oder hautfarben. Das Hormonpflaster wird wie ein normales Pflaster auf die Haut geklebt und wirkt ähnlich wie die Kombinationspille.


Vorteile


  • Gute Sicherheit der hormonellen Verhütung
  • Bequem und leicht anzuwenden


Nachteile


  • Eingriff in den weiblichen Hormonhaushalt
  • Nebenwirkungen häufig
  • Muss jede Woche gewechselt werden


Kosten


  • Regelmäßig anfallende Kosten
  • Monatlich umgerechnet ca. 13 Euro

Chemische Verhütungsmittel

Zu den chemischen Verhütungsmitteln zählen die sogenannten Spermizide. Diese gibt es in Form von Zäpfchen, Tabletten, Verhütungsgels oder –cremes. Dabei führt die Frau diese bestimmten, chemischen Wirkstoffe kurz vor dem Sex in die Scheide ein. Die Wirkstoffe dieser Verhütungsmittel sollen die Samenzellen abtöten, verlangsamen oder ihren Weg behindern.


Vorteile


  • Leichte Anwendung des Präparats
  • Kein Eingriff ins hormonelle System des Körpers durch die chemischen Mittel
  • Nur bei Bedarf zu verwenden


Nachteile


  • Verhütungsmittel mit niedrigem Pearl-Index
  • Chemische Verhütung nur in Kombination mit anderen Verhütungsmitteln zu empfehlen
  • Reizung der Scheidenschleimhaut
  • Schaumbildung kann als störend empfunden werden


Kosten


  • Ca. 10–20 Euro pro Packung

Andere Verhütungsmethoden

Zu den anderen Verhütungsmethoden zählen operative Methoden, wie die Sterilisation bei Mann oder Frau. Der unterbrochene Sex und die Kalendermethode zählen streng genommen nicht für den Empfängnisschutz, da sie zu unsicher sind.

Sterilisation des Mannes

Bei einer Vasektomie werden die Samenleiter im Hodensack des Mannes durchtrennt und die Enden abgebunden oder verödet. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung. Da die Sterilisation dauerhaft ist, sollte die Familienplanung abgeschlossen sein. Während der Wechseljahre der Frau könnte dieses Verhütungsmittel des Mannes in Frage kommen.


Vorteile


  • Hohe Sicherheit
  • Sex jederzeit spontan möglich
  • Einmalig und dauerhaft


Nachteile


  • Kleiner operativer Eingriff
  • Lässt sich nicht garantiert und nur mit einer Operation rückgängig machen


Kosten


  • Behandlungskosten 450–500 Euro

Sterilisation der Frau

Bei der Sterilisation werden die Eileiter abgebunden oder durchtrennt oder es wird der Fimbrientrichter am Ende des Eiliters entfernt. Der Eingriff geschieht in der Regel über eine Bauchspiegelung in Vollnarkose. Da die Sterilisation dauerhaft ist, sollte die Familienplanung abgeschlossen sein.


Vorteile


  • Hohe Sicherheit
  • Sex jederzeit spontan möglich
  • Einmalig und dauerhaft


Nachteile


  • Operativer Eingriff unter Vollnarkose
  • Mögliche Neben-/Nachwirkungen der Operation
  • Lässt sich nur schwierig, nicht garantiert und mit großem Aufwand rückgängig machen


Kosten


  • Behandlungskosten 600–1000 Euro

Coitus Interruptus

Beim Coitus Interruptus („unterbrochener Geschlechtsverkehr“) handelt es sich genaugenommen um keine Verhütungsmethode. Bei dieser Methode, die allein vom Mann angewendet wird, zieht der Mann den Penis vor dem Samenerguss aus der Scheide, so dass keine Spermien in die Scheide gelangen.


Vorteile


  • Kann zur Not angewendet werden, wenn keine anderen Verhütungsmittel zur Verfügung stehen


Nachteile


  • Geringe Sicherheit
  • Kann zu sexuellem Frust führen


Kosten


  • Keine Kosten

Knaus-Ogino-Methode

Mithilfe der Knaus-Ogino-Methode, auch Kalendermethode genannt, lässt sich der ungefähre Zeitpunkt des Eisprungs bestimmen. Um diese zu berechnen, verwendet man die Daten des längsten und des kürzesten Zyklus der letzten 6 bis 12 Monate.


Vorteile


  • Kein Eingriff in das hormonelle System des Körpers


Nachteile


  • Sehr unsicher, ungewollt schwanger werden ist leicht möglich
  • Evtl. eingeschränkte Sexualität, da lange fruchtbare Phase errechnet wird


Kosten


  • Keine Kosten


Quellen und Hinweise:
1 Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (Hrsg.): Broschüre „Sichergehn – Verhütung für sie und ihn“. Köln 2013.
2F. A. Leidenberger et al.: Klinische Endokrinologie für Frauenärzte. 4. Auflage 2009; S. 189.
Allgemeine Quelle für diese Seite: profamilia.de, abgerufen am 12. Mai 2016

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