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Bei unerfülltem Kinderwunsch ist ein negativer Schwangerschaftstest eine schlechte Nachricht.

Unerfüllter Kinderwunsch – Was kann ich tun?

Was tun, wenn der eigene Kinderwunsch zunächst unerfüllt bleibt? Diese Frage stellen sich viele Paare, die sich Kinder wünschen. In diesem Beitrag haben wir für Dich alle wichtigen Informationen zusammengestellt. Zunächst gehen wir auf die Ursachen ein und möchten Dir wertvolle Tipps geben. Schließlich zeigen wir auf, wann es sinnvoll ist, ärztlichen Rat einzuholen und welche Behandlungsmöglichkeiten den Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch zur Verfügung stehen.

Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch

Die Gründe für Fertilitätsstörungen oder für eine nicht erfolgreiche Schwangerschaft sind vielfältig. Wichtig ist, dass sich beide Partner, Mann und Frau, untersuchen lassen, da die Ursache bei beiden Partnern liegen kann.

Müssen die Ursachen zwingend biologischer Natur sein?

In einer Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach wurde herausgefunden, dass bei 13 Prozent der Paare die Gründe des unerfüllten Kinderwunschs darin liegen, dass es mit der Schwangerschaft nicht klappt.1 Doch wo sind die Auslöser dafür zu suchen, dass ein Paar kein Kind bekommen kann? In vielen Fällen liegen keine biologischen Störungen vor, wenn die Frau nicht schwanger wird. Denn es gibt zahlreiche Faktoren, die Einfluss auf die eigene Fruchtbarkeit haben können und damit auf die Chance zur Geburt eines Kindes. Das Wissen um die eigenen Körpervorgänge bei Frau und Mann, die besten Tage zur Erfüllung des Kinderwunschs, eine gute Gesundheit sowie wertvolle Tipps zum Schwanger werden können sehr nützlich sein. Wichtig ist, dass Paare diese Hinweise annehmen und ihr Wissen anwenden, damit sich die Fruchtbarkeit nicht verringert und wertvolle Zeit verstreicht.2

Auch hat sich gezeigt, dass die Ernährung bei Frau und Mann eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielen kann. Ein Mangel an ballaststoffreicher Kost und Mikronährstoffen wie Folsäure kann sich auf die Fortpflanzungshormone und die Qualität der Eizellen und Spermien auswirken bis hin zu einer Unfruchtbarkeit.3

Unerfüllter Kinderwunsch – Mögliche Ursachen bei der Frau

Findet Geschlechtsverkehr gezielt während des fruchtbaren Zeitfensters statt und der Kinderwunsch bleibt trotzdem auch nach längerer Zeit noch unerfüllt, sollten biologische Störungen geprüft werden.

Dass die Eizelle die Eileiter überhaupt erreicht, setzt voraus, dass der vorgelagerte Prozess, nämlich die Reifung in den Eierstöcken selbst, störungsfrei verläuft. Hier spielen Hormone eine wichtige Rolle. Sie steuern letztlich das gesamte Zyklusgeschehen. Zu den so genannten Eierstockhormonen zählen Östrogene und Gestagene. Ist das natürliche Gleichgewicht bzw. die natürliche Ausschüttung dieser Hormone gestört, kann das ebenfalls ein möglicher Grund für den unerfüllten Kinderwunsch sein.1

Einer der häufigsten Gründe für eine Unfruchtbarkeit der Frau ist die Anovulation, d. h. ein fehlender Eisprung. Anzeichen einer Anovulation können sein: Die Amenorrhoe, das Fehlen oder Ausbleiben der menstruellen Blutung ohne weitere Symptome und/oder ein unregelmäßiger Zyklus.4

Eine weitere häufige Ursache ist das PCO-Syndrom (polyzystisches Ovarialsyndrom, PCOS). Dabei handelt es sich um eine Hormonstörung, die beispielsweise zur Entstehung von vielen kleinen Zysten führt. Frauen, die unter PCOS leiden, haben seltener Eisprünge oder sie bleiben aus. Das PCO-Syndrom kann auch bei übergewichtigen Frauen und einer möglichen Insulinstörung entstehen. Nicht selten kommt auch eine Erhöhung der männlichen Hormone hinzu.5

Auch erschwert die Endometriose – gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutterhöhle – das Entstehen einer Schwangerschaft. Man geht dabei davon aus, dass 30–70 % aller Frauen, die sich in eine Kinderwunsch-Behandlung begeben, eine Endometriose unterschiedlicher Ausprägung aufweisen.6

Eine weitere Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch ist in diesem Zusammenhang die Gelbkörperschwäche. Es gibt verschiedene Symptome, die auf diese Funktionsstörung hinweisen. Unsere Zykluscomputer der neueren Generation können eine solche erkennen. Ob die Ursache in einer Gelbkörperschwäche zu finden ist, sollte vom Frauenarzt abgeklärt werden, der ggf. eine Behandlung einleiten kann.2

Ein weiterer Auslöser kann eine Chlamydieninfektion bei der Frau sein. Diese kann zu einer Verklebung der Eileiter führen, die eine Schwangerschaft erschwert oder unmöglich macht. Eine Infektion mit dem Bakterium Chlamydia trachomatis kann mit einer mehrtägigen Antibiotikakur behandelt werden. Die Infektion kann mittels Chlamydien Test oder beim Frauenarzt festgestellt werden.7

Weitere Gründe können im Bereich der Eileiter oder der Eierstöcke liegen. Verklebungen der Eileiter infolge von Entzündungen oder Operationen können dazu führen, dass das reife Ei nicht bis zur Gebärmutter gelangt.1

Viele Paare entscheiden sich erst spät für Kinder. Das Alter der Frau hat ebenfalls Einfluss auf die Fruchtbarkeit und setzt dem Kinderwunsch Grenzen. Die Verschiebung der Familienplanung auf einen späteren Zeitpunkt im Leben trägt zur Problematik der Unfruchtbarkeit bei.8

Unerfüllter Kinderwunsch – Mögliche Ursachen beim Mann

Die Suche nach den Ursachen beschränkt sich nicht auf die Frau. Bei Männern kann eine nicht ausreichende Spermienbeschaffenheit dazu führen, dass eine Befruchtung nicht möglich ist. Dabei kommt es nicht nur auf die Qualität, sondern tatsächlich auch auf die Quantität an, um ein Kind zu zeugen. Damit die Eizelle und das eine erfolgreiche Spermium verschmelzen können, wird eine ausreichende Menge benötigt, die zudem auch aktiv genug sind. Ein sogenanntes Spermiogramm kann hier nützliche Erkenntnisse bringen.1

Ebenso können eine Verhinderung des natürlichen Samenflusses aus der Harnröhre bei der Ejakulation sowie eine Einschränkung der Erektionsfähigkeit die Fortpflanzungsfähigkeit vermindern. Schließlich gibt es noch anatomische Faktoren, wie z. B. einen nicht rechtzeitig behandelten Hodenhochstand, die die Bildung und Beweglichkeit der Spermien beeinträchtigen und nachhaltig stören können.

Nach Abklärung der Gründe kann mit dem Arzt eine Behandlung besprochen werden. Auch bei Männern spielt das Alter eine Rolle, deren Fruchtbarkeit nimmt ab 35 Jahren zwar weniger deutlich, aber dennoch signifikant ab.9

Da für eine erfolgreiche Schwangerschaft ein Spermium auf eine Eizelle treffen muss, ist das Wissen um die Lebensdauer der Spermien wichtig. Informationen darüber haben wir Dir in unserem Ratgeber-Bereich zusammengestellt. Darin werden auch Maßnahmen zur Verbesserung deren Qualität aufgeführt, die dazu beitragen können, den Kinderwunsch zu erfüllen.

Tipps beim unerfüllten Kinderwunsch

Es gibt viele Dinge, die Du selbst tun kannst, um die Chance zu erhöhen, ein Kind zu bekommen. Basis der Selbstanalyse ist die Zyklusbeobachtung. Der Zykluscomputer cyclotest myWay kann konsequent als Zyklustagebuch eingesetzt werden. In seiner Grundfunktion errechnet er die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage und eignet sich sowohl bei Kinderwunsch als auch zur hormonfreien Verhütung.

Wie das funktioniert? Auf Basis der Messung der Basaltemperatur. Im Modus Kinderwunsch werden zudem die hochfruchtbaren Tage angezeigt. Ein Switchen des Modus von hormonfreier Zykluskontrolle – also wenn derzeit kein Baby geplant ist – auf Kinderwunsch und umgekehrt ist jederzeit möglich. Neben der individuellen Eingrenzung des Eisprungtermins werden die Phasen vor und nach dem Eisprung sowie die Zykluslänge in ihrer Gesamtheit interpretiert. Wenn diese Daten Hinweis auf eine Unstimmigkeit geben, beispielsweise eine mögliche Gelbkörperschwäche, wird darauf aufmerksam gemacht. Zudem können die Daten für den Arztbesuch aufbereitet und exportiert werden. Der große Vorteil: Der Aufwand ist gering und das Ergebnis zuverlässig, da es sich um ein geprüftes Medizinprodukt handelt.

Weiterhin solltest Du, wie oben erwähnt, auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung achten. Regelmäßiger Sport hilft auch dabei, gegebenenfalls Übergewicht und Stress abzubauen. Leidest Du an einem unregelmäßigen Zyklus, so kann Mönchspfeffer regulierend wirken. Bei der Einnahme von Mönchspfeffer in höherer Dosis würde Prolaktin reduziert und bewirke dadurch eine Steigerung des Östrogenspiegels und des Eisprung-stimulierende Hormon FSH.10 Ebenfalls gibt es naturheilkundliche Behandlungsmöglichkeiten. Allerdings richten sich auch diese vor allem nach der Ursache des unerfüllten Kinderwunschs, der dementsprechend zunächst abgeklärt werden sollte.11

Abschließend lässt sich feststellen, dass es wichtig ist, die Zweisamkeit zu genießen und sich möglichst nicht unter Druck zu setzen. Ein möglicher Zusammenhang zwischen seelischen Faktoren und (Un-)Fruchtbarkeit ist seit einiger Zeit Gegenstand wissenschaftlicher Forschungen. Es gilt als erwiesen, dass starker psychischer Stress, z. B. durch den Beruf oder den Partner bedingt, sowohl bei der Frau als auch beim Mann zu signifikanten Störungen des Hormonhaushalts führen kann.12

Unerfüllter Kinderwunsch – an wem liegt’s?

Die Ursachen bei unerfülltem Kinderwunsch liegen zum Teil bei der Frau, beim Mann, bei beiden oder ist ungeklärt.

Ursachen bei unerfülltem Kinderwunsch | © cyclotest             Quelle: Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung1, eigene Darstellung

Die Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch liegt zu 30–40 % bei der Frau. Mit derselben Häufigkeit lässt sich das Problem dem Mann zuordnen. Bei 10–30 % aller Paare, die keine Kinder bekommen können sind sogar beide Partner von Fruchtbarkeitsstörungen betroffen.1

Wann sollte man ärztlichen Rat einholen?

In Deutschland gibt es gut 1,5–2 Millionen Menschen, die sich ein Baby wünschen, deren Kinderwunsch sich aber nicht erfüllen will.13 Es wird geraten, wenn es innerhalb eines Jahres zu keiner Schwangerschaft gekommen ist, mit diesem Thema beim Arzt vorstellig zu werden.9 Dies gilt auch bei der sekundären Sterilität, dem erfolglosen Warten der Eltern auf die zweite Schwangerschaft. Wobei die Vorgabe eines Jahres nur ein Richtwert ist. Es ist ausschlaggebend, dass die männlichen Spermien und die weibliche Eizelle zum richtigen Zeitpunkt aufeinandertreffen. Das richtige Timing zu finden, ist nicht ganz einfach – dazu musst Du Deinen eigenen Monatsrhythmus beobachten. Methoden der Natürlichen Familienplanung und Zykluscomputer unterstützen dabei. Die zahlreichen Rechner, die online oder per App verfügbar sind, oder die sogenannten Zyklus-Apps bieten nur einen sehr groben Einblick in den Zyklusverlauf.

Für Paare, die eine Fernbeziehung führen oder sich aus anderen Gründen nur selten sehen, ist es oft um ein Vielfaches schwieriger, dieses Zeitfenster zum Schwanger werden zu finden und konsequent auszunutzen. Dieses Beispiel soll verdeutlichen, dass der Zeitraum von einem Jahr nur eine Annäherung ist. Du solltest nicht ungeduldig sein, wenn sich nicht sofort eine Schwangerschaft ankündigt, aber sobald Du ein ungutes Gefühl hast, ist ein Besuch beim Arzt sicherlich sinnvoll. Alle bis dato gesammelten Informationen über das eigene Zyklusgeschehen, beispielsweise die jeweilige Zykluslänge, der Menstruationsstart oder der Eisprungtermin können dann bereits wertvolle Grundlage für eine ärztliche Behandlung sein.

Unerfüllter Kinderwunsch – Häufige Fragen

Wann genau spricht man von Sterilität bzw. unerfülltem Kinderwunsch?

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO spricht man von Sterilität, wenn sich bei einem Paar nach zwei Jahren regelmäßigen Geschlechtsverkehrs der Kinderwunsch nicht erfüllt. Unter regelmäßigem Geschlechtsverkehr versteht man in dieser Hinsicht, dass dieser mindestens zweimal pro Woche stattfindet.14

In der Medizin werden zwei Arten unterschieden:

  • Bei primärer Sterilität war die Frau noch nie schwanger bzw. der Mann hat noch nie ein Kind gezeugt.
  • Bei sekundärer Sterilität war die Frau bereits einmal schwanger, aber sie wird es kein zweites Mal.13

Wie viel „Wartezeit“ ist normal?

Wie oben beschrieben gilt aus medizinischer Sicht durchschnittlich ein Jahr als normale Wartezeit auf eine Schwangerschaft.15 Dies ist allerdings abhängig vom Alter und der medizinischen Vorgeschichte der Frau und ihres Partners. Frauen bis maximal 35 Jahren wird empfohlen, nach etwa einem Jahr Wartezeit zur Ärztin oder zum Arzt zu gehen, wenn es bisher nicht geklappt hat. Ältere Frauen sollten sich bereits nach einem halben Jahr ärztlich untersuchen lassen. Denn auch eine eventuelle Kinderwunsch-Behandlung ist erfolgreicher, je jünger sie ist.3 Möchtest Du die Wartezeit auf ein Baby verkürzen, haben wir Dir wertvolle Tipps und Informationen rund um das Thema Schwanger werden zusammengestellt.

Kann Unfruchtbarkeit vorgebeugt werden?

Angeborene organische Ursachen, die für die Unfruchtbarkeit verantwortlich sind, können nicht vorgebeugt werden.13 Ansonsten können beide Partner durch eine gesunde Lebensweise ohne (übermäßiges) Rauchen, Alkohol oder Stress das Risiko einer Sterilität mindern. Bestimmte Erkrankungen, wie die Chlamydien-Infektion, die zu einer Unfruchtbarkeit führen können, sollten schnell bestimmt und behandelt werden.3

Untersuchungen und Behandlungen bei unerfülltem Kinderwunsch

Um die Gründe für die ungewollte Kinderlosigkeit festzustellen, bedarf es verschiedener Untersuchungen. Beispiele sind Ultraschall, Spermiogramm, gynäkologische Untersuchung, Zyklusmonitoring und Nachweis des Eisprungs. Gerade bei den letzten beiden Untersuchungen kann der cyclotest myWay bereits im Vorfeld unterstützen. Der Zykluscomputer eignet sich für ein ausführliches Zyklusmonitoring. Aufgrund der Temperaturaufzeichnungen und der optionalen Aufzeichnung eines weiteren Symptoms kann der Computer analysieren, ob überhaupt ein Eisprung stattgefunden hat.

Kinderwunsch-Behandlungen im Überblick

Was folgt auf mögliche ärztliche Untersuchungen? Es ist keine einfache Situation, mit den eigenen körperlichen Unzulänglichkeiten konfrontiert zu werden. Eine Behandlung erfordert oftmals viel Geduld und Kraft. Wenn sich keine Schwangerschaft einstellt, kommen die Möglichkeiten der modernen Reproduktionsmedizin ins Spiel. Nachfolgend ein kleiner Überblick:1

Hormontherapie

Liegt eine hormonelle Störung vor, kommt eine Behandlung mit natürlichen und/oder synthetischen Hormonen in Betracht.

Intrauterine Insemination

Bei eingeschränkter Samenqualität kann das Sperma speziell aufbereitet und direkt in die Gebärmutterhöhle eingebracht werden.

In-vitro-Fertilisation (IVF)

Nach einer hormonellen Stimulation der Eierstöcke werden die Eizellen der Frau entnommen. Die Befruchtung erfolgt außerhalb des Körpers mit den Spermien des Mannes auf natürliche Weise. Die so entstandenen Embryonen werden nach wenigen Tagen in die Gebärmutter eingesetzt.

Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Liegt eine eingeschränkte Samenqualität vor, so wird bei dieser Methode zusätzlich das aufbereitete Spermium direkt in die Eizelle eingebracht. Der so entstandene Embryo wird dann in die Gebärmutter eingesetzt.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer künstlichen Befruchtung?

Im Grundsatz wird die ungewollte Kinderlosigkeit von den gesetzlichen Krankenkassen nicht als Krankheit anerkannt. Laut Gesetz (§ 27a SGB V, Gesundheitsmodernisierungsgesetz vom 1. Januar 2014) werden die Kosten der ärztlichen Leistungen einer Insemination oder einer IVF-/ICSI-Therapie von den gesetzlichen Krankenversicherungen zu 50 Prozent übernommen.16 Dabei muss der „Verursacher“ in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sein, denn es gilt das sogenannte Körperprinzip.

Manche Krankenkassen bieten mittlerweile auch eine sogenannte erweiterte Kostenübernahme (etwa zu 75 Prozent) an, einige wenige übernehmen sogar 100 Prozent der Kosten der Kinderwunsch-Therapie. Andere Kassen unterscheiden sich bei verschiedenen Altersgrenzen.

Die Mindestleistung der Krankenkassen:
– bis zu 8 Inseminationen im normalen oder optimierten Zyklus
– bis zu 3 Inseminationen im stimulierten Zyklus
– insgesamt 3 Zyklen mit Befruchtung außerhalb des Körpers, wobei die dritte nur genehmigt wird, wenn in mindestens einem der ersten beiden Zyklen eine Befruchtung eingetreten war

Die Übernahme der Kosten ist zudem an bestimmte Voraussetzungen gemäß § 27a SGB V und an die Regelungen des Gemeinsamen Bundesausschusses gebunden. Wenn eine Kinderwunsch-Behandlung in Frage kommt, setze Dich mit Deiner Krankenkasse in Verbindung, um die individuellen Leistungen abzufragen.

Abweichend von den Regelungen der gesetzlichen Krankenkassen, wo das sogenannte Körperprinzip bestimmt, dass nur die Kosten des jeweiligen Versicherten übernommen werden, gilt aufgrund des in der privaten Krankenkasse definierten Krankheitsbegriffs das sogenannte Verursacherprinzip. Damit trägt die private Krankenkasse des „Verursachers“ sämtliche Kosten der Behandlung, so dass hier auch die Kosten des „gesunden“ Partners mit übernommen werden können. Vor der Kinderwunsch-Behandlung sollte Kontakt mit der Krankenkasse aufgenommen werden, um die Kostenübernahme zu besprechen.

Fazit

Unerfüllter Kinderwunsch – ein viel diskutiertes Thema. Viele Gegebenheiten führen heutzutage dazu, dass ein Paar den Kinderwunsch erst spät erfüllen möchte. Bleibt dann eine Schwangerschaft nach mehrfachen Versuchen aus, muss zunächst nach den Ursachen geforscht werden. Vielleicht spürst Du bereits die biologische Uhr ticken, was allerdings meist ein subjektives Gefühl ist. Die Gründe, warum es mit einem Baby nicht klappt, müssen nicht unbedingt in biologischen Unzulänglichkeiten liegen. Vielfach reicht es, sich über die körperlichen Vorgänge bei Dir und Deinem Partner zu informieren und zu dokumentieren und nicht förderliche Verhaltensweisen bzw. Lebensbedingungen zu erkennen und anzugehen. Sollte die Erklärung doch biologischer Natur sein, so eröffnet die moderne Reproduktionsmedizin heutzutage vielen Paaren neue Chancen zur Geburt eines Kindes, die im Gespräch mit dem eigenen Arzt gemeinsam erörtert werden.


Quellen:

1 Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung (Hrsg.): Ungewollt kinderlos. Was kann die moderne Medizin gegen den Kindermangel in Deutschland tun? Berlin 2007.
2 Gnoth, C. und Noll, A.: Kinderwunsch – Natürliche Wege zum Wunschkind. München 2009.
3 Friese, K. et al.: planBaby – Wenn Paare Eltern werden wollen. Gesund zum Wunschkind. München 2014.
4 Dudenhausen J. W. et al.: Frauenheilkunde und Geburtshilfe. 2. Auflage. Berlin 2003.
5 Göretzlehner G. et al.: Praktische Hormontherapie in der Gynäkologie, 5. Auflage, Berlin 2007.
6 Ebert, A. D.: Endometriose – Ein Wegweiser für die Praxis. 4. Auflage. Berlin 2014.
7 Darai, G. et al.: Lexikon der Infektionskrankheiten des Menschen. 3. Auflage. Heidelberg 2009.
8 Dunson D. B. et al.: Changes with age in the level and duration of fertility in the menstrual cycle. Human Reprod. Vol. 17, 2002.
9 Raith-Paula, E. et al.: Natür­li­che Fami­li­en­pla­nung heute. Moder­nes Zyklus­wis­sen für Bera­tung und Anwen­dung. 5. Auf­lage. Hei­del­berg 2013.
10 Van Die, M. D. et al.: Vitex agnus-castus extracts for female reproductive disorders: a systematic review of clinical trials. Planta Med. Vol. 79, 2013.
11 Georgieff, R.: Naturheilkunde bei Kinderwunsch. Erfahrungsheilkunde. Vol. 59, 2010.
12 Wischmann, T. und Stammer, H.: Der Traum vom eigenen Kind – Psychologische Hilfen bei unerfülltem Kinderwunsch. 4. Auflage. Stuttgart 2006.
13 Diedrich, K. et al.: Gynäkologie und Geburtshilfe. 2. Auflage. Heidelberg 2007.
14 Zegers-Hochschild, F. et al: International Committee for Monitoring Assisted Reproductive Technology (ICMART) and the World Health Organization (WHO) revised glossary of ART terminology, 2009. Fertility and Sterility, Vol. 92. 2009.
15 Arbeitsgruppe NFP: Natürlich und sicher – Das Praxisbuch. Familienplanung mit Sensiblen. 19. Auflage. Stuttgart 2015.
16 Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) – Gesetzliche Krankenversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477): §27a Künstliche Befruchtung. Abgerufen am 17. März 2016.


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